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Handball: Korbach müht sich zum Auswärtssieg, Bad Wildungen geht leer aus

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Daniel Pok (TSV Korbach) wirft
Auf ihn war am meisten Verlass: Daniel Pok traf fünfmal für Korbach in Wehlheiden. © bb

Eine schwache Wurfquote hat den Handball-Bezirksoberligisten TSV Korbach und HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim zu schaffen gemacht. Ein Team gewann trotzdem.

Korbach - Der TSV setzte sich knapp bei der TG Wehlheiden durch. Die Südwaldecker quittierten in Baunatal dagegen eine deutliche Schlappe und liegen jetzt hinter Korbach auf Platz sechs der Tabelle.

Wehlheiden - Korbach 24:26 (14:15). In die „Kategorie Arbeitssieg“ ordnete Trainer Robert Müller den sechsten Saisonerfolg des TSV ein. Das Ergebnis spiegelt diese Einschätzung wider. Der TSV hatte seine liebe Mühe, ehe die Punkte beim Drittletzten eingetütet waren.

Warum, wusste Müller sehr genau. „Wir hatten eine miserable Chancenverwertung. Wir mussten uns quasi jedes Tor erarbeiten.“ Eine Folge: Die Gäste liefen in den ersten 20 Minuten fast ständig einem Rückstand hinterher. Als Wehlheiden sogar auf 12:9 stellte (20.), reagierte Müller und zog die Grüne Karte.

„Wir haben dann über Emotion und Leidenschaft in der Abwehr mehr zugepackt“, sagte der Trainer. Bis zur Pause drehten die Korbacher die Partie, nachdem sie Raphael Harbecke zum 13:12 (26.) erstmals in Führung geworfen hatte. Die Defensivleistung seines Teams lobte Müller ebenso wie Tormann Ivan Blagus; die 24 Gegentore fand er okay

Nur Daniel Pok ein zuverlässiger Werfer

Was den Abschluss betraf, änderte sich nach Wiederbeginn Wesentliches nicht. Regelmäßig schenkte der TSV die Chance zu einer höheren Führung her. Die nie aufsteckenden Wehlheidener blieben so im Spiel und erzielten noch dreimal den Ausgleich. Müller hob als einzigen Werfer Daniel Pok hervor, der im Abschluss viel Verantwortung übernommen habe und vier seiner fünf Treffer im zweiten Abschnitt markierte.

Sein erster wichtiger Treffer war der zum 24:23 für seine Farben (54.). Nach einer Auszeit der TG erhöhte Lukas Westmeier prompt auf 25:23, und schließlich war es Pok, der per Siebenmeter in der 58. Minute das letzte Tor der Partie markierte.

Außerdem ein Punkt: Müller hatte zwischenzeitlich Wehlheidens Spielmacher Sören Kothe durch Harbecke in Manndeckung nehmen lassen. Zudem überstanden die Gäste die Unterzahl nach der Roten Karte gegen Malte Urban (43.) unbeschadet.
Tore für Korbach: Altaweel 1, Urban 2, Harbecke 1, Franke 4, Pawelzyk 2, Westmeier 4, Alscher 3, Pok 5/1, Scholz 4/1.

Eintr. Baunatal II - Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim 34:23 (15:10). Die Schlappe der HSG in der Langenberghalle zeichnete sich früh ab. Baunatal II eröffnete die Partie mit dem ersten Tor, die Waldecker glichen aus, der Tabellenzweite traf wieder, und wieder, und wieder – bis es in der 18. Spielminute plötzlich 10:3 stand. „Wir haben einfach nicht zu unserem Spiel gefunden“, bilanziert Martin Lambrecht, der als Coach an der Seitenlinie agierte.

Zwar wehrten sich die Gäste danach besser, doch gerade als sie sich gefestigt und ein wenig aufgeholt hatten, machten die gastgebenden Großenritter Gebrauch von der Grünen Karte (25.). Damit grätschten sie mitten in die kleine Drangphase der Waldecker hinein, die immerhin bis auf fünf Tore rangekommen waren (12:7). Mit diesem Abstand retteten sie sich auch in die Halbzeit.

Starker Efendic reicht nicht

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste einen guten Start, kamen innerhalb von zehn Minuten auf drei Tore heran (20:17). Das hatten sie auch Benjamin Efendic zu verdanken, der seine Farben mit einer herausragenden Leistung aus dem Tor heraus im Spiel hielt.

Eine gute Defensive reichte aber nicht gegen die Baunataler Routiniers. „Hier hat sich wieder eine Schwäche gezeigt, die in den letzten Spielen immer wieder rausgekommen ist: der Abschluss“, sagte Lambrecht.

Weil die HSG zu viele Chancen vergab, geriet sie bereits vor der Schlussphase mit 19:28 (51.) entscheidend in Rückstand. Die Gegenwehr der „Vereinigten“ war spätestens damit gebrochen. Die Gastgeber mit ihrem elffachen Torschützen Nico Schwöbel ließen nicht locker und vergrößerten den Abstand bis auf elf Tore.
Tore für die HSG: Thomas 1, Kleinert 3, Brauer 5, Böttner 4, Buchholz 3, Mombrei 1, Christian Hartung 4, Phillip Hartung. (gos/mn) 1.

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