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Handball: Aufsteiger Twistetal II gewinnt das Derby in Bergheim

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Linda Schmidt (Twistetal) ist durch, Antonia Sattar und Kathrin Klask (HSG Bad Wildungen) haben das Nachsehen; hinten Luisa Hildebrand.
Nur noch das Tor vor sich: Linda Schmidt (Twistetal) ist durch, Antonia Sattar und Kathrin Klask (HSG Bad Wildungen) haben das Nachsehen; hinten Luisa Hildebrand. © malafo

Die Handballerinnen der HSG Twistetal II haben das Waldecker Derby der Bezirksoberliga für sich entschieden. Mit 20:17 (9:7) holte der Aufsteiger bei der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II seinen zweiten Saisonsieg.

Bergheim - So weit, so unstrittig. In der Spielanalyse waren sich die Trainer jedoch eher uneins.„Kämpferisch waren wir voll da, haben aber 14 Hundertprozentige liegen lassen. Hätten wir die Hälfte davon reingemacht, wäre das Spiel anders ausgegangen“, resümierte Sandra Wrzosek für die Südwaldeckerinnen. Sie gab als Vertretung der gesundheitlich angeschlagenen Dörte Sattar ihr Debüt an der Seitenlinie.

Dagegen fand Dennis Winkler am Ergebnis wenig zu deuteln. „Unser Sieg hätte noch höher ausfallen müssen“, sagte Twistetals Trainer. Den Erfolg wollte er nicht überbewerten: Wie Heiligenrode im ersten Spiel sei auch Bad Wildungen ein „direkter Gegner“ im Kampf um den Klassenerhalt.

Beide Teams spielten überaus nervös; vielleicht auch weil sie eine gemeinsame Historie haben. Die Folge: Zahlreiche technische Fehler, Ballverluste und kaum Treffer. Die HSG Bad Wildungen ging durch ihre beste Werferin Antonia Sattar nach 91 Sekunden in Führung – es sollte die letzte der Partie sein.

Twistetal legt Nervosität eher ab

„Uns haben einfach die Nerven geflattert“, sagte Sandra Wrzosek auch mit Blick auf die Fehlwürfe. Eine ganze Reihe von Bällen parierte Keeperin Louisa Schlömer, die Trainer Winkler für ihre Leistung ausdrücklich lobte. Am Kreis wechselte sich Svenja Jäger aus der „Dritten“ mit Nathalie Padtberg ab, „gelernte“ Rechtsaußen.

Die Gäste legten ihre Nervosität bald wenigstens teilweise ab. Sie setzten sich nach gut einer Viertelstunde erstmals etwas deutlicher ab, als Beke Mehring das 6:3 für ihr Team erzielte. Die A-Jugendliche konnte zur Erleichterung von Winkler ebenso wie Marie Köster aushelfen. weil das Oberliga-Spiel der Juniorinnen abgesagt worden war.

Antonia Sattar bringt HSG Bad Wildungen noch einmal heran

In der zweiten Halbzeit vergrößerte Twistetal seinen Vorsprung. Die starke Linksaußen Sina Koch erzielte das 17:12, Larissa Runte ließ Tor Nummer 18 folgen (46.). Doch danach lief bei den Gästen im Angriff nur noch wenig zusammen, während Antonia Sattar mit fünf Toren bis zur 53. Minute die Heimsieben auf 17:19 heranbrachte. Bei diesem Spielstand verwarf sie einen Siebenmeter, kurz darauf erhöhte Linda Schmidt auf 20:17 für Twistetal. Die Entscheidung.

Während jetzt die Nordwaldecker den perfekten Saisonstart bilanzieren, wird Bad Wildungen einen Weile brauchen, um den Umbruch zu bewältigen. „Klar ist hier noch Luft nach oben“, sagte Wrzosek, meinte aber auch: „Trotz der Niederlage war das eigentlich ganz okay für das erste Heimspiel.“ (gos/mn)

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