Auch Adorfer Markus Engelhard überzeugt

Doppelsieg für Reiter Frank Plock in Bad Wildungen

Und drüber: Lokalmatador Daniel Erd (Bad Wildungen), hier auf Cool Cosy Girl, wurde mit Melody beim Reitturnier Bad Wildungen zweimal Sechster.
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Und drüber: Lokalmatador Daniel Erd (Bad Wildungen), hier auf Cool Cosy Girl, wurde mit Melody beim Reitturnier Bad Wildungen zweimal Sechster.

Das dreitägige Sommerturnier des Reitervereins Bad Wildungen endete am Sonntag wie es am Freitag begonnen hatte. Der Borkener Frank Plock siegte in der schwersten Springprüfung.

Bad Wildungen – Dem Erfolg in der Punktespringprüfung der Klasse S* ließ Plock einen Sieg in der Springprüfung der Klasse S* mit Stechen folgen.

Dabei hatte von den 17 Teilnehmern ein Septett das Finale erreicht. Sechs davon kamen in die Platzierungsränge, da der Slowake Peter Kopecky aufgab. Wie so oft in Bad Wildungen war es am Ende eine hauchdünne Entscheidung. Plock blieb mit Fantasie, einer 13-jährigen Holsteiner-Stute auch in der Extrarunde mit 33.90 Sekunden ohne Abwurf. Nur acht Hundertstel mehr benötigte der Adorfer Markus Engelhard (RV Altenautal) mit dem zwölfjährigen Wallach Cuno.

Dritter wurde Gerald Nothdurft (Moringen) mit 35,35 Sekunden. Pech hatte Lokalmatador Daniel Erd mit seiner Stute Melody. Seine Zeit von 34,94 Sekunden hätten für das Podest gereicht, doch nach einem Abwurf blieb am Ende Rang sechs.

Die Springprüfung der Klasse S* gewann Heino Möller (Borken) vor Plock, der die Ränge zwei und drei belegte. Duplizität der Ereignisse: Auch hier wurde Daniel Erd mit Melody Sechster.

Erstmals im Programm, aber sicher nicht das letzte Mal, war am Talquellenweg ein Mannschaftsspringen mit acht Teams terminiert. Ein Team bestand aus drei Reitern der Kategorie A**/L/M*. Der besondere Reiz bestand darin, dass es kein Streichergebnis gab, sodass jeder Fehler zu Buche schlug. Das Trio „Kurpark“, bestehend aus Christina Grebe (Bad Arolsen), Jörg Becker (Sachsenhausen) und Markus Engelhard, konnte sich am Ende fehlerfrei in der schnellsten Zeit durchsetzen, wobei sie alle unter 59 Sekunden blieben.

Weil am Sonntagmittag bei der Springprüfung der Klasse M* mit Stechen zehn von 27 Teilnehmern das Finale erreichten, geriet der Zeitplan etwas ins Wanken. Am Ende gewann Linus Georg Weber (Dagobertshausen) und belegte zudem auch noch Rang drei.

Dazwischen lag der Wölfersheimer Peter Kaus. Die Extrarunde erreichten auch Engelhard, Daniela Hocke (Korbach) und Mona Strenk (Bad Wildungen). Das Trio verpasste das Finale aber mit jeweils einem Punkt Zeitfehler.

In einer Springprüfung der Klasse L wurde die Frankenbergerin Madeleine Rininsland mit der achtjährigen Holsteiner-Stute Centila Vierte. Noch besser verlief am Sonntagmorgen für das Duo die Springprüfung der Klasse A** mit steigenden Anforderungen mit Rang zwei vor der Löhlbacherin Luisa Haschlar (PSV Sorge-Settendorf).

Die heimischen Starter überzeugten durchweg. So wurde Strenk in der Springprüfung der Klasse M* auf Accorado Ass Vierte. Richard Friedrich (Sachsenhausen) und Engelhard wurden ebenfalls platziert.

In der Springprüfung der Klasse L, geritten in zwei Abteilungen, siegte in ersten Abteilung Malin Schautes (Oberlahntal) vor der Frankenbergerin Kerstin Heuser mit dem elfjährigen Wallach Cheeky White One. Christina Grebe wurde (Bad Arolsen) in der Springprüfung der Klasse A** Zweite. Jolene Wilke (Bad Wildungen), Finja Gräbe, Jennifer Prehn (beide St. Kilian Lelbach) und die Gemündenerin Julia Schneider wurden alle fehlerfrei platziert.  

Hermann Erd vom gastgebenden Reiterverein zufrieden

Am Ende der drei Turniertage in Bad Wildungen war es so, als hätte es nie eine Corona-Pause gegeben. Den Teilnehmern und Pferden war die Zwangsunterbrechung nicht anzumerken, da die Leistungen stimmten. Am ehesten war der Lockdown auf den Zuschauerrängen zu spüren. Die waren am Freitag naturgemäß noch verhalten besetzt, während am Samstag schon gut besetzte Ränge zu sehen waren, die am Sonntag nochmals getoppt wurden.

Was auffiel, war der zahlreiche Applaus der Besucher, auch für die Teilnehmer, die nicht fehlerfrei den Parcours durchquerten. Dementsprechend war Hermann Erd sehr zufrieden. „Alles ist gut verlaufen, es gab keine Unfälle, und auch mit dem Zuschauerzuspruch sind wir zufrieden“, sagte der Vorsitzende des ausrichtenden Reitervereins Bad Wildungen.

Der hatte im zweiten Turnier in Folge keinen Eintritt verlangt. Ob das so bleibt, wollte Hermann Erd nicht versprechen. „Immerhin haben wir dadurch einen vierstelligen Betrag als Mindereinnahme, der erst einmal durch Sponsoren aufgefangen werden muss.“

Vielleicht war aber der gute Zuschauerzuspruch auch eine positive Folge davon. Schließlich berichtete Erd, dass die Verpflegungsstände nachordern mussten. Gut möglich, dass Besucher die freigewordenen Ressourcen an den Verkaufsständen umwandelten. (bb)

Siegerlächeln: Christina Grebe (Bad Arolsen), Jörg Becker (Sachsenhausen) und Markus Engelhard (Adorf, von links) gewannen das Teamspringen in Bad Wildungen.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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