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TSV Korbach sucht im Topspiel das Druckablass-Ventil

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Ron Alscher (Korbach) hat nur noch den Torwart vor sich
In Position gebracht: Ron Alscher (Korbach) erhofft sich auch am Samstag viele solcher Szenen, in denen er nur noch den Zwehrener Torwart vor sich hat. © Artur Worobiow

Von Waldecks Handball-Bezirksoberligisten hat der TSV Korbach am Wochenende die schwerste Aufgabe zu lösen. Die Hansestädter erwarten die HSG Zwehren/Kassel.

Korbach - Der TV Külte hat ein erfolgreiches Wochenende hinter sich und reist mit gestiegenem Selbstwertgefühl zur HSG Fuldatal/Wolfsanger. Die HSG Bad Wildungen will ihrer Favoritenrolle bei der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen gerecht werden.

Fuldatal/Wolfsanger II – Külte (Sa, 16 Uhr). Drei Punkte in zwei Spielen, die innerhalb von nur 24 Stunden stattfanden: Das hat den Handballern des TV Külte eine Menge Selbstvertrauen gegeben. Diesen zusätzlichen Trumpf wollen die Spieler von Trainer Carsten Neumann natürlich beim Drittletzten ausspielen. „Wir wollen diesen Schwung mitnehmen und auch gegen Fuldatal II punkten“, sagt Neumann.

Die Külter stehen in der Tabelle als Elfter einen Platz besser als ihr kommender Gegner, der aber zwei Spiele weniger absolviert hat. Ein Sieg könnte für die Külter auch wegweisend sein, ob sie künftig doch mehr in den Tabellenkeller schauen werden oder der Blick ins Mittelfeld gehen darf. Neumann: „Wenn wir es schaffen, an die Leistung vom Wochenende anzuknüpfen haben wir auch gegen Fuldatal II gute Erfolgschancen.“

Korbach – Zwehren/Kassel (Sa., 18.30 Uhr). Nach dem Unentschieden gegen den TV Külte, das sich laut Trainer Robert Müller wie eine Niederlage anfühlte, folgt für die Korbacher ein schweres Heimspiel gegen den Tabellendritten aus Zwehren. Die Gäste haben sich nach eher schwachen Jahren anscheinend wieder gefangen und sind oben mit dabei. „Die haben eine ausgewogene Mischung zwischen jungen und alten Spielern“, sagt der TSV-Coach. „Und sie haben zwei starke Torhüter, die uns in der Vergangenheit schon oft das Leben schwer gemacht haben.“

Also muss sich sein Team im Abschluss deutlich steigern, denn das Auslassen von Torchancen war ein Grund, warum die Kreisstädter gegen Külte eine Sieben-Tore-Führung noch aus der Hand gaben. Müller weist aber auch darauf hin, dass seine junge Mannschaft Zeit brauche. „Wir hatten gegen Külte eine Altersdurchschnitt von 20,5 Jahren im Kader“, sagt der Trainer.

Müller: Bei einem Erfolg voll im Soll

Jung bedeute auch noch unerfahren und das sehe man seiner Mannschaft vor allem in den Heimspielen an. „Da machen wir uns noch viel zu viel Druck. Auswärts treten wir befreiter auf.“ Der Coach ist aber trotzdem optimistisch, dass seine Spieler in eigener Halle einen starken Auftritt hinlegen können. „Gewinnen wir gegen Zwehren, sind wir von den Minuspunkten her Dritter. Damit wären wir voll im Soll.“

Hoof/Sand/Wolfhagen – Wildungen/Friedrichstein/Bergheim (Sa., 15.30 Uhr). Die Wildunger Handballer hatten nun zwei Wochen Zeit, über den verlorenen Punkt gegen Fuldatal (29:29) nachzudenken. Den Ärger darüber möchte Trainer Sebastian Wrzosek in Hoof bei seinen Spielern in positive Energie umwandeln.

Der Gegner hat größere Sorgen, denn er steht nach acht Spielen mit 4:12 Punkte auf dem Drittletzten Platz. Wrzosek und seine Mannschaft nehmen daher die Favoritenrolle auch an. „Immerhin gibt es auch noch etwas gut zu machen“, sagt der Coach und erhöht damit bewusst den Druck auf seine Spieler: „Das unglücklich Remis gegen Fuldatal II müssen wir abschütteln, dazu haben wir am Samstag die Gelegenheit.“

Die Badestädter haben nach sechs Partien 7:5 Punkte und können mit einem Sieg wieder einen weiteren Schritt nach oben machen. Wrzosek ordnet dieses Spiel auch sehr realistisch ein: „Wenn wir auf uns auf unsere Stärken besinnen, bin ich sicher, dass wir in Hoof auch die zwei Punkte holen werden.“ (gos/tsp)

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