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Wildunger Sieg löst wenig Trainerfreude aus – Külte chancenlos in Kassel

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Handballer
Vortrefflich: Jan Appel war der beste Bad Wildunger Torschütze mit zwölf erfolgreichen Würfen. © kaliske

Sieg und Niederlage. Das war die Ausbeute der Handballer der heimischen Vereine in der Bezirksoberliga.

Die HSG Wildungen gewann bei der TG Wehlheiden mit 35:29 (17:13) und der TV Külte kam beim SVH Kassel mit 20:38 (12:21) unter die Räder . Der TSV Korbach siegte ohne Spiel, da die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen nicht antrat.

Wehlheiden – Wildungen/Friedrichstein/Bergheim 29:35 (13:17). Gewonnen, aber unzufrieden. Der Wildunger Interimstrainer Sebastian Wrzosek hat hohe Ansprüche an seine Spieler. „Wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt, das ärgert einen Trainer immer.“ Egal, zu welchem Zeitpunkt, eigentlich habe die Anzeigetafel in der Halle nie die wahren Leistungen auf der Platte widergespiegelt.

„Klar haben wir verdient gewonnen“, bilanziert Wrzosek, allein schon wegen der stetigen Führung. Trotzdem sei das Spiel seiner Mannschaft von guten und schlechten Momenten geprägt gewesen. „Glücklicherweise haben wir es in den guten Phasen geschafft, uns immer wieder vom Gegner abzusetzen.“

Hochs und Tiefs im Wildunger Spiel

So geschehen Mitte der ersten Halbzeit, als Wildungen erstmals mit vier Treffern in Führung ging. Danach zeigten die Gäste aber wieder Nerven, überhastete Abschlüsse, einfach Pässe gingen ins Aus, vergebene Großchancen. Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild: In den besseren Phasen überzeugte die HSG, insbesondere mit Simon Riedesel mit acht und Jan Appel mit zwölf Toren.

Die entscheidend gute Phase kam für die Wildunger ab der 45. Minute, denn hier setzten sie sich mit acht Toren ab. Auch nach dem Spiel schlug Wrzosek noch keine versöhnlichen Töne an: „Wenn man so stark unter der eigenen Leistung bleibt, schmecken auch die zwei Punkte nicht so gut.“

SVH Kassel – TV Külte 38:20 (21:12) Es war klar, dass für die Külter Handballer die Trauben beim SVH Kassel hochhingen. Aber, dass sie so hoch hängen würden hätte TVK-Trainer Carsten Neumanns auch nicht gedacht: „Das Ergebnis ist für meinen Geschmack ein wenig zu hoch ausgefallen.“

Die Anfangsphase sah noch ausgeglichen aus, hier tasteten sich die Mannschaften ab. Die Platzhirsche machten aber nach spätestens 20 Minuten klar, wer das Sagen auf der Platte hat und überzeugten offensiv mit Durchschlagskraft und Aggressivität in der Abwehr.

Genau diese Tugenden fehlten den Kültern an diesem Tag: „Wir haben die Angreifer nicht gestört. Ohne Bedrängnis ist eine Mannschaft wie SVH Kassel natürlich treffsicher.“

Zu viele technische Fehler im Külter Spiel

einfache Offensiv ein ähnliches Bild. Külte zeigte gute Ansätze, dann schlichen sich aber immer wieder technische Fehler und Ungenauigkeiten ins Offensivspiel des TVK ein, die Kassel oft mit schnellen Gegenstoßtoren bestrafte.

Zur Halbzeit führte der SVH bereits mit neun Treffern, zehn Minuten später waren es elf, die Schlusszehnminuten wurden mit 14 Toren Differenz eingeleitet.

Natürlich hatten die Kasseler auch die breitere Bank, bei Külte verletzte sich dann auch noch Johannes Wachs in der ersten Hälfte. Entschuldigungen für diese Niederlage sucht Neumann aber nicht: „Mit unserer Abwehrleistung ist das Trainerteam nicht zufrieden.“ (gos)

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