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EM-Medaille für Siebenkämpferin Carolin Schäfer noch greifbar

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Drüber über 1,74 Meter: Carolin Schäfer wäre gern besser gesprungen, doch im Hochsprung büßte die Bad Wildungerin Punkte ein. Am Ende von Tag eins liegt sie als Fünfte aber im Soll.
Drüber über 1,74 Meter: Carolin Schäfer wäre gern besser gesprungen, doch im Hochsprung büßte die Bad Wildungerin Punkte ein. Am Ende von Tag eins liegt sie als Fünfte aber im Soll. ©  imago/Beautiful Sports

Stark auf der Laufbahn, mit Luft nach oben beim Springen und Stoßen: Für Carolin Schäfer verlief Teils eins des Siebenkampfes bei der Europameisterschaft in München in etwa nach Wunsch.

Erst am Ende wird abgerechnet im Mehrkampf der Leichtathleten – das hat uns nicht erst Niklas Kaul am Dienstagabend gelehrt. Und auch seine Trainingspartnerin Carolin Schäfer muss eine Medaille nach dem ersten Tag des Siebenkampf noch nicht abhaken. Mit 3707 Punkten liegt die Bad Wildungerin nach vier Disziplinen auf dem sechsten Platz, einen Rang vor Teamkollegin Sophie Weißenberg (3706). Gut 110 Punkte beträgt der Rückstand auf Rang drei.

„Das macht so Bock, hier auf der Bahn zu stehen. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so einen Spaß hatte“, sagte Schäfer im ZDF. Ihr Plan für den zweiten Tag? „Voller Angriff. Mal schauen, was rauskommt“, ergänzte sie später.

Carolin Schäfer punktet über die Hürden und 200 Meter fleißig

Mit sehr brauchbaren 13,39 Sekunden über die 100 Meter Hürden hatte der Tag für Schäfer begonnen – die fünftbeste Zeit. Der Hochsprung warf die 30-Jährige („Das war schom im Training meine Achillesferse“) dann auf Rang zehn zurück, da sie über 1,74 Meter nicht hinaus kam. Bei Olympia 2021 waren es 1,80 Meter.

Das Kugelstoßen zum Auftakt am Abend erfüllte für Schäfer nicht ganz die Hoffnung, die 14-Meter-Marke zu erreichen. „Da hatte ich mir mehr vorgenommen.“ Mit 13,68 Meter addierte sie 773 Punkte hinzu und blieb Zehnte.

Knapp 50 Minuten später standen schon die 200 Meter an, und dabei heimste Schäfer dank guter 24,16 Sekunden noch einmal ordentlich Punkte ein. Mit viel Stehvermögen lief sie den Konkurrentinnen im zweiten der drei Läufe davon und hatte wieder gut lachen. Sie gehe mit einem guten Gefühl aus dem Stadion, sagte Schäfer.

Gold scheint wieder einmal für Titelverteidigerin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin Nafissatou Thiam reserviert zu sein. Die Belgierin liegt nach vier Disziplinen mit 4063 Punkten souverän in Führung. Vizeweltmeisterin Anouk Vetter (3824/Niederlande) lauert auf Rang drei.  (schä)

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