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Ederseelauf: Spitzengruppe biegt falsch ab, Gerhard Kupjetz siegt

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Gerhard Kupjetz im Ziel
Als Erster nach zehn Kilometern im Ziel: Gerhard Kupjetz. © Olaf Wickenhöfer

Lediglich 87 Startende insgesamt, davon nur 15 beim Hauptrennen: Der 13. Ederseelauf des SV Herzhausen ist nach zweijähriger Pause auf begrenzte Nachfrage gestoßen.

Herzhausen - Womöglich lichtete der Dauerregen das Teilnehmerfeld, doch das Rennen über zehn Kilometer auf der achten Station des aktuellen Laufcups Waldeck-Frankenberg stand auch aus einem anderen Grund unter keinem guten Stern: Führende Läufer wählten den falschen Weg.

Dass etwas nicht stimmte, war spätestens klar, als Gerhard Kupjetz in 44:25 Minuten als erster das Ziel über zehn Kilometer erreichte. Der 59 Jahre alte Veteran vom TSV Goddelsheim erklärte seinen Überraschungssieg so: „Da waren welche vor mir, die sind falsch gelaufen.“ Kupjetz hatte lange Zeit die Spitzengruppe mit Abstand verfolgt.

„Umgekehrt, als der Weg immer schlechter wurde“

Als eine knappe halbe Minute später der vereinslose Björn Evers (M50) in 44:52 ankam, klärte sich der Sachverhalt auf: Evers war wie andere auch an einem Streckenpunkt falsch abgebogen. Statt am Edersee entlang Richtung Hohe Fahrt wählten die führenden Läufer einen nach links abbiegenden Weg in den Wald hinauf.

„Da war ein Schild mit einem Pfeil nach links, also bin ich dort hochgelaufen. Erst als der Weg immer schlechter wurde, habe ich gemerkt, dass das die falsche Strecke ist und bin umgekehrt“, erklärt Evers. Sieger Kupjetz, mit der Streckenführung vertraut, hatte vergeblich versucht, die in Sichtweite abbiegenden Läufer auf ihren Irrtum aufmerksam zu machen.

Auch Matthias Müller vom TSV Korbach, der in 45:55 Minuten als Dritter das Ziel erreichte, war eine Zeitlang der falschen Strecke gefolgt. Enttäuscht und wütend kam nach 50:52 Jonas Webelhuth an. Der 14-Jährige vom CJD Oberurff war lange an der Spitze gelaufen und hätte vermutlich gewonnen, wäre er nicht falsch abgebogen; er hatte seinen Irrtum offenbar später als andere bemerkt. Die Irritationen um die Streckenführung trübte bei allen die Freude.

Schnellste der lediglich drei teilnehmenden Frauen wurde Melanie Langhoff (ohne Verein) mit einer Zeit von 52:26 Minuten. Als zweite wurde Mechthild Simonic vom Laufteam Edertal (W60) nach 54:53 gestoppt.

Relin Mehrhoff hat beim Heimspiel die richtige Vorbereitung

Keine Komplikationen unterwegs gab es auf der Kurzstrecke über 3,2 Kilometer: Erwartungsgemäß siegte bei seinem Heimspiel Triathlet Relin Mehrhoff in der sehr guten Zeit von 10:37 Minuten. Wegen des Twistesee-Triathlons am Tag darauf, wollte er sich nicht überlasten: „Der morgige Wettkampf hat Vorrang.“ Wie berichtet, wurde Mehrhoff Dritter der Triathlon-Hessenmeisterschaft.

Kaum eine halbe Minute länger unterwegs war der 32 Jahre ältere Thorsten Kramer aus Battenfeld. Im Ziel zeigte sich der Physiotherapeut sehr zufrieden: „Ich war schnell unterwegs, es lief nach Plan, und es war zum Glück nicht so heiß.“ Den Teamsieg komplett machte der ebenfalls für die LG Eder startende Elias Koch aus Ellershausen in 12:21 Minuten.

Schnellste Läuferin auf der Kurzstrecke war mit einer Zeit von 15:38 Minuten Isabell Müller vom TSV Korbach, gefolgt von ihrer Vereinskameradin Annika Nord (15:51, 1. W 20) und Alicia Torres Minoves (TV 08 Bergheim, 1. W 45).

Greta Preising vom SC Usseln.
Schnellstes Mädchen über 2000 Meter: Greta Preising vom SC Usseln. © Olaf Wickenhöfer

Ordentlich besetzt waren die Kinder- und Jugendläufe. Über 2000 Meter siegte der 14jährige Felix Hesse (LG Eder) mit einer ansprechenden Zeit von 7:31 Minuten, schnellstes Mädchen war mit 8:20 Minuten die zwei Jahre jüngere Greta Preising vom Ski-Club Usseln. Über 1000 Meter setzten sich Aron Schulenberg (M 10, SC Usseln) mit guten 3:40 Minuten sowie Fenja Behle (W 9, TSV Korbach, 4:04) durch.

Nächte Station des Laufcups ist am kommenden Samstag Bergheim. Dort wird auf bestenlistenfähiger flacher Strecke auch wieder ein Halbmarathon angeboten. (Olaf Wickenhöfer)

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