Landesligist startet mit 26:33-Niederlage

Twistetal baut gegen Baunatal nach der Pause ab

Handballer hat sich gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt und wirft den Ball am Torhüter vorbei
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Mit Schmackes durch die Lücke: Andre Krouhs (Twistetal) hat sich gegen die Baunataler Christian Vogt und Adrian Rudolph durchgesetzt und trifft vorbei am guten Torwart Max Henkel.

Eine Halbzeit lang schien der Sturz des Favoriten möglich. Nach 60 Minuten standen die Handballer der HSG Twistetal nach dem 26:33 (12:11) gegen die HSG Baunatal mit leeren Händen da.

Mühlhausen - Handball der Kontraste zum Start in die neue Landesliga-Saison: Erst versetzte die HSG vor toller Kulisse in der Mühlhäuser Mehrzweckhalle die eigenen Fans mit einer 3:0-Führung nach 3:24 Minuten in Ekstase. Mehr als 50 Minuten später war die Halle fast still: Christian Vogts hatte mit seinem vierten Treffer gerade auf 32:23 für Baunatal gestellt. Die folgenden Tore von Torben Bender (2) und Jannik Bitter per Strafwurf beim Gegentreffer des elfmal erfolgreichen Gästeschützen Adrian Rudolph bedeuteten lediglich Ergebniskosmetik.

Bis zur Pause deutete nichts auf eine derart deutliche Niederlage der Gastgeber hin. Zwar glich Baunatal zum 3:3 und 4:4 früh den Rückstand aus. Ab dem 5:4, das Lars Fingerhut erzielte (11.), lagen die Twistetaler aber permanent in Front. Sie agierten mit einer aggressiven, offensiven 6:0-Abwehr und stützten sich auf ihren starken Torhüter Patrick Fingerhut.

Das von Trainer Steffen Fingerhut geforderte Engagement legte die heimische HSG absolut an den Tag, offenbarte aber schon im ersten Spielabschnitt die am Ende entscheidenden Schwächen. Gut ein halbes Dutzend bester Möglichkeiten brachten die Hausherren nicht im Tor unter, scheiterten mal an sich selbst, mal am guten Torwart Max Henkel.

Trainer Fingerhut: Wir mussten höher führen

„Im ersten Abschnitt müssen wir schon mit fünf, sechs Toren führen, haben uns jedoch zu viele Fehlwürfe geleistet“, stellte Trainer Fingerhut hinterher fest. In der zweiten Hälfte habe die Mannschaft dann die taktische Linie verlassen. „Sie hat dabei vorne keine weiten Kreuzungen mehr gespielt, um die Eins-gegen-eins-Duelle zu gewinnen. Aus der 6:0-Deckung sind wir zu weit vorgetreten und waren nicht mehr schnell genug zurück“, analysierte er die Gründe für die Niederlage.

Die Partie blieb bis zum 18:19 durch Johannes Happe (42.) offen. Mehr und mehr zeigte sich aber, wie sehr Nils Pohlmann im Abwehrzentrum fehlte. Zudem konnten die angeschlagenen Jannik Bitter und Joshua Sturm von der Bank nicht adäquat ersetzt werden. Die kräftezehrende Defensivarbeit forderte ihren Tribut. Die Lücken wurden größer, die Abschlüsse ohne gute Vorbereitung oder die nötige Konsequenz beim Wurf häufiger.

Baunatals Coach Fuhrig sieht „brutal hohes Tempo“

Baunatal spielten auch die technischen Fehler im Spiel der Gastgeber in die Karten. Die 22 Gegentreffer in Halbzeit zwei sprechen eine klare Sprache. „Meine zweite grüne Karte ist komplett verpufft“, stellte Fingerhut enttäuscht fest. Allein Torhüter Fingerhut verhinderte mit mehreren abgewehrten freien Würfen ein Debakel. Gute Form zeigten auf der rechten Angriffsseite Torben Bender und Antreiber Andre Krouhs.

Beim Gast verdiente sich Spielmacher Christian Vogt auf der Rückraum-Mitte-Position eine gute Note. „Für uns war wichtig, dass nach der Einwechselung von Tim Hartung am Kreis immer wieder gute Räume für die Rückraumspieler entstanden sind. Ein weiterer Faktor war Max Henkel im Tor mit seinen Paraden und den schnell eingeleiteten Kontern“, fasste Baunatals Coach Mike Fuhrig Gründe für den klaren Erfolg der Gäste zusammen. Ein großer Vorteil sie zudem „das brutal hohe Tempo“ gewesen, „dass wir konsequent gegangen sind. Das können unsere Gegner irgendwann nicht mehr mitgehen.“ (Frank Schmidt)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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