Gruppenligist nur eine Halbzeit stark

Erst aufgeholt, dann geschlafen: Goddelsheim/ Münden 3:5 bei SG Neuental/Jesberg

Steffen Butterweck
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Steffen Butterweck, Doppeltorschütze der SG

Sie glichen ein 1:3 aus und wollten das Spiel kippen. Doch es kippte wieder zurück, und die SG Goddelsheim/Münden bleibt bei 21 Punkten und Platz sechs stehen.

Kein Grund zur Freude war der letzte Gruppenliga-Auftritt der SG Goddelsheim/Münden in diesem Jahr – nicht für die Lichtenfelser selbst, erst recht nicht für die Waldecker „Klassenkameraden“ Mengeringhausen und Bad Wildungen, deren Abstiegskampf-Konkurrent SG Neuental/Jesberg gestern sein Konto um drei Punkt erhöhen konnte; mit einem 5:3-Sieg gegen die Elf von Trainer Jens Fresen.

Der dürfte mit den ersten 45 Minuten und mit den letzten sechs nicht zufrieden gewesen sein. Und auch Karl-reinhard Grosche vom SG-Vorstand bescheinigte den Gästen erst nach der Pause Gruppenliganiveau. In der ersten Halbzeit kamen diese nämlich mit dem schnörkellosen, auf Kampf aufbauenden Spiel von Neuental nicht zurecht. „So muss man spielen im Abstiegskampf“, so Grosche.

Nachdem Florian Mitze per Kopf (19.) eine dicke Chance vergeben (19.) und auch Fabian Thomas aus 20 Metern knapp daneben gezielt hatte (20.) ging die Heimelf in Führung: Ben Zornhagen nutzte in abseitsverdächtiger Position ein Zuspiel von Zinar Dag zum 1:0 (26.). Ebenfalls kein Pfiff ertönte aus Lichtenfelser Sicht wenig später, als Mitze elfmeterreif gefoult wurde. (28.). Zur Pause stand es schließlich 2:0, weil nach einer Flanke von Raphael Wanner erneut Zornhagen zur Stelle war (41.).

SG Goddelsheim/Münden: Doppelpack von Steffen Butterweck

Nach deutlichen Worten in der Kabine ging Gästecoach Fresen mit zwei zusätzlichen Offensivleuten volles Risiko; wechselte Daniel Butterweck (Angriff) und Kevin Vesper ein, der auf der „Zehn“ agierte. „Jetzt war es von uns ein Spiel auf ein Tor“, berichtete Grosche. Und mit nahezu gleichem Schema traf Goddelsheim/Münden dreimal. Daniel Thomas besorgte das 1:2 (54.), kurz nachdem Niklas Göbel den Pfosten getroffen hatte (48.). Dann war wieder Zornhagen dran, der nach einem Konter aus acht Metern einköpfte und auf 3:1 stellte (56.).

Göbel hatte dann wieder Pfostenpech für den Gast (62.), ehe Steffen Butterweck, der bei jedem Standard mit vorn war, einen seltenen Doppelpack erzielte. Zwei Kopfbälle führten zum 3:3 (70., 77.). Die Vorlage stammte – wie schon beim ersten SG-Tor – von einer Kopfballverlängerung von Daniel Butterweck.

„Wir mussten das Ding dann eigentlich drehen“, so Grosches Eindrücke. Dazu kam es aber nicht – weil Neuentals Torhüter Julian Hilbert zwei Bälle von Daniel Butterwecks klasse parierte (82., 86.); und weil die Gästeabwehr bei einer Ecke der Platzherren im Tiefschlaf verweilte. Tobias Wolf staubte zum 4:3 ab (87.). Das Kontertor durch Konstantin Hess in der Nachspielzeit gegen die aufgerückten Lichtenfelser war der Deckel auf deren Niederlage.  (schä)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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