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Handball und E-Soccer: Adrian Kann ist für den TV Külte doppelter Leistungsträger

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Die Siegerfaust ballt Adrian Kann beim Handball und beim E-Soccer. :
Die Siegerfaust ballt Adrian Kann beim Handball und beim E-Soccer. : © Kaliske

Vieles was Adrian Kann derzeit macht hat Hand und Fuß. Der 20-jährige zieht an den Wochenenden gleich zweimal für seinen Verein TV Külte ins sportliche Gefecht.

Külte – Einmal ist er der Handballer, dann der virtuelle Fußballer beim E-Soccer-Cup. Doch die Tabellenbilder stimmen nicht überein. Beim Handball steht Kanns Mannschaft in der Bezirksoberliga auf den vorletzten Rang, beim E-Soccer liegen er und seine Spielkonsolenkollegen Hendrik Fingerhut, Johannes und Heinrich Wachs noch ungeschlagen auf Rang zwei.

Obwohl der Handballer Kann zuletzt sieben Tore gegen die HSG Baunatal erzielte, reichten die nur für eine Niederlage (31:32), dafür fuhr er mit seinem Konsolen-Team beim E-Soccer-Cup einen 2:1-Sieg ein. Wenn er wählen dürfte, würde er Sieg und Niederlage gern tauschen. „Der Handball ist mir wichtiger“, betont der Lehramtsstudent und das momentane Tabellenbild der Handballer gebe auch nicht das wahre Innenleben dieser Mannschaft wieder. „Wir haben eine gute Stimmung im Training und sehen bei uns eine deutliche Leistungssteigerung und sind näher an den anderen Mannschaften wie etwa Korbach oder Bad Wildungen dran, als wir selbst gedacht haben.“

„Wir können nicht nur unglücklich verlieren, sondern auch glücklich gewinnen“

Den Erfolg im E-Soccer-Cup kann sich Kann hingegen nicht so richtig erklären, nachdem das Team mit den gleichen Spielern im vergangenen Jahr nach den Gruppenspielen die Segel streichen musste. „Wir haben diesmal nicht mehr geübt oder besonders trainiert“, erzählt der 20-Jährige und für ihn liegt der Knackpunkt dieses Erfolgswegs bei dem Sieg im Auftaktspiel gegen den TuS Bad Arolsen. „Das erste Spiel hatten wir im vergangenen Jahr gegen die Arolser verloren. Jetzt haben wir gemerkt: „Wir können solch ein Spiel nicht nur unglücklich verlieren, sondern auch glücklich gewinnen.“

Das Külter Quartett profitiert auch von der gesammelten Turniererfahrung im vergangenen Jahr. „Wir wissen jetzt, wie die Abläufe sind und wie alles geht. Ich glaube, das ist schon ein Vorteil, weil man sich etwas besser auf das Spiel konzentrieren kann.“

Nervenstärke sehr wichtig

Obwohl echter Handball mit einem virtuellen Fußballspiel wenig Gemeinsamkeiten hat, kann Kann dennoch eine Schnittmenge erkennen. Für beide Spiele sei Nervenstärke sehr wichtig, sagt der 20-Jährige. „Das schnelle Umschaltspiel gelingt uns beim Handball momentan ganz gut und das ist auch wichtig für mich beim Fifa-Spiel.“ Und diese Spielweise gelinge ihm momentan auch am Computer recht gut. „Ich spiele generell nicht viel hintenrum, sondern wenn ich den Ball habe geht"s schnell nach vorn.“

Fast wäre Kann auch ein Fußballer geworden, denn bis zur C-Jugend hat er neben dem Handball in Külte für den VfR Volkmarsen gegen den Ball getreten. Dann wurde der Trainingsauswand zu groß und er entschied sich für den Ballwurf.

Kann ist allgemein sehr sportinteressiert, derzeit blickt er vor allem zum Wintersport, den er teilweise für sehr gefährlich hält. Er kann sich aber nicht vorstellen, selbst eine Einzelsportart zu betreiben. „Ich brauche die Stimmung mit der Mannschaft.“ Die erlebt er am Wochenende wieder doppelt. Doch seine Gedanken sind diesmal eigentlich nur bei einem Spiel. Die Handballer spielen das Derby beim TSV Korbach.

Vier unbesiegte Teams messen ihre Konsolenkräfte

Spitzenspiele, wo man auch hinschaut: Am vierten Spieltag des E-Soccer-Cups, der am kommenden Wochenende ausgetragen wird, treffen vier der fünf noch ungeschlagenen Mannschaften in direkten Duellen aufeinander.

Gruppe 1

Auch hier steht ein Topspiel auf dem Programm, wenn die noch ungeschlagene SG Adorf/Vasbeck auf die SG Bad Wildungen/Friedrichstein trifft. Die Badestädter könnten mit einem Sieg und neun Zählern zu den Diemelseern aufschließen. Auf diese Punktzahl kommt auch der Gewinner der Partie TuS Hesperinghausen gegen TSV Rosenthal, und er wäre dann auch noch ein ernsthafter Konkurrent, wenn es um den Gruppensieg geht.

Erste Zähler für ein Team sind garantiert beim Kellerduell zwischen dem SV Reddighausen und dem TSV Bottendorf.

Logo E-Soccer-Cup von waldeck-Frankenberg.
Der vierte Spieltag wartet auf Teilnehmer des E-Soccer-Cups © Foto/Logo HNA/ WLZ

Gruppe 2

Die gleiche Konstellation trifft in der Gruppe 2 auf das Spiel SG Adorf/Vasbeck II gegen den TSV Bottendorf II zu, die beide noch keinen Punkt eingefahren haben. Soll der Blick für die Mannschaft des TSV Frankenau noch einmal nach oben gehen? Wenn ja, muss sie das Team der SG Eder besiegen.

Beim Duell um die Tabellenspitze zwischen dem TSV Strothe und der JSG

Altefeld könnte die bessere Tagesform entscheidend sein. Die Soccer-Player aus Altefeld haben bisher alle Einzelspiele für sich entschieden.

Gruppe 3

Dieses Kunststück gelang auch dem TSV Gemünden. Neun Spiele, neun Siege. Hier können die Handballer des TV Külte mit 6:3 Siegen zwar nicht mithalten, dennoch möchten sie dieser makelosen Gemündener Bilanz gern ein Ende setzen. Nachdem die Mannschaft des TuS Bad Arolsen seit dem letzten Spieltag weiß, wie gut sich Gewinnen anfühlt, will sie ihren zweiten Dreier gegen die JSG Altefeld II einfahren.

Der Gegner hat bereits sechs Zähler, und die Altefelder haben nun den Ehrgeiz, mit beiden Mannschaften ins Viertelfinale einzuziehen. In der Partie zwischen dem TSV Dodenau und dem TSV Roda geht es nur noch um die Ehre und die Frage, wer holt die ersten Punkte. (rsm)

4. Spieltag:

Gruppe 1: SV Reddighausen - TSV Bottendorf, TuS Hesperinghausen - TSV Rosenthal, SG Adorf/Vasbeck - SG Bad Wildungen/Friedrichstein

Gruppe 2:  SG Adorf/Vasbeck II - TSV Bottendorf II, TSV Frankenau - SG Eder, TSV Strothe - JSG Altefeld

Gruppe3: TuS Bad Arolsen - JSG Altefeld II, TSV Dodenau - TSV Roda, TSV Gemünden - TV Külte..

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