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Handball-Derby: Külte mit Aufwind, Korbach mit Druck

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Gerangel: Der Külter Stefan Fritsch versucht sich gegen die Gästespieler Lukas Westmeier, Daniel Pok und Kevin Scholz durchzusetzen. Ob das Derby-Rückspiel so umkämpft wird wie diese Szene aus dem Hinspiel?
Gerangel: Der Külter Stefan Fritsch versucht sich gegen die Gästespieler Lukas Westmeier, Daniel Pok und Kevin Scholz durchzusetzen. Ob das Derby-Rückspiel so umkämpft wird wie diese Szene aus dem Hinspiel? © bb

Wie in der Hinrunde hält die Bezirksoberliga zwei Derbys in Folge bereit: Ehe die Korbacher bei der HSG Bad Wildungen zu Gast sind, kreuzt der TSV mit dem TV Külte die Klingen.

Am Samstag ab 18.30 Uhr steigt das Waldecker Kreisduell in der Kreissporthalle. Am Sonntag will die HSG Bad Wildungen bei der HSG Baunatal II liefern und abholen: zwei Punkte.

Korbach – Külte (Sa., 18.30 Uhr). Was kommt da in der Handball-Bezirksoberliga der Männer am Samstagabend für ein seltsames Kreisderby auf die Fans zu? Die einen sehen sich nicht so gut vorbereitet, aber als Favorit und wollen gewinnen; die anderen sehen sich im Aufwärtstrend, aber dass die Trauben zu hoch hängen, um zu gewinnen. Klartext: Der TSV Korbach empfängt den TV Külte und muss wohl eher liefern als die Gäste.

Der Rückblick ist so unterschiedlich wie der Ausblick: Die Korbacher waren personell arg dezimiert, mussten das letzte Spiel verlegen. Die Erinnerung an das einzige Spiel 2022 sind unangenehm – Heimpleite gegen Zwehren. „Das Lazarett hat sich etwas gelichtet“, vermeldet Robert Müller, und der TSV-Coach hat in Robin Richter-Schluckebier auch wieder einen Torwart zur Verfügung. Die Niederlage gegen Zwehren habe sein Team hoffentlich wachgerüttelt, hofft Müller, denn er sieht keinen Grund, den „hochmotivierten und stark verbesserten Gegner“ aus Külte auf die leichte Schulter zu nehmen.

Külte mit Selbstvertrauen, Korbach mit Siegeswille

Die Külter haben zweimal gespielt, jeweils knapp verloren und dabei durchaus zu überzeugen gewusst. Sigurd Wachenfeld hat seine Freude an der Entwicklung. „Nur Punkte müssen auch mal her“, weiß der TVK-Trainer.

Im Training war Külte aus vielerlei Gründen dünn besetzt, trotzdem kann er morgen voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. „Das ist nicht schlecht, wird zum Gewinnen aber nicht reichen“, gibt sich Wachenfeld vor dem Derby als Bäcker kleiner Brötchen aus. Das 18:26 aus dem Hinspiel dürfe nicht mehr in den Köpfen der Spieler sein: „Wir wollen ohne Druck in das Spiel gehen und vom Selbstvertrauen zehren, das wir in den letzten Spielen gesammelt haben. Sein Team sei klar im Aufwärtstrend, bekräftigt der Külter Coach. „Aber in Korbach hängen die Trauben hoch.“

Robert Müller will mit seiner Truppe die Favoritenrolle annehmen, auch wenn er die Külter für doppelt motiviert hält. „Von den letzten Ergebnissen her sind sie besser drauf als wir. Und wir sind mehr unter Druck. Aber alles andere als ein Sieg wäre das falsche Ziel für uns mit Blick auf das Erreichen der Aufstiegsrunde“, so Korbachs Coach, der mit einer „guten Deckung wie im Hinspiel“ vor allem den besten Gäste-Torschützen Sven Ammenhäuser im Zaum halten will.

250 Zuschauer sind erlaubt

Neue Corona-Vorschriften gelten aufgrund der hohen Inzidenz im Landkreis für das Spiel in Korbach: Zuschauer (maximal 250 sind zugelassen) haben in der Kreissporthalle nur nach 2G-Regel mit zusätzlichem Negativtest Einlass. Für Geboosterte entfällt der Testnachweis.

Baunatal II – Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim (So., 17 Uhr). Größtenteils auf Augenhöhe, aber nicht nach Toren und Punkten – mit diesem Fazit blicken die Wildunger Männer auf das mit 21:27 verlorene Topspiel bei der HSG Lohfelden/Vollmarshausen zurück. Ihr Augenmerk sollte nun weniger Platz eins, sondern umso mehr dem Sichern eines Top-Vier-Platzes gelten.

In Hertingshausen bei der zweiten HSG-Mannschaft, die zuletzt hauchdünn in Külte gewann, sieht Harald Meißner sein Team wieder mehr in der Favoritenrolle. Leicht werde es allerdings nicht, weiß Wildungens Coach: „Baunatal ist eine wurfgewaltige Mannschaft. Gegen diese müssen wir das Tempo hochhalten und mindestens eine Schippe mehr drauflegen, wenn es um die Aggressivität in der Abwehr geht“, so Meißner.

Wie stabil sein Team auftreten kann, bleibe abzuwarten: Die Trainingsbeteiligung war corona- und verletzungsbedingt eher mau. Die, die da waren, hätten gut und intensiv trainiert. Trotzdem könne man laut Meißner Baunatal auch nur schlagen, wenn der Kader ausreichend Wechseloptionen bietet.  (gos/schä)

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