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Handball: HSG Bad Wildungen fehlt zu oft der Zugriff

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Abschluss durch des Gegners Arme: Daniel Mentel (HSG Bad Wildungen) hat sich gegen den Fuldataler Paul Kaldyk behauptet, sein Teamkollege Haktan Ayanoglu (links) hält sich vergeblich bereit.
Abschluss durch des Gegners Arme: Daniel Mentel (HSG Bad Wildungen) hat sich gegen den Fuldataler Paul Kaldyk behauptet, sein Teamkollege Haktan Ayanoglu (links) hält sich vergeblich bereit. © malafo

Die Handballer der HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim haben mit 25:31 (12:18) ihr Heimspiel gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger II in der Aufstiegsrunde der Bezirksoberliga verloren. Ohne ihren Übungsleiter.

Bad Wildungen – Wie viel Anteil hat ein Trainer an Sieg und Niederlage? Die Südwaldecker mussten in der vergangenen Woche und bei diesem Spiel ohne ihren Coach Harald Meißner auskommen. Dazu unten mehr.

.„Es gibt zu diesem Spiel gar nicht so viel zu sagen“, meinte Martin Lambrecht. Er zählt zum erweiterten Kreis des Coaching-Teams, und es fielen ihm dann noch einige Dinge zu diesem Spiel ein. „Wir haben verdient verloren“, sagte er.

Lamprecht betonte zugleich, dass die Niederlage nicht viel mit dem Fehlen von Trainer Meißner zu tun habe. „Sandra Appel und Frank Vester haben das an der Seitenlinie gut gemacht, die Gründe für die Niederlage lagen woanders.“

„In der Abwehr nicht nah genug am Gegner dran“

Lambrecht spielt hier auf den berühmten Schritt an, den die Wildunger Spieler oft zu spät waren. Dieser Fehler endet meist in einer Niederlage. Außerdem haben seinem Team der Zugriff gefehlt. „In der Offensive sind wir mutig und aggressiv in die Bälle reingegangen, in der Abwehr haben wir schlecht verschoben und waren nicht nah genug an den Gegenspielern dran.“ All diese Gründe hätten dazu geführt, dass sein Team von Anfang an dem Rückstand hinterherlaufen musste.

Die Gäste erarbeiteten sich früh einen hohen Vorsprung. Nach zehn Minuten lagen die Wildunger 3:7 und nach 21 Minuten bereits mit 7:12 hinten. Die Fuldataler seien nicht übermächtig gewesen, aber sie hätten auch in dieser Höhe verdient gewonnen, erklärte Lambrecht fair. „Sie waren in vielen Situationen konsequenter als wir und hatten auch eine größere Bereitschaft, den einen Schritt mehr zu machen.“

Auch nach dem Wechsel hatte der Betrachter zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Südwaldecker noch mal näher rankommen könnten. Stattdessen vergrößerten die Gäste den Abstand stetig und spielten die Partie souverän zu Ende. Lamprecht kam dann doch noch mal auf die Trainerfrage zurück: Klar, helfe es der Mannschaft, wenn der Trainer am Spielfeldrand stehe, man habe der Mannschaft auch angesehen, dass ihre eine Trainingseinheit gefehlt habe. Doch er wolle nicht nach Ausreden suchen: „Am Wochenende werden wir ein anderes Gesicht zeigen.“ (gos)

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