1. Startseite
  2. Waldeckische Landeszeitung
  3. Lokalsport

Twistetaler Frauen schicken Rotenburg mit 40 Treffern nach Hause

Erstellt:

Kommentare

Twistetals Anna Lena Reese beim Wurf gegen die Gästespielerinnen Christina Stiefel (rechts) und Anette Lusky,; Links HSGlerin Meike Voß.
Twistetals Anna Lena Reese beim Wurf gegen die Gästespielerinnen Christina Stiefel (rechts) und Anette Lusky,; Links HSGlerin Meike Voß. © Werner Spitzkopf

Im Schnitt 20 Tore pro Halbzeit: Mit viel Torhunger haben sich die Handballfrauen der HSG Twistetal für einen Tag an die Spitze der Landesliga Nord gespielt.

HSG Twistetal - TG Rotenburg 40:25 (19:14). Nach dem Spiel am Samstagabend in der Mühlhäuser Mehrzweckhalle warfen die Gastgeberinnen kurz einen Blick ins Gedächtnis bzw. in die Vereinshistorie. „Ich wüsste nicht, wann die Damen bei der HSG mal 40 Tore geworfen haben“, gab Ufuk Kahyar zu Protokoll. Mehr muss eigentlich nicht zum Spiel der Twistetalerinnen gesagt werden.

Des Trainers Aussage unterstreicht die bärenstarke Offensivleistung der HSG-Damen, die im wahrsten Wortsinne durch die Bank gute Leistungen gezeigt haben. Auf zehn Feldspielerinnen verteilten sich die Treffer der Gastgeberinnen - die Hälfte traf fünf Mal oder öfter -, während Rotenburg überhaupt nur mit zehn Akteurinnen angereist war. Auch deshalb konnte und mochte Trainer Kahyar niemanden hervorheben, weil alle überzeugt haben: „Das haben wir uns grandios erarbeitet“ so Kahyar. Sein Team habe von Beginn an klargemacht, wer das Sagen auf der Platte hat.

Die ersten zehn Minuten dominierte Twistetal, setzte sich auf 9:3 ab (11.) und ließ Rotenburg nicht ins Spiel kommen. Die 3:2:1-Deckung stand gut, die TG konnte kaum durchatmen und wusste sich nur durch ein Time-Out zu helfen. Das fruchtete: Die Gäste waren nun besser auf die 3:2:1-Abwehr eingestellt und erzielten einfache Tore aus der Nahwurfzone. So kam Rotenburg zum Halbzeitstand auf vier Treffer ran (28./19:14).

In der Halbzeit ging HSG-Coach Kahyar auf die Probleme der Abwehr ein, formierte diese defensiver, da er den Spielrhythmus kontrollieren und Abschlüsse aus der Nahwurfzone minimieren wollte. Es klappte: Twistetal hatte für alles eine Antwort, auch auf die zwischenzeitliche Manndeckung: „Hier haben wir die entstandenen Lücken genutzt“, erklärt Kahyar, dessen Team bewies: Bei einer Mannschaft, die in der Tiefe gut besetzt ist, hilft es meist nicht viel, einzelne Spielerinnen rauszunehmen.

Die HSG setzte sich gleich in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs wieder ab; mit einem 4:0-Lauf, der in einen 8:3-Lauf mündete. Spätestens beim Elf-Tore-Vorsprung in der 42. Minute (29;:18) war klar, dass es kein Zitterspiel werden würde. Von da an spielte Twistetal einen sicheren Stiefel herunter und feierte am Ende den deutlichsten Sieg der Saison. Kahyar war stolz auf die Kontinuität und die Flexibilität seiner Mannschaft: „Wir haben das wirklich klasse gemacht.“
Tore für Twistetal: Meier 4, Isenberg 1, Schröder 1, J. Happe 5, Reese 5, Voß 1, Hering 7, Brida 6, Schäfer 2, H. Happe 8 (Lukas Goos)

Auch interessant

Kommentare