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HSG Twistetal verliert und ist nun Letzter

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Handballszene mit einem Werfer, der den Torwart vor unds zwei Abwehrspieler hinter sich hat
Freie Sicht aufs Tor: Luca Meier (Twistetal) hat Tom Stelter sowie Lucas Ockel hinter und Torwart Till Erdmann (beide SHG Hofgeismar) vor sich. © Werner Spitzkopf

Enttäuschung pur in Mühlhausen: Die Handballer der HSG Twistetal kassierten gegen die SHG Hofgeismar/Grebenstein mit 21:27 (9:12) die dritte Niederlage im vierten Saisonspiel der Landesliga Nord 1.

Mühlhausen – Vor der Saison hatte HSG-Coach Steffen Fingerhut das klare Ziel formuliert, er wolle die gute Entwicklung seiner Mannschaft fortsetzen. „Abstiegsrunde wäre ein Rückschritt“, hatte er gesagt. Sie droht nun – zumal das, was sein Team den heimischen Fans am Samstag gegen das bisherige Schlusslicht anbot, den eigenen Ansprüchen nicht genügen konnte. Das wird intern zu besprechen sein.

Twistetal ist nun erst einmal Letzter der Tabelle. „Enttäuschend, dass die Mannschaft, trotz des guten Abschlusstrainings und der guten Kabinenansprache, zu wenig Dinge umgesetzt hat“, befand Fingerhut nach der Partie.

„Es wurde unter anderem von der Mitte aus zu wenig Druck auf die SHG-Abwehr gemacht und wir haben uns in wichtigen Phasen des Spiels unnötige Zeitstrafen eingehandelt. Zudem haben wir zu viele Fahrkarten geschossen“, so Fingerhut weiter.

Nur zweimal Gleichstand erzielt

Dieser Analyse fügte Fingerhut ein Lob für den Gegner an: „Hofgeismar hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert und seine Konzeption durchgebracht. Uns ist dies nicht gelungen.“

Sein Kollege Hazim Prezic bestätigte das. „Ich bin stolz auf die Leistung meiner jungen Mannschaft, in der allein fünf A-Jugendliche stehen. Sie hat das, auf was ich sie in der Vorbereitung auf dieses Spiel eingestellt habe, sehr gut umgesetzt“, sagte der Trainer der SHG.

Die Gastgeber hatten nie zu ihrem Spiel gefunden. Da zudem Hofgeismar/Grebenstein insgesamt mit mehr Dynamik operierte, stand es zur Pause 12:9 für das Team um Philip Schröer.

Die HSG konnte durch Andre Krouhs (7. Spielminute) lediglich zum 2:2 und beim 16:16 (42.) durch Torben Bender zwischenzeitlich den Ausgleich erzielen. Zu diesem Zeitpunkt habe seine Mannschaft „die Euphorie des Ausgleichs“ leider nicht mitnehmen können, gab Fingerhut zurecht zu Protokoll.

Beim 20:23 durch Johannes Happe (57.) keimte noch mal leise Hoffnung auf wenigstens einen Punkt. Doch als nach einer Zwei-Minuten-Bank-Strafe gegen Prezic die HSG in Überzahl zwei Gegentore kassierte und Hendrik Schröder binnen 65 Sekunden seinen dritten Treffer erzielte, war die faire Begegnung endgültig entschieden. Felix Köster machte mit dem 21:27 (60.) nur noch den Deckel drauf.

Die Gäste hatten mehr investiert, und Hazim Prezic war danach bester Laune. „Das Team hat heute sein wahres Potenzial abgerufen. Trotz der geschlossenen Teamleistung möchte ich dennoch meinen Mittelmann, Tobias Gemmecker, noch etwas hervorheben, der für mich „Man of the match“ war, weil er geschickt die Fäden in unserem Offensivspiel gezogen hat“, so der sehr zufriedene Trainer: „In dieser Art und Weise in Mühlhausen zu gewinnen, ist für mich etwas ganz Besonderes.“

Tore für die HSG: Bender 6, Krouhs 4, Happe 4, Lars Fingerhut 3, Meier 2 Bitter 1, Pohlmann 1. (Frank Schmidt)

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