Bezirksoberliga

Gute Külter Erinnerungen - Bad Wildunger und Korbacher Handballer wollen nachlegen

„Wir schauen nur auf uns.“ Mit dieser selbstbewussten Einstellung geht Trainer Harald Meißner und sein Wildunger Team ins Spiel gegen die HSG Lohfelden.
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„Wir schauen nur auf uns.“ Mit dieser selbstbewussten Einstellung geht Trainer Harald Meißner und sein Wildunger Team ins Spiel gegen die HSG Lohfelden.

Der Vergleich zweier Auftaktsieger könnte am zweiten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga der Männer gleich mal richtungsweisend sein.

Korbach – In Bergheim erwartet die HSG Bad Wildungen am Samstag die HSG Lohfelden/Vollmarshausen. Ganz ähnlich sind die Vorzeichen für das Gastspiel der TG Wehlheiden beim TSV Korbach,während der TV Külte als Außenseiter zur HSG Baunatal II fährt.

Korbach – Wehlheiden. Nach dem 24:21-Sieg in Zwehren folgt für den TSV das Heimspiel gegen den Landesliga-Absteiger. Wehlheiden. Der Titelkandidat trennte sich zum Start 34:34 von der HSG Baunatal II. „Das Ergebnis ist nicht so zu bewerten, wie es aussieht“, sagt Korbachs Trainer Robert Müller. „Wenn man sich den Kader der Baunataler anschaut, dann sind die mit vielen Spielern angetreten, die früher höherklassig gespielt haben. Das ist eine ganz andere Qualität, als sie in den vergangenen Jahren hatten.“ Also ein Team mehr, das um den Einzug in die Meisterrunde kämpfen dürfte.

Umso wichtiger ist es für die Kreisstädter, gegen Wehlheiden nachzulegen. Die TG hat nach dem freiwilligen Rückzug aus der Landesliga freilich wieder eine gute Mannschaft geformt. „Auf unsere Abwehr wird einige Arbeit zukommen“, sagt Müller mit Blick auf Spieler wie Niklas Konze oder Mirko Dworog. Müller fordert, dass seine Defensive dem Angriff der Gäste körperlich robust begegnet, um wieder einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle zu erzielen.

Dazu hat der TSV in dieser Woche an den Schwächen aus dem Zwehren-Spiel gearbeitet. „Chancenverwertung und Flexibilität im Angriff waren die Hauptpunkte im Training“, berichtet Müller.

Sein Kader ist bis auf die Langzeitverletzten komplett, auch Lukas Westmeier und Luk Schäfer sind dabei. Dazu hofft Müller auf die Unterstützung der Fans. „Die Jungs brennen, vor einer großen Kulisse den ersten Heimsieg einzufahren.“ Das Spiel findet unter 2G-Bedingungen in der Kreissporthalle statt.

Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim – Lohfelden/Vollmarshausen. Nach dem geglückten Saisonstart mit einem Kantersieg (38:25) in Külte wartet auf die Wildunger Handballer in der Großsporthalle Edertal mit der HSG Lohfelden/Vollmarshausen eine gut eingespielte Mannschaft, die der Wildunger Trainer Harald Meißner gut kennt. Der Coach möchte aus dem ersten Saisonspiel seiner Mannschaft vor allem die kompakt stehende Abwehr, das gradlinige Spiel nach vorn und viele überzeugende Torabschlüsse mit ins nächste Spiel nehmen. Er erwarte ein technisch gutes Handballspiel, das viele Zuschauer verdient hätte.

Nicht wiedersehen möchte der Wildunger Coach hingegen einige Verhaltensweisen seiner Spieler in Halbzeit zwei. Im Gefühl des sicheren Sieges habe seine Mannschaft weniger investiert, die Einstellung sei lascher geworden, zu wenig Spiel ohne Ball und Tempo rausgenommen. „In dieser Phase konnten wir gut erkennen, was uns auch wehtut.“

Die Spieler freuen sich natürlich auf das erste Heimspiel seit Wochen. „Ich wünsche uns und vor allem den Spielern viele Zuschauer in der Bergheimer Halle“, sagt der Coach

HSG Baunatal II – Külte. An diesen Gegner erinnern sich die Külter gern. Als die Handballwelt noch virusfrei war, schlugen sie die Landesliga-Reserve in der Saison 2019/20 als Aufsteiger in Hin- und Rückspiel. „Wir hatten jeweils einen guten Tag erwischt“, sagt Trainer Sigurd Wachenfeld. Darauf muss er auch am Sonntag (15 Uhr, Sporthalle Hertingshausen) hoffen, denn Baunatal hat zum Saisonstart mit dem 34:34 bei der TG Wehlheiden, Wachenfelds persönlicher Aufstiegsfavorit, gelinde überrascht. Und könnte jetzt um einen Platz in der Meisterrunde mitspielen.

Aus der Partie in Wehlheiden leitet Wachenfeld für die Seinen eine mutmaßlich entscheidende Aufgabe ab: Marius Seifert (11), Marian Seibert (8) und Janik Richter (8) stoppen, die am Sonntag 80 Prozent der HSG-Treffer erzielten. Der Trainer überlegt, ob er in der Abwehr einen 4:2-Verbund wählt oder auch kurze Deckung veranlasst. Unbedingt müsse sein Team in der Abwehr aggressiver agieren als zum Auftakt gegen Bad Wildungen (25:38). „Mal gucken, ob wir da was gelernt haben“, sagt er.

Der TVK-Kader ist nicht ganz komplett, Stefan Stein und Sven Häring fehlen aus privaten Gründen. Der Einsatz von Bernhard Schwidessen (berufliche Gründe) war noch nicht sicher. Dazu meldeten sich Spieler unter der Woche erkältet ab. „Ich hoffe, dass sie am Wochenende können“, sagt Wachenfeld. (red)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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