Derby zur Halbzeit entschieden

Handball-Bezirksoberliga: Wildunger lassen beim 38:25 in Külte nichts anbrennen 

Treffsicher: Tobias Böttner war gegen TV Külte der erfolgeichste Bad Wildunger Torschütze.
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Treffsicher: Tobias Böttner war gegen TV Külte der erfolgeichste Bad Wildunger Torschütze.

Das war gleich sehr heftig für die Handballer des TV Külte. Die Halle war endlich mal wieder voll Zuschauer (2G) und dann setzt es zum Saisonstart gleich eine Klatsche.

Die Spieler von Trainer Sigurd Wachenfeld verloren die Bezirksoberliga-Partie gegen die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim mit 25:38 (10:25). Wachenfeld wartet gleich zu Beginn seiner Analyse mit einem überraschenden Satz auf: „Dass es so ausgehen kann, kam für mich nicht so ganz unerwartet, denn Wildungen hat schon eine sehr starke Mannschaft.“

Sein Kollege aus der Badestadt, Harald Meißner, beschreibt den heftigen Sturm, den seine Spieler in den ersten 30 Minuten entfacht und einen Spielstand von 25:10 gesorgt haben, mit sechs Worten: „Wir waren sehr diszipliniert, fokussiert und konzentriert.“ Und in Halbzeit zwei, sei es bei solch einem Vorsprung, klar, dass man den einen oder andern Schritt weniger mache. Deshalb hat der TV Külte auch die zweite Halbzeit 15:13 gewonnen.

TV Külte: Was Trainer Wachenfeld auf seine Kappe nimmt

Wachenfeld und seiner Trainerkollegen haben von ihrer Mannschaft auch nicht so ein schlechtes Spiel gesehen, wie es das Ergebnis vermuten lässt. „ Wir haben im Angriff sogar recht ordentlich gespielt, sind aber häufig an einem sehr guten Wildunger Torwart Lukas Göthe gescheitert, aber natürlich muss ich zugegeben, dass wir in der Abwehr nicht mit den Wildungern klargekommen sind.“ Dieses Manko nimmt der Coach auch teilweise auf seine Kappe. „Ich hatte gesagt, sie sollen sich nicht rauslocken lassen, sondern kompakt in der 6-0-Deckung stehen bleiben. Das haben einige meiner Spieler wohl falsch verstanden, denn sie waren oft zu passiv.“

Die Konsequenz aus dieser Unbeweglichkeit waren eine Vielzahl an Wildunger Toren aus dem Rückraum. Nach dem Wechsel stellte der Coach seine Abwehr auf 4-2 um. Dadurch hat sie die Kreise der besten Wildunger etwas besser gestört. Wachenfeld hat noch einen weiteren Fehler im Spiel seiner Mannschaft festgestellt: Wir verlieren zu leicht die Bälle durch zu risikoreiches und unkonzentriertes Passspiel.“ Aus dem Kürter Rückraum sei auch zu wenig gekommen. „Hier waren wir nicht mutig genug, haben Angriffe oft nicht so gut vorbereitet und zu früh geworfen.“

SG Bad Wildungen: Abwehr leistet gute Arbeit

Natürlich hat auch eine gute Wildunger Mannschaft alle diese Mängel beim Gegner mitverursacht. Vor allem die Abwehr der Badestädter hat gute Arbeit geleistet. Das sah der Coach auch so: „Wir haben in Abwehr gut verschoben, dadurch viel Bälle geklaut und die Külter zu schlechten Abschlüssen gezwungen, auch das Laufspiel ohne Ball funktionierte gut.“ Dadurch habe seine Mannschaft auch eine gute erste und zweite Welle gespielt und einige einfache Tore erzielt.

In der zweiten Halbzeit hat der Wildunger Trainer all seinen Akteuren viel Spielzeit gegeben. „Wir konnten auch taktisch einiges ausprobieren, dadurch war unser Spielrhythmus auch nicht mehr so rund“, sagte ein durchweg zufriedener Meißner. Aber auch sein Kollege Wachenfeld konnte aus dieser Partie einige positive Sachen mitnehmen.  (rsm)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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