E-Soccer-Cup geht in den dritten Spieltag:

Einigen Teams droht das vorzeitige Aus – auch dem TuS Bad Arolsen

 Arolser Team beim E-Soccer-Cup.
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Der Druck steigt für das Arolser Team beim E-Soccer-Cup. Ein Sieg gegen den TSV Roda ist Pflicht für (v.l.) Tom Rieger, Justin Wäscher, Alexander Oltzow und Philipp Fransaert.

Die ersten Alles-oder-nichts-Spiele stehen am Wochenende am dritten Spieltag des E-Soccer-Turniers in Blickpunkt.

Korbach – Sieben Mannschaften sind noch ohne Punkt und wenn sie gegen dieses Null-Dasein nicht schleunigst etwas tun, droht ihnen schon das Aus nach der Gruppenphase. Eine Zweiklassengesellschaft hat sich besonders in Gruppe 3 entwickelt: drei Sieger, drei Verlierer. Zwei von diesen Sieglosen treffen diesmal direkt aufeinander. Das Keller-Duell lautet TuS Bad Arolsen gegen den TSV Roda.

Das Quartett der 22-Jährigen mit Kapitän Alexander Oltzow, Justin Wäscher, Tom Rieger und Philipp Fransaert hat trotz der zwei Niederlagen noch viel Spiellust und will gegen Roda die Wende in Richtung Viertelfinaleinzug herbeiführen. „Wenn wir den Rest der Gruppenspiele gewinnen, reicht das noch fürs Weiterkommen“, betont der Kapitän.

Vielleicht hätten sie den 90er-Modus immer mal wieder trainieren sollen, denn diese Umstellung war laut Oltzow ein Grund, warum das erste Spiel gegen den TV Külte verloren gegangen sei.

„Wir spielen eigentlich immer den Ultimate-Team-Modus, der ein schnelleres Spiel ermöglicht“, erklärt der Kapitän. Jeder kennt dieses Gefühl: Wenn der PC plötzlich langsamer arbeitet, steigt der Ärger und man wird unruhig. Im zweiten Spiel seien die Gemündener gut gewesen und ein Arolser Spieler habe während seiner Begegnung Internetprobleme gehabt.

Arolser Quartett spielt Soccer an Konsole und Fußball auf dem Feld

Die vier Bad Arolser sind kein zusammengewürfelter Haufen, sondern Freunde und sie stehen im TuS-Trikot auch im Echtzeit-Fußball auf dem Sportplatz. Kann man vom Spiel auf dem Computer auch etwas für das Spiel auf dem grünen Rasen mitnehmen? „Man kann bei Fifa natürlich nicht das Fußballspielen lernen, aber einige Kleinigkeiten, wie etwa taktisches Verhalten, kann man verbessern und das eine oder andere davon probieren wir auch auf dem Feld aus.“ Dazu zähle etwa gemeinsames Handeln in einer Viererkette.

Der Arolser Kapitän versucht auch, seine Spiele bei diesem Turnier zu analysieren. „Ich schaue mir die Gegentore, die ich bekommen habe, meist noch mal an und suche den oder die Fehler, die mir dabei unterlaufen sind. Und er versucht diese im nächsten Spiel zu vermeiden.“ Oltzow mag den modernen Fußball und er lacht, als er hört, dass Trainer vor 30 Jahren ihren Spielern noch gesagt haben: „Du bewachst nur diesen Spieler und wenn er aufs Klo geht, gehst du mit, sonst musst du in diesem Spiel nichts weiter tun.“ Für ihn ist die Taktik im heutigen Fußball „gefühlt die halbe Miete“.

Sieben Teams wollen am dritten Spieltag des E-Soccer-Cups ihre ersten Punkte einfahren.

Der moderne Fußball hat auch den oder die Abräumer vor der Abwehr installiert: den Sechser. Einer von ihnen hat es Oltzow besonders angetan: der französischen Nationalspieler N’Golo Kanté. Der Sechser mit dem großen Kämpferherz kickt beim FC Celsea London und deshalb spielt der Arolser mit der englischen Mannschaft dieses Turnier. „Kanté ist für mich ein Schlüsselspieler und ich spiele unglaublich gern mit ihm, auch wenn er mir im 90er-Modus weniger bringt, weil hier alle Spieler die gleichen Werte haben.“

Allerdings glaubt der Bad Arolser nicht, dass die Taktik das wichtige Kellerduell gegen den TSV Roda entscheiden wird, sondern eher die Stärke des Nervenkostüms. „Ich denke, dass alle Spieler ein wenig aufgeregter sein werden als in den Spielen zuvor, denn der Verlierer ist raus aus dem Turnier.“

Das wollen die Vier natürlich verhindern und sie wissen, dass sie einige Fans im Verein haben, die ihnen die Daumen drücken. So stehen sie im Whatsapp-Kontakt zum Vereinsvorsitzenden Carsten Strippel, der ihnen signalisiert, wir fiebern auch mit und stehen hinter euch. „Wir pushen uns gegenseitig.“ Das hilft. Und überhaupt müssen die Rodaer erst mal an Kanté vorbeikommen.

Der 3. Spieltag des E-Soccer-Cups wird vom 14. bis 16. Januar ausgetragen.
Gruppe 1: SG Bad Wildungen/Friedrichst. - TSV Bottendorf I, SG Adorf/Vasbeck I - TuS Hesperinghausen, TSV Rosenthal - SV Reddighausen
Gruppe 2: JSG Altefeld - TSV Bottendorf II, TSV Strothe - TSV Frankenau, SG Eder - SG Adorf/Vasb. II.
Gruppe 3: TV Külte - JSG Altefeld II, TSV Gemünden - TSV Dodenau, TSV Roda - TuS Bad Arolsen

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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