Bezirksoberliga der Handballer

Harald Meißner neuer Trainer der HSG Bad Wildungen

Handball: Trainer Harald Meißner gestikuliert vor Spieler Abd Alkader Altaweel (Rückenansicht)
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Erklärt sein Spiel künftig in Bad Wildungen: Trainer Harald Meißner.

Neuer Trainer für die Bezirksoberliga-Handballer der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein/Bergheim: Harald Meißner, Ex-Coach des TSV Korbach, kommt.

Bad Wildungen – „Sie hatten Bedarf, und ich war auf dem Markt.“ So bündig wie griffig erklärt Meißner sein künftiges Engagement. Der Sportliche Leiter und Abteilungschef der Spielgemeinschaft, Klaus Reinicke, ist froh über die Zusage: „Wir freuen uns, dass wir ihn verpflichten konnten.“

Meißner war deshalb zu haben, weil sich sein letzter Verein TSV Korbach im vergangenen Oktober nach drei Jahren vom gebürtigen Zwehrener getrennt hatte. Finanzielle Gründe, hieß es. Die HSG verlor mitten im tiefsten Corona-Lockdown ebenfalls ihren Übungsleiter: Sebastian Wrzosek wechselte im Januar als Co-Trainer an der Seite von Tessa Bremmer zu den Bundesliga-Frauen des eigenen Vereins,

Der Anruf bei Meißner lag nicht nur deshalb nahe. Meißner und Reinicke kennen sich aus gemeinsamen Jahren bei der HSG Kassel/Zwehren, wo der eine die Männer, der andere die Frauen trainierte. Diese Aufgabenverteilung erlebt jetzt die zweite Auflage. Man habe erfolgreich zusammengearbeitet, sagt Reinicke, der ja das zweite Frauenteam der Südwaldecker HSG coacht.

Positive Stimmen aus der Mannschaft

Anders als in Korbach ist Meißners Engagement eins der kurzen Wege: Der 51-Jährige ist nach Naumburg umgezogen, Bad Wildungen liegt sozusagen um die Ecke. Zustimmende Meinungen aus der Mannschaft und vom bisherigen Trainer Wrzosek machten es ihm außerdem leicht, in der Badestadt zuzusagen. Ein Meinungsbild einzuholen, sei ihm wichtig gewesen, sagt er. Wrzosek hat unter Meißner in Korbach gespielt, ebenso Simon Riedesel und Benjamin Efendic aus seinem neuen Team.

Er kenne die Mannschaft bereits aus Trainingsspielen, sagt der Coach. Eine erste Kontaktaufnahme fand, normal in diesen Zeiten, per Videoschalte statt. Meißner hofft inständig demnächst auf eine persönliche Vorstellungsrunde. Vielleicht sei in den nächsten Wochen ja mal Training draußen möglich.

Echte Übungseinheiten bleiben weiter untersagt. Momentan gehe es einfach darum, auf der „Motivationsschiene“ unterwegs zu sein, sagt Meißner: „Dass man auf ein imaginäres Ziel hinarbeitet, um vielleicht im September einen Start zu haben“.

Nach dem jetzigen Stand kann der neue Trainer mit dem aktuellen Kader planen. Die Informationen aus Mannschaft und Abteilung besagten, dass alle Spieler bereit seien weiterzumachen. „Es gibt ein sehr gutes Wir-Gefühl in der Mannschaft. Ich freue mich auf das, was kommt“, sagt Meißner.

Reinicke: Mittelfristig in die Landesliga

Eher zurückhaltend formuliert er seine sportlichen Ziele mit der Dreier-HSG. Er werde eine überwiegend junge Mannschaft mit den ein oder anderen erfahrenen Kräften trainieren, die für das Tempospiel prädestiniert sei, sagt er. „Aber wir sind immer noch Aufsteiger.“ Zwar schafften die Südwaldecker den Sprung in die Bezirksoberliga am Ende der abgebrochenen Spielzeit 2019/20, quasi mitten im ersten Sport-Lockdown. Aber in der zurückliegenden annullierten Saison haben sie nicht eine Partie bestritten.

„Ich denke, dass die Mannschaft schon das Potenzial hat, in der Klasse Fuß fassen zu können“, sagt Meißner. Er plane aber lieber über mindestens zwei, drei Jahre. Wie beim Liga-Rivalen TSV Korbach, den er einmal auf Platz drei und zweimal zur Vizemeisterschaft führte.

Das ist keine schlechte Visitenkarte, vom Aufstieg redet Harald Meißner trotzdem nicht. Klaus Reinicke aber schon. Zwar sei die Lage wegen Corona derzeit sehr schwer zu beurteilen, aber sollte eine Saison möglich sein, nimmt der Sportliche Leiter einen Platz unter den ersten drei in den Blick. Das mittelfristige Ziel formuliert er so: „In die Landesliga aufsteigen und sich dort etablieren.“

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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