Bezirksoberliga: 28:33 bei HSG Lohfelden/Vollmarshausen

Vier-Tore-Führung, aber keine Überraschung: Bad Wildunger Frauen unterliegen Spitzenreiter

Daumen hoch: Bad Wildungens Trainer Klaus Reinicke sieht trotz Niederlage gute Fortschritt bei seinem Team, das dem Spitzenreiter gestern nur knapp unterlag.
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Daumen hoch: Bad Wildungens Trainer Klaus Reinicke sieht trotz Niederlage gute Fortschritt bei seinem Team, das dem Spitzenreiter gestern nur knapp unterlag.

Stark, aber unbelohnt: Die Handballfrauen der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II, Letzter der Bezirksoberliga, waren gegen Primus HSG Lohfelden beim 28:33 (16:16) dicht dran an einem Coup.

Bergheim – Die Coaches beider Teams waren sich einig und resümieren, dass „die glücklichere Mannschaft, nicht unbedingt die bessere“ gewonnen habe. Auch das Endergebnis sei zu hoch. Den Schlüsselmoment für die Niederlage sah Wildungens Trainer Klaus Reinicke, der ein Spiel auf Augenhöhe sah, in der Schlussphase. Die ersten 50 Minuten „lief eigentlich alles nach Plan. Wir haben Rückstände aufgeholt und unser Spiel gemacht.“

Nach knapp 17 Minuten lagen die Gastgeberinnen mit immerhin vier Toren zurück, trotzdem ließen sie sich nicht unterkriegen, kämpften sich heran und schafften zur Halbzeit den Ausgleich. So ausgeglichen sollte es bis zur 48. Minute weitergehen: Wildungen kam nicht nur ran, sondern sicherte sich mit Nicole Sperlings Treffer (44.) sogar eine Vier-Tore-Führung.

Knackpunkte: Rot und Siebenmeter

Dann aber nahm Lohfelden/Vollmarshausen eine Auszeit und überrollte danach Wildungen mit sechs Toren in vier Minuten. Entscheidend waren für den Coach die Rote Karte für Alexandra Coman (47.) beim Stand von 24:20 und der verworfene Siebenmeter von Tessa Westermann (54.) beim Stand von 26:28. „Wir haben dann total den Faden verloren“, befand Reinicke, der aber die herausragende Leistung beider Spielerinnen betonte – Westermann war elf Toren die beste HSG-Schützin.

Auch die gegnerische Torhüterin Joelina Radon, die einen „Sahnetag“ erwischt hatte, trug ihren Teil zum Auswärtssieg bei „In dieser dramatischen und hektischen Endphase sind wir einfach aus dem Tritt gekommen“, so Reinicke. Der Coach versuchte im 7-6-Angriff, zumindest noch auszugleichen; das Risiko blieb unbelohnt. Den Kopf lässt der Wildunger Coach trotzdem nicht hängen. „Wir sind auf einem guten Weg: Die Moral der Mannschaft ist tadellos, sie geht volles Rohr und kämpft.“ (Lukas Goos)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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