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TuSpo erwartet Goddelsheim/ Münden: Trainer erwarten Unbequemes

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Kein Fußbreit dem Gegner: Dennis Jakob vom TuSpo (links) bedrängt beim Mengeringhäuser 4:2-Sieg im April in Goddelsheim SG-Kapitän Kevin Vesper.
Kein Fußbreit dem Gegner: Dennis Jakob vom TuSpo (links) bedrängt beim Mengeringhäuser 4:2-Sieg im April in Goddelsheim SG-Kapitän Kevin Vesper. © bb

Erneut ein Derby in der Gruppenliga Kassel. Und ein Heimspiel des TSV/FC Korbach, der das letzte Derby schnell vergessen machen will.

Mengeringhausen – Goddelsheim/Münden. Seit dreieinhalb Wochen haben die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen nicht mehr an der Hagenstraße gespielt. Der letzte Gruppenliga-Auftritt auf dem eigenen Platz ging mit 1:2 gegen den TSV/FC Korbach unglücklich verloren. Der Spielplan will es so, dass am Sonntag (15 Uhr) Korbach-Bezwinger SG Goddelsheim/Münden bei den Grün-Weißen auftaucht.

„Ein unbequemer Gegner, der hinten sehr gut steht“, sagt TuSpo-Trainer Patrick Gries. Das 4:0 der Lichtenfelser am Mittwochabend auf der Hauer haben etliche aus der Mengeringhäuser Mannschaft gesehen. Sie werden mitgenommen haben, dass sie sich gegen die SG besser keine Ballverluste im Aufbau gestatten – das Umschaltspiel des Gegners, meistens über Mirco Grosche, lief eins a.

Eine Verlustquelle sind permanente Einzelaktionen. Gries hat sie für sein Team beim 1:4 in Hertingshausen bemängelt und eine gewisse „selbstgefällige Art“ festgestellt. Eine Forderung an seine Spieler leitet sich daraus ab: „Wir müssen wieder als Mannschaft agieren und geschlossen auftreten.“

Den Vergleich mit dem Waldecker Rivalen nach zuletzt zwei Niederlagen reiht der Übungsleiter in eine Folge von vier Partien ein, die für den weiteren Verlauf der Vorrunde entscheidend seien. „Danach wissen wir, wo die Reise hingeht“ – also doch wieder Abstiegskampf oder, wie Gries sagt, „die sicheren Gefilde“. Sein Kader ist komplett; noch nicht ganz sicher scheint der Einsatz von Giulian Braun.

Jens Fresen fährt wohl mit dem gleichen Aufgebot an die Hagenstraße wie am Mittwoch an die Hauer; eventuell sitzt Niklas Göbel mit im Auto. Die Favoritenrolle will der Trainer der SG, trotz Derby-Schub, nicht annehmen „Wir haben letztes Jahr im Rückspiel gesehen, dass Mengeringhausen ein guter Gegner ist. Da musst du alles raus- hauen und dir die Punkte hart erarbeiten“ sagt er unter Verweis auf das 4:2 für den TuSpo Ende April.

„Das wird ein unbequemes Spiel, wo du über die Grundtugenden erst einmal ins Spiel kommen musst“, erwartet Fresen. Wenn das klappt wie in Korbach, muss er sich nicht groß sorgen. Weiß er selbst. „Tatsächlich habe ich wenig zu bemängeln. Ein, zwei kleine taktische Fehler und die Chancenauswertung, ansonsten war es ein weitaus fehlerfreies Spiel“, sagt er über den ersten Auswärtssieg der Saison. Gefreut hat ihn, dass Jannik Guntermann spät doch noch traf. In der ersten Halbzeit habe seinem Angreifer „doch ein wenig das Spielglück“ gefehlt.

Altenlotheim – Hertingshausen (Sa. 16 Uhr). Manchmal kann man auch aus Niederlagen Zuversicht schöpfen. Dem TSV Altenlotheim geht es so mit dem unglücklichen 0:1 in Schwalmstadt durch ein Eigentor. Die Frage ist, wie viel davon im Heimspiel gegen den Tabellensechste Hertingshausen ankommt. Die Gäste, vier Zähler besser als ihr Gastgeber, haben ihre Stärken offenbar im Angriff und ihre Abwehr ist nicht so sattelfest – diesen Schluss lässt jedenfalls das Torverhältnis (18:15) zu.

„Hertingshausen ist, wenn man sie spielen lässt, sehr spielstark“, sagt Altenlotheims Trainer Robin Wissemann und fügt an: „Letzte Saison haben wir das sehr gut unterbunden.“ Ohnehin hat sein Team alle Punktspiele seit 2020 gegen den Gegner gewonnen. Der verfüge in den Kraus-Brüdern und Torjäger Maik Ciba über drei Spieler, „die für Gruppenliga-Verhältnisse außergewöhnlich gut sind“, sagt Wissemann. Gut deshalb für ihn, dass sein Bruder Patrick, Raphael Menkel und Rudi Hofert wieder im Kader sind. Ausfallen werden Max Paulus und wohl, wegen einer Rippenprellung, Tim Backhaus.

Korbach – Schwalmstadt (So., 15 Uhr). Dass eine Klatsche irgendwann mal fällig sein würde, hatte Uwe Tenbusch geahnt. „Es musste ja nicht gerade im Derby sein“, sagt Korbachs Trainer beim Blick zurück auf das 0:4 am Mittwoch gegen Goddelsheim/Münden. „Das tut weh.“ Der kommende Gast scheint als Aufbaugegner ungeeignet, bisher hat der 1. FC der Ligakonkurrenz keinen einzigen Punkt überlassen.

Der TSV/FC wird die Partie defensiver angehen als gewohnt. Tenbusch sagt zwar, er könne sich nicht vorstellen, „dass wir noch mal so schlecht spielen wie am Mittwoch“. Aber weil im Angriff kein Eric Fuchs (verletzt) Gegenspieler bindet, erscheint es ihm ratsam, mit Viererkette und nur einer Spitze zu beginnen und „hinten stabiler zu stehen“. Zumal mit einer Rückkehr von David Will (Zerrung) ins Mittelfeld noch nicht zu rechnen ist. Zwar haben die jungen Korbacher „nichts zu verlieren“, so Tenbusch, aber doch was zu gewinnen.

Tabellenführer Schwalmstadt quittierte am Mittwoch seine erste Pflichtspielniederlage der Saison im Kreispokal, die Mannschaft von Marco Schwab unterlag Verbandsligist TSV Wabern mit 1:3. Auf die Verliererseite geriet der 1. FC, als Vedran Jerkovic angeschlagen den Platz verlassen hatte. Unklar ist, ob der Kapitän in Korbach auflaufen wird. Klar ist dagegen, dass Serkan und Kenan Atas wieder dabei sind.    (mn/bb)

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