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Volkstriathlon: Ex-Bundesliga-Starter Bentz und Debütantin Altrup als Sieger

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Küsschen für den Wettkämpfer vor dem Start des Schwimmens im Edersee
Mentales Doping? Küsschen für den Wettkämpfer vor dem Start des Schwimmens im Edersee. © Artur Worobiow

Ein gestandener Triathlet und eine Debütantin haben den 20. Waldecker Volkstriathlon am Edersee gewonnen. Eine starke Leistung zeigte auch die siegreiche Staffel.

Waldeck - Für die einen ist es ein Sprint, für die anderen eine ordentliche Distanz – und die Einordnung in die eine oder die andere Kategorie zeigt, ob da ein gestandener Triathlet oder eher eine Gelegenheitstriathletin am Ausdauerwerk war. Christoph Bentz würde da nicht mehr trennen.

Christoph Benz
Mann mit Ligaerfahrung: Christoph Bentz, Gewinner des 20. Volkstriathlons am Edersee. © Artur Worobiow

Der Gewinner des Volkstriathlons am Samstag hat bis 2019 für DSW Darmstadt Wettkämpfe bis zur 1. Bundesliga bestritten. Jetzt betreibe er den Sport eher „hobbymäßig“, sagte der 28 Jahre alte Kasseler. Schnell ist er immer noch, die 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen wickelte er in 58:13 Minuten ab, eine Topzeit.

Dabei sei er vom Countdown-losen Startschuss am See überrascht worden, so Bentz. Er kam trotzdem als erster aller knapp 170 Teilnehmenden aus dem Wasser und verwies nach kurzem Zweikampf auf der Laufstrecke Jonas Degenhardt (CJD Oberurff) mit 14 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei.

Korbacher auf den Plätzen drei und zwei

Der für den KSV Baunatal gemeldete Korbacher Lukas Weber belegte in 1:01:28 Stunde Rang drei. „Es hat Bock gemacht“, gab der 24-Jährige zu Protokoll. Weber hatte sich vorgenommen, den Zielstrich eher zu sehen als vor drei Jahren, als er noch für Arolsen dreikämpfte. Das schaffte er locker, er war knapp sieben Minuten schneller.

Lukas Weber
Platz drei beim Volkstriathlon: Lukas Weber aus Korbach. © Artur Worobiow

Platz eins in ihrer Altersklasse erzielten zwei heimische Starter: Holger Ponert (Trianhas) gewann in 1:05:29 die TM 40, Torsten Kramer vom Tri-Team Burgwald in 1:09:56 die TM55. Dabei konnte Kramer ausgerechnet in seiner Topdisziplin Laufen „kein Gas geben“, wie er sagte – er war beim Ausstieg aus dem See auf einen Stein getreten und umgeknickt.

Definitiv nicht mit einem Podestplatz geliebäugelt hatte Mario Brussmann. Der ehemalige Fußballer vom SV Buchenberg wagte sich erstmals an einen Triathlon und bekannte hinterher: „Ich bin fix und fertig.“ Aber im Ziel. Aufgeben war keine Option, obwohl ihm das Schwimmen besonders schwerfiel. Sein Vorhaben, unter 1:45 Stunde zu bleiben, verfehlte der Ü50-Starter um 51 Sekunden.

Julia Altrup  vom VfL Marburg
Triathlon-Debüt als Siegerin: Julia Altrup vom VfL Marburg. © Artur Worobiow

Eine Debütantin entschied die Wertung der Frauen für sich: Julia Altrup vom VfL Marburg gewann in 1:07:08 Stunde ihren ersten Triathlon überhaupt. Die Mittelstreckenläuferin hat nach einem Ermüdungsbruch umgesattelt und bekannte: „So lange wie jetzt habe ich mich noch nie angestrengt.“

Zweite wurde mit 27 Sekunden Rückstand Theres Fingerhut, sie startet für den KSV Baunatal und kommt aus Korbach. Als Rangdritte (1:12.30) meldete sich Ex-Mountainbikerin Birgit Jüngst-Dauber zurück, die einst in Hatzfeld zuhause war und eine Zeit lang dem SC Willingen angehörte.

Rein Mehrhoff, Micha Thomas und Jannes Wilke, Staffelsieger von der LG Eder.
Die schnellsten drei (von links): Rein Mehrhoff, Micha Thomas und Jannes Wilke, Staffelsieger von der LG Eder. © Artur Worobiow

Staffel schneller als alle Einzelstarter

Die beste Zeit in diesem Wettkampf erzielte am Samstag eine Staffel: Die 56:12 Minuten, die Jannes Wilke, Relin Mehrhoff und Micha Thomas als Trio der LG Eder in die Ergebnislisten stanzten, war rekordverdächtig.

„Es war mal was anderes“, kommentierte Läufer Thomas das Rennen. Der Herzhäuser Mehrhoff, der als einziger der drei vom Triathlon kommt, freute sich, dass er seine ganze Energie auf dem Rad verbrauchen konnte, während er sonst haushalten muss. Fachfremd unterwegs war Wilke, zuletzt zweifacher Sieger im Laufcup. „Einer musste es ja machen“, meinte Mehrhoff. Keine schlechte Wahl: Wilke schwamm die 750 Meter in 9:14,7 Minuten, damit sortierte er sich in dieser Disziplin unter den Top-15 ein.

Allen aus dem Herzen sprach Klaus-Dieter Grabarz. vom TV Lelbach: „Ich finde es toll, dass dieser Triathlon wieder stattfindet“, sagte er mit Blick auf die Corona-Zwangsoause. Und der Korbacher Heiner Emden ergänzte: Es hätten in den vergangenen beiden Jahren einfach die Wettkämpfe gefehlt, um konstante Leistungen zu bringen. (mn)

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