Schwacher Abschluss als K.o.-Faktor

Wildunger Frauen verlieren Derby bei HSG Ederbergland

Handballszene: Spielerin im Sprungwurf, Torhüterin vor sich.
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Ob der reingeht? Jana Albus (HSG Bad Wildungen II) hat nur noch Ederberglands Torhüterin Lena Schubert vor sich. Sie wird vergeben.

Am Ende des Gastspiels bei der HSG Ederbergland gab die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/ Bergheim II ihren Vorsprung her und quittierte mit 23:25 (13:11) eine Niederlage – die dritte dieser Bezirksoberliga-Saison.

Frankenberg – Klaus-Jürgen Reinicke klang geknickt. Wie auch nicht. Der Trainer wusste, woran er die nicht eben erwartete Pleite vor allem festzumachen hatte. „Wir haben über das gesamte Spiel 18 freie Würfe nicht gemacht. Das geht einfach nicht, so viele Chancen nicht zu nutzen. Das kann man im Handball nicht ausgleichen“, sagte er ein wenig ratlos.

Die Gäste hatten trotzdem von der ersten Minute an geführt. Beim 7:2 durch ihre beste Torschützin Alexandra Coman (15.) waren sie das erste Mal ein gutes Stück weit weg. Gut acht Minuten später stellte Anamarija Mustapic auf 12:7,.

Dann kam eine Phase mit jenen Abschlüssen, die Reinecke so beschrieb: „Pfosten, Latte oder knapp vorbei am Tor.“ Bis zur Pause erzielte die Waldecker HSG nur noch einen Treffer; Ederberglands Keeperinnen hatten an dieser Magerquote nicht den größten Anteil.

Das 23:22 für Ederbergland als Kipppunkt

Nach Wiederbeginn ließen die unbedingt auf Erfolg gepolten Gastgeberinnen den Gegner nie mehr als mit zwei Toren davonkommen – das letzte Mal zum 20:22, das Malina Straßer markierte (52.). Ihren Kipppunkt erreichte die Partie mit dem 23:22 durch Julia Fackiner (55.), die mit acht Torerfolgen beste Werferin des Siegerteams war. Reinickes folgende Auszeit blieb ohne Wirkung.

Der Druck auf seine Mannschaft sei dermaßen groß gewesen, dass die Chancenverwertung noch schlechter geworden sei, sagte der Trainer über die Schlussphase. Die Aktionen wurden hektisch, die Abschlüsse noch ungenauer – nur noch ein Tor in den letzten fünf Minuten zeugt davon.

Die bis zum Schluss kämpfenden Ederbergländerinnen hätten auch einfach den Tick mehr Glück gehabt, sagte Reinicke. Das Abwehrverhalten seines Teams sei über weite Strecken okay gewesen. Leider sei die Torhüterleistung kein Faktor geworden. „Grundsolide, aber nicht so, dass sie uns in den entscheidenden Momenten geholfen hat.“ Die gehaltenen „Hundertprozentigen“ hätten nicht stattgefunden.

Beim Blick auf die Tabelle macht sich Reinicke noch keine große Sorgen. „Da ist noch enorm Bewegung drin. Die Mannschaften sind alle dicht beieinander.“ Er gehe aber ohnehin davon aus, dass die Serie wegen der Corona-Lage „innerhalb der nächsten zwei Wochen abgebrochen wird“.  mn

Tore HSG Bad Wildungen II: Straßer 7/2, Blaufuß 3, Mustapic 4, Coman 9.

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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