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„Ein richtig gutes Spiel gemacht“: TSV Korbach siegt 28:24 bei der HSG Ahnatal/Calden

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Ein guter Rückhalt: Der Korbacher Torwart Robin Richter-Schluckebier glänzte mit einigen Paraden.
Ein guter Rückhalt: Der Korbacher Torwart Robin Richter-Schluckebier glänzte mit einigen Paraden. © Worobiow

Ein Spiel wie aus einem Guss - bis auf die letzten zehn Minuten. Die Handballer des TSV Korbach wussten bei ihrem 28:24-Sieg (15:8) im Bezirksoberligaspiel gegen die HSG Ahnatal/Calden so viel Gutes mit dem Ball anzufangen.

Korbach – Außerdem haben sie auch ihr Tor souverän verteidigt, dass sie ihrem Trainer Robert Müller nur wenig Möglichkeiten für Kritik gaben. Stattdessen wählt der Coach in seiner Spielanalyse oft die zwei Worte „sehr gut“: „Vor allem die erste Halbzeit war sehr gut von uns, da war die Abwehr richtig gut und unser Torwart Robin Richter-Schluckebier hat auch eine sehr gute Leistung geboten.“

Diese Worte spiegeln sich auch in Zahlen wider: Es lief bereits die 26. Spielminute und die Korbacher hatten erst sechs Gegentore zugelassen, selbst bereits 13 Treffer erzielt. „Die Jungs haben hinten richtig geackert, der Innenblock war schnell auf den Beinen, dadurch fingen wir viele Bälle ab, die mit der ersten und zweiten Welle schnell nach vorn getragen wurden. Wir haben uns viel Energie über das Tempospiel“, erzählt der Coach.

Die Nadel im Heuhaufen an dieser Partie will Müller eigentlich gar nicht suchen, findet sie aber trotzdem: „Wir haben in der ersten Halbzeit noch zu viele freie Bälle verworfen.“

Doch schnell zurück zum Positiven: „Das Gute war auch, dass wir in der zweiten Hälfte unser konzentriertes Spiel bis auf die Schlussphase nahtlos fortgesetzt haben“, betont der Coach.

Seine Mannschaft baute den Vorsprung nach der Halbzeit schnell aus und der Treffer von Michael Pawelczyk in der 34. Minute markierte bereits das 18:8.

Taktisch gute Vorstellung

Dieser Abstand zerstörte beim Gegner sofort die guten Vorsätze, die er aus der Kabine mitgenommen hatte. Müller hat seiner Mannschaft auch vom taktischen Verhalten nichts vorzuwerfen. Ihm gefiel auch, dass seine Männer Lösungen fanden, wenn die SG etwas veränderte.

Als Dave Alscher in Halb-Manndeckung genommen worden sei, habe sein Team zwar kurz Probleme bekommen, aber Kevin Scholz habe in dieser Phase viel Verantwortung übernommen, als Schütze und Vorbereiter.

Er war mit Dave Alscher mit jeweils sechs Toren auch der erfolgreichste Schütze auf Korbacher Seite. Wie unberechenbar der TSV-Angriff war, belegt die Anzahl der Torschützen: neun Spieler. Bei den Gastgebern traf Peter Prtrövszki mit sechs Toren am besten.

Aber was war los in den letzten zehn Minuten, in denen die Korbacher kein Tor erzielten? Ist die Überheblichkeit eingezogen? „Nein, das auf keinen Fall“, betont Müller. „Die Konzentration war noch da, aber wir haben in dieser Phase einige Angriffe zu früh abgeschlossen, ich habe viel durchgewechselt und es kam in dieser Phase auch mehr Härte und Hektik auf.“ Noch haben die Korbacher auch die Aufstiegsrunde noch im Blick. (rsm)

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