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Ein Handball-Derby als Kraftakt: Korbach empfängt Sonntag Külte

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Kräftig zupacken in der Abwehr wollen die Korbacher im Derby am Sonntag gegen Külte, so wie hier beim Spiel der letzten Saison Daniel Pok (links) und Till Westmeier gegen TVK-Spieler Sven Ammenhäuser.
Kräftig zupacken in der Abwehr wollen die Korbacher im Derby am Sonntag gegen Külte, so wie hier beim Spiel der letzten Saison Daniel Pok (links) und Till Westmeier gegen TVK-Spieler Sven Ammenhäuser. © bb

Die meisten heimischen Handballer sind an diesem Ferienwochenende im Ruhemodus. Nur einzelne verlegte Spiele finden statt bzw. werden nachgeholt. Betroffen sind der TSV Korbach und der TV Külte.

Und für Letzteren ist das Waldecker Derby zur ungewohnten Zeit am Sonntag ab 16.30 Uhr dann schon der zweite Einsatz binnen 21 Stunden. Denn die Külter holen am Samstag (19.15 Uhr) auch ihr Heimspiel gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen nach.

„Wir haben etwas gutzumachen“, weiß Korbachs Trainer Robert Müller mit Blick auf das Heimspiel gegen die Nordwaldecker im vergangenen Jahr. Mit 36:41 ging das „kleine“ Derby zu Hause völlig überraschend verloren, die Niederlage war mitentscheidend dafür, dass die Kreisstädter die Teilnahme an der Aufstiegsrunde verpassten. „Letzte Saison haben wir Külte unterschätzt“, weiß Müller und fügt an: „Das wird uns in diesem Jahr nicht wieder passieren.“

Korbachs Trainer Müller: „Das wird uns nicht erneut passieren“

Der Schlüssel zum Sieg liegt für Müller in der Abwehr – die war bei der deprimierenden Niederlage der Vorsaison der Hauptknackpunkt beim TSV. „Wir müssen in der Abwehr sehr beweglich sein, um unsere körperliche Überlegenheit auch gegen die kleinen, aber sehr beweglichen Külter Spieler auf die Platte zu bringen“, sagt der TSV-Trainer, der auch im Training dieser Woche die Umschaltphase von Angriff auf Abwehr verstärkt üben ließ, um nicht wieder zu viele Tore über das Tempospiel zu fangen.

Die Eindrücke, die er gewonnen hat, sind positiv, und so sagt Müller: „Wir gehen gut vorbereitet in das Spiel.“ Das auch, weil die personellen Voraussetzungen gut sind, bis auf Michel Pawelczyk, der sich beim überzeugenden Sieg in Trendelburg (40:30) zuletzt einen Nasenbeinbruch zuzog, sind alle Spieler an Bord. Dass Külte bereits Stunden zuvor am Samstag spielt und der Kräfteverschleiß ein Vorteil für sein Team sein könnte, interessiert Müller nicht. „Wir schauen nur auf uns und unsere Stärken. Nicht auf Külte.“

Kültes Trainer Neumann: „Wir werden nichts herschenken“

Härtetest. Das Wort passt zum Wochenend-Programm des TV Külte wie selten zuvor. Trainer Carsten Neumann lässt seine personell bereits angeschlagene Mannschaft vor allem am Ende dieser Woche „mit angezogener Handbremse“ trainieren. In diesen Zeiten sei die Trainingssteuerung besonders wichtig, um zum einen weitere Verletzungen zu vermeiden und zum anderen die Spieler nicht über zu belasten, meint Neumann, dessen Team zunächst am Samstagabend in gewohnter Weise zu Hause spielt.

Mit „HoSaWo“ kommt ein Gegner, der bloß zwei Tabellenplätze besser ist, gleichzeitig ein Spiel mehr hat. Die Külter könnten also den Sprung aus dem Tabellenkeller bei einem Sieg schaffen.

Am Sonntag geht es für Neumann und seinen Mannen in die Kreissporthalle. Mit gemischten Gefühlen. Da ist die Erinnerung an den Sieg mit 41 erzielten Toren im Januar 2022 auf der einen Seite, das Samstagspiel in den Knochen als Zusatzhypothek auf der anderen Seite.

Auf dem Papier ist Külte Underdog bei den 6:4 Punkte aufweisenden Korbachern, aber Derbys nehmen auf sowas ja bekanntlich keine Rücksicht. „Respekt ist da vor Korbach, aber keine Angst“, sagt Neumann. „Natürlich haben wir im Moment Pech mit den Verletzten, wir werden aber nichts herschenken.“ Einzig Maurice Voyé kehrt in den Kader zurück, Max Knopp, Christian Gohl und Johannes Wachs sind nach wie vor verletzt.  (tsp/gos)

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