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Handball: HSG Bad Wildungen schlägt im Derby Korbach

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Von Angesicht zu Angesicht: Haktan Ayanoglu (HSG Bad Wildungen) setzt zum Wurf an und trifft, Korbachs Torwart Robin Richter-Schluckebier ist machtlos.
Von Angesicht zu Angesicht: Haktan Ayanoglu (HSG Bad Wildungen) setzt zum Wurf an und trifft, Korbachs Torwart Robin Richter-Schluckebier ist machtlos. Links Dave Alscher. © Artur Schönburg

Waldecker Derbys sind in der Handball-Bezirksoberliga der Männer immer für reichlich Treffer gut – und immer gewinnt die HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim.

Bergheim - Am Samstag ging die Mannschaft von Harald Meißner mit einem 44:34 (21:17)-Erfolg über den TSV Korbach vom Parkett und festigte den dritten Tabellenplatz in der Gruppe 1.. Die unterlegenen Gäste können sich immer noch für die Aufstiegsrunde qualifizieren, zumal die HSG zwei Punkte wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen bekommt. Allerdings wächst der Druck.

Die Gastgeber zeigten von Anfang an, dass sie die Punkte mehr wollten als ihr Gegner, sie lagen durchgehend in Führung. Die HSG baute den Vorsprung von 3:2 (7. Spielminute) über 10:6 (16.) auf fünf Treffer aus (16:11, 23.), erfolgreich war jeweils Simon Riedesel.

Dann holte Korbach auf, und als Dave Alscher und Till Westmeier auf 17:18 (29.) verkürzten, schien sich eine Wende anzubahnen. Die Wildunger hatten aber den längeren Atem und trafen in den letzten zwei Minuten des ersten Abschnitts noch drei Mal zum Halbzeitstand.

Müller: Rangekommen, aber die Nerven verloren

„Das hat sich durch das ganze Spiel gezogen“, resümiert TSV-Coach Robert Müller. „Wir sind immer wieder auf zwei oder drei Tore rangekommen und haben dann die Nerven verloren, vorne die Dinger nicht gemacht und im Gegenzug die Treffer kassiert“, sagte er. Am Ende sei die Niederlage für sein Team aber zu hoch ausgefallen.

Müller attestierte der HSG freilich, das bessere Team gewesen zu sein. „Egal, vor welche Probleme wir Wildungen stellen wollten, die haben immer eine Lösung gefunden.“ Das war der Knackpunkt für Harald Meißner: Seine Mannschaft habe sich fast zu hundert Prozent an den Matchplan gehalten. „Bereits beim Warmmachen hat man gemerkt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Das hat sich dann auch in die Anfangsphase übertragen und wir haben 60 Minuten lang dominiert“, fand der HSG-Coach.

Korbach kam dem Gegner in der zweiten Halbzeit nie näher als bis auf drei Tore - und das war schon früh, als Alscher das 18:21 aus Sicht des TSV in der 32. Minute markierte.

Klar, Korbach war ersatzgeschwächt und hat eine junge Mannschaft. Trotzdem suchte Müller keine Ausreden, zog seine Lehren aus dem Spiel: „Wir waren nicht clever und ruhig genug, haben teilweise gespielt als hätten wir Angst, die Führung zu übernehmen. Daran müssen wir arbeiten.“

Wildungen zeigte ein anderes Gesicht., Meißner fand nur kleinere Kritikpunkte: „Klar, hier und da haben wir auch geschwächelt und das ein oder andere Tor nicht gemacht. Unterm Strich können wir aber mehr als zufrieden sein.“

Meißner: Wir haben verdient gewonnen

Die Begegnung war Mitte der zweiten Halbzeit so gut wie entschieden, als Haktan Ayanoglu auf 33:27 stellte (48.). Ausdrücklich lobte Meißner seinen Torhüter Lukas Goethe, der bei seinen Paraden eine bärenstarke Quote von 60 Prozent erreicht habe. Benjamin Efendic hielt in den ersten sieben Minuten zudem alle drei Siebenmeter – auch das hing den Gästen nach.

„Ein klasse Abend und ein Spiel, das wir verdient gewonnen haben“, fasste Harald Meißner zusammen. Die Mannschaft habe auf sich „und vor allem nach vorne geschaut“. Tore für HSG Wildungen: Appel 11, Heß 3, Riedesel 11, Thomas 1, Ayanoglu 11, Brauer 1, Mentel 1, Kleinert 2, Stiel 3. Tore für Korbach: Alscher 12, A. Altaweel 7, Till Westmeier 8, Luk Schäfer 3, Rummel 2, Urban 1, Wilke 1.

Von Lukas Goos

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