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Handball-Derby: Twistetal II erzielt Siegtor Sekunden vor Ende

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Janina Winkler läuft nach ihrem Siegtreffer für Twistetal jubelnd nach vorn. Sina Koch und Julia Brühne (8) freuen sich mit, während es die Bad Wildungerin Kathrin Klask kaum fassen können.
Die Entscheidung: Janina Winkler läuft nach ihrem Siegtreffer für Twistetal jubelnd nach vorn. Sina Koch und Julia Brühne (8) freuen sich mit, während die Bad Wildungerinnen Jana Albus (hinten links) und Kathrin Klask es kaum fassen können. © Artur Worobiow

Nach einem Herzschlagfinale haben die Handballerinnen der HSG Twistetal II auch das zweite Bezirksoberliga-Derby gegen die HSG Wildungen/Friedrichstein/Bergheim II gewonnen.

Mühlhausen - 21:20 (13:10) hieß es für den Aufsteiger, der als Tabellenvierter bei 18:6 Punkten längst mit dem Klassenerhalt planen kann. Die unterlegenen Südwaldeckerinnen (7:17) stecken dagegen weiter im Abstiegskampf.

Dennis Winkler musste nach dem Abpfiff vermutlich mehrmals tief durchatmen. „Wir haben es uns unnötig schwergemacht“, sagte der Twistetaler Trainer. Sein Team sei sehr nervös gewesen, habe häufig zu hektisch agiert, oft zu früh den Abschluss gesucht und sich in der Abwehr einschläfern lassen.

„So ist das eben bei einem Derby vor heimischer Kulisse“, gab sich Winkler gleichwohl gelassen. Konnte er auch sein, immerhin behielt Twistetal wie im Hinspiel (20:17) die beiden Punkte. Aus Winklers Sicht völlig zu Recht, über die gesamte Partie gesehen seien seine Frauen besser gewesen und hätten nach den Auszeiten auch immer wieder ins Spiel zurückgefunden. Winkler: „Als wir in der 58. Minute den Ausgleich erzielten, war ich sicher: Das gewinnen wir noch.“

Dörte Sattar: Wir haben uns überrumpeln lassen

Frust herrschte dagegen bei den Gästen und Trainerin Dörte Sattar. Klar, ihr Team ging abermals leer aus, doch das war es nicht allein. „Wir haben die erste Hälfte komplett verpennt“, sagte sie. Vielleicht nicht komplett, aber die HSG aus Südwaldeck geriet nach ausgeglichener Anfangsphase in der 11. Minute erstmals mit drei Treffern in Rückstand (7:4 durch Lisann Schäfer). Sie kam wieder bis auf 10:11 heran (Nicole Sperling/29.), und doch stellten die Twistetalerinnen in weniger als einer Minute noch zum Pausenstand. „Wir haben uns überrumpeln lassen“, meinte Sattar.

Nach dem Wechsel fehlte es bei Bad Wildungen II an Sicherheit im Abschluss, auch wenn die Abwehr „bombig“ stand, wie die Trainerin fand. Die Gastgeberinnen erhöhten ihren Vorsprung leicht (16:10/34.), mussten aber den kämpferisch starken Gegner wieder herankommen lassen – zu verdanken hatten dies die Gäste vor allem ihrer Torhüterin Mia Emilia Kellner sowie der starken Kathrin Klask.

Winkler trifft vier Sekunden vor Schluss

In der 43. Minute glichen die Gäste erstmals wieder aus (17:17). Das Spiel war nun völlig offen, beide Teams schenkten sich nichts.

Dann die letzten fünf Minuten: Zunächst trifft Antonia Sattar zur Gästeführung (56./19:20), dann bekommt Twistetal II einen Siebenmeter (59.). Kellner hält den Ball von Janina Winkler, doch im Anschluss gleicht Sina Koch für Twistetal II. Vier Sekunden vor dem Ende dann die Entscheidung, Janina Winkler nutzt die letzte Chance der Partie und erzielt das 21:20.

Tore für die HSG Twistetal II: Schäfer 3, Winkler 4, Röhle 2, Padberg 7, Runte 1, Koch 1, Mehring 3. Tore für die HSG Bad Wildungen II: Findeisen 2, Petrich 1, Hartwig 1, Sattar 3, Sperling 5, Klask 4, Michel 3, Andreae 1. (Lukas Goos)

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