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Handball-Bezirksoberliga: Für heimisches Trio geht lange Saison zu Ende

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Nicht dabei: Haktan Ayanoglu (Wildungen) muss wegen einer Knieverletzung aufs letzte Saisonspiel verzichten.
Nicht dabei: Haktan Ayanoglu (Bad Wildungen, rechts) muss wegen einer Knieverletzung aufs letzte Saisonspiel verzichten. © malafo

Handball spielen ohne Druck. So kann man die letzten Saisonspiele der heimischen Männerteams in der Bezirksoberliga umschreiben.

Die HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim verabschiedet sich in der Aufstiegsrunde mit einem Heimspiel gegen die HSG Hoof von dieser Spielzeit. In der Abstiegsrunde beendet der TSV Korbach die Saison in eigener Halle mit dem Spiel gegen Eintracht Baunatal II.

Der TV Külte gastiert noch mal in Zierenberg. Ob er absteigen muss, hat er nicht mehr selbst in der Hand. Das entscheidet sich in Relegationsspielen zum Landesligaaufstieg, die in der kommenden Woche stattfinden.

Aufstiegsrunde: Bad Wildungen erwartet Schlusslicht

Wildungen/Friedrichstein/Bergheim - Hoof/Sand/Wolfhagen (Hinspiel 29:24). Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft von Trainer Harald Meißner das jüngste 28:38 in Kassel gegen den SVH verdaut hat. Mit der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen könnte morgen (18 Uhr) ein guter Aufbaugegner in die Halle der Gesamtschule Edertal kommen, denn gegen den hat es im Hinspiel (29:24) gut geklappt. Auch der Tabellenstand spricht für Meißners Farben, denn der Gegner der Badestädter ziert das Ende.

Auf die Favoritenrolle pfeift Meißner: „Mir ist egal, ob wir Favorit sind oder nicht. Fakt ist: Das ist unser letztes Heimspiel und das wollen wir gewinnen.“

Vermutlich hat er recht, denn Kaderstärke ist wichtiger als Tabellenstände. Und Meißners Team muss erneut mit dezimiertem Kader auflaufen. Es fehlen Haktan Ayanoglu (Knieverletzung), Daniel Mentel, Jan und Julius Krathge und Moritz Jungermann (alle privat verhindert). „So ist das eben in einer Saison, die viel länger geht als gedacht“, sagt der Coach, aber sein Siegeswille bleibt: „Wir wollen alle mit einem guten Gefühl in die Pause gehen, dann müssen wir das letzte Heimspiel gewinnen.“

Abstiegsrunde: Platz eins für Korbach noch drin

HSC Zierenberg – TV Külte (26:25). An Zierenberg dürfte Kültes Trainer Sigurd Wachenfeld keine guten Erinnerungen haben, denn seine Farben mussten im Hinspiel eine Heim-Klatsche mit elf Toren Differenz hinnehmen. Doch seine Mannschaft geht morgen (16 Uhr) mit mehr Rückenwind in diese Partie, denn sie gewann das letzte Ligaspiel gegen Heiligenrode und warf 37 Tore. Noch breiter dürfte die Külter Brust wegen des Siegs beim eigenen Pfingstturnier sein. „Das ist schon etwas Besonderes“, betont Wachenfeld und „war uns ein Highlight.“ Da das Spiel in Zierenberg sportlich keine Bedeutung mehr hat, gab der Coach seinen Spielern in dieser Woche trainingsfrei. Mal sehen, was da an Kraft im Külter Team getankt wurde.

Bei so viel Verletzungspech und Corona-Ausfällen in dieser Saison, hofft der Coach einfach nur, dass „wir eine spielfähige Mannschaft nach Zierenberg schicken können“. Wachenfeld möchte sich ordentlich von dieser langen Saison verabschieden und diese mit der Mannschaft nach dem letzten Spiel angemessen feiern.

Korbach – Eintracht Baunatal II (32:32). Auch für die Korbacher geht heute (18.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die Baunataler Reserve eine lange Saison zu Ende. Und Trainer Robert Müller ist froh, das diese Spielzeit vorüber ist. „Wir haben jetzt 13 Monate am Stück durchgezogen und brauchen endlich mal eine Pause und auch ich als Trainer muss mal wieder durchatmen.“

Die Saison ging noch nie bis Mitte Juni und deshalb plant Müller auch eine lange Sommerpause, damit sich jeder vom Handball erholen kann. Erst Ende Juli will er mit der Vorbereitung beginnen. „Sie wird dann intensiver, weil die neue Saison Mitte September beginnen soll.“

Ein Ziel hat Müller aber noch in der alten Saison: Rang eins in der Abstiegsrunde. Dafür muss ein Sieg über Baunatal her und Reinhardswald müsste in Zwehren verlieren. Für Müller ist Baunatal mit seinem Team die beste Mannschaft in der Abstiegsrunde. Das Hinspiel endete 32:32 mit ersatzgeschwächtem Kader.

Nach dem Spiel will die Mannschaft vor der Kreissporthalle den Saisonabschluss mit den Fans feiern. Müller hofft noch mal auf viele Unterstützer. (gos/tsp)

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