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Korbacher Rumpfteam besiegt Reinhardswald - TV Külte schlägt Heiligenrode deutlich

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Augen-Blicke: Dieser Wurf von Raphael Harbecke (Korbach) sitzt. Der Ball fliegt zum 3:3 ins Netzt. Torwart Dennis Kaufmann (Reinhardswald) springt ins Leere.
Augen-Blicke: Dieser Wurf von Raphael Harbecke (Korbach) sitzt, der Ball fliegt zum 3:3 ins Netz. Torwart Dennis Kaufmann (Reinhardswald) springt ins Leere. © bb

Während die Handballer des TSV Korbach und es TV Külte ihre Spiele in der Abstiegsrunde der Bezirksoberliga mit jeweils einem Sieg austrugen, fiel in der Aufstiegsrunde die Partie der HSG Bad Wildungen/Friedrichstein gegen den SVH Kassel wegen Corona-Fällen im SVH-Team aus.

Korbach - Reinhardswald 25:24 (12:15). Die Korbacher Rumpftruppe feierte einen Sieg, mit dem selbst Trainer Robert Müller nicht unbedingt gerechnet hatte. Zumal es im ersten Abschnitt auch nicht danach aussah.

Die Korbacher liefen von der ersten Minute an einem Rückstand hinterher. Der betrug nach acht Minuten bereits vier Tore (4:8). „Die Jungs standen in der Anfangsphase noch neben sich“, sagte Müller. „Wir haben im Angriff und Abwehr zu viele Zweikämpfe verloren.“ Dennoch hielten die Korbacher den Rückstand in Grenzen Über ein 8:8 (12.) und 10:13 (20.) kam es zum 12:15-Halbzeitstand.

In Durchgang zwei wurde Korbach besser. Der TSV legte drei Tore nach und kam mit dem 15:15 (38.) zum Ausgleich. Nun wogte das Spiel hin und her. Beim 18:17 durch Benjamin Franke gelang die erstmalige Führung (43.), die die Kreisstädter in der Schlussphase mit Unterstützung der Zuschauer auf 24:21 (55.) ausbauten. Reinhardswald, bei dem Torhüter Dennis Kaufmann nach einem ungestümen Einsteigen gegen Benjamin Franke die Rote Karte sah (53.), kam aber noch einmal zurück, erzielte den Anschlusstreffer.

Bei ihrem letzten Angriff verloren die Korbacher den Ball, aber für die Gäste reichte die Zeit nicht mehr aus, um noch den Ausgleich zu erzielen. „Das Spiel hätte aber keine fünf Sekunden länger dauern dürfen“, sagte Müller. Er lobte sein Team. „Mit dem Kader war das eine tolle Leistung.“ Ein Sonderlob verteilt der Coach an Daniel Figge und in der Abwehr an Lukas Westmeier. Auch Torhüter Robin Richter-Schluckebier zeigte eine gute Vorstellung. (tsp)

Tore für Korbach: Wilke 4, Figge 2, Harbecke 3, Franke 2, Pawelczyk 2, Lzukas Westmeier 1, Pok 5, Scholz 6.

TV Külte – TSV Heiligenrode mit 39:27 (16:15). Fulminanter Sieg für den TV Külte im Abstiegskampf der Handball-Bezirksoberliga: Nach ausgeglichener erster Halbzeit warf die Mannschaft von Sigurd Wachenfeld den TSV mit 39:27 ab und festigte Tabellenplatz neun.

„Die Halbzeitpause war in jedem Fall ein Schlüsselmoment für uns. In der Pause haben wir angesprochen, was wir taktisch und spielerisch ändern wollen“, sagte der Külter Trainer: Das habe dann „einfach sehr gut funktioniert“.

Wachenfeld stellte die Abwehr von einem 6:0- auf ein 5:1-System um mit Adrian Kann als vorgezogenem Spieler. Kann habe das „herausragend gemacht“, sagte Wachenfeld. Die Variante ist nicht neu, war aber am Samstag besonders effektiv. „Die Abwehr war vorher zu passiv, mit der Umstellung haben wir mehr Zugriff und mehr Biss bekommen“, so der Coach.

In der ersten Halbzeit war es hin und her gegangen, mal führte Külte, mal das Schlusslicht aus Heiligenrode. Mit der Umstellung ein anderes Bild: Die TVK-Abwehr um den starken Torhüter Maurice Moyer, der vor allem von außen kaum zu bezwingen war, stand. „Defensiv hat Moyer auf jeden Fall eine Rolle gespielt. Außerdem haben wir dann in der zweiten Hälfte das Spiel über den Kreis besser unterbunden“, sagte Wachenfeld.

Im Angriff beweis Külte Kaltschnäuzigkeit, die Abschlüsse kamen nun häufiger aus dem Rückraum, wie in der Halbzeit besprochen. Zudem zeigten sich die Hausherren ausgesprochen clever. „Wir haben einfach mit Köpfchen gespielt“, fasste Wachenfeld die Offensivleistung zusammen.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn hatte Külte eine Fünf-Tore-Führung erzielt, nach 50 Minuten (30:23) waren die Gäste faktisch besiegt. Sven Ammenhäuser erzielte 15 Tore, Adrian Kann und Sven Häring trafen je fünfmal.

Wachenfeld hob hervor, sein Team habe in den Eins-gegen-Eins-Situationen Aggressivität und Durchsetzungskraft gezeigt, obwohl sie nach wie vor ersatzgeschwächt ist. In der zweiten Halbzeit musste sie auf die verletzten Stefan Fritsch und Stefan Stein verzichten. „Wir haben es geschafft, zu agieren anstatt zu reagieren und unser Spiel durchgezogen“, so der Coach: Großes Lob an die Mannschaft.“ (gos)

Tore für Külte: Ammenhäuser 15, Kann 5, Fuchs 2, Fabian Stein 2, Fritsch 1, Wachs 3, Gohl 4, Häring 5, Stefan Stein 2.

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