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Kreismeister in der Halle: Tent überrascht sich selbst

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Von: Hans Dreier

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Tennisspieler in der Halle, bereit eine Vorhand zu spielen
Er ist der neue Hallenkreismeister von Waldeck-Frankenberg: Jeremias Tent (TC 88 Sachsenhausen). © bb

Spannende und einige fast zwei Stunden dauernde Matches boten die Tennis-Hallenkreismeisterschaften der Aktiven am vergangenen Wochenende in Frankenau. Jugend gegen Erfahrung hieß es im Finale der Herren, bei den Damen bleibt der Titel in Korbach.

Frankenau - Überraschend standen sich der 24 Jahre alte Jeremias Tent von TC Sachsenhausen und der 55-jährige Knut Wienbeck von Blau-Weiß Frankenberg gegenüber. Das packende Duell gewann der Verbandsligaspieler aus Sachsenhausen nach hartem Kampf mit 7:6, 6:3 gegen den Kapitän des Frankenberger Hessenliga-Herren 50.

„Ehrlich gesagt hatte ich nicht damit gerechnet, hier den Titel zu gewinnen. Mein Ziel war das Halbfinale“, sagte Tent. Der Sachsenhäuser bezwang in der Vorschlussrunde dann den allerdings angeschlagenen Titelverteidiger Marcel Zirpins vom TuSpo Mengeringhausen mit 6:2, 6:3. Damit ebnete er sich nach zwei Turniertagen in der Tennis- und Squash-Halle den Weg zum Titel.

Sportwart Salviati: Richtig gute Spiele

„Insgesamt haben wir bei diesem Meisterschaftsturnier richtig gute und sehr faire Spiele gesehen“, sagte Alessandro Salviati. Der Sportwart des Tenniskreises Waldeck-Frankenberg hatte die Meisterschaften zusammen mit Mitgliedern des Kreisvorstands organisiert. Sein Dank ging auch an die neuen Betreiber der Halle, den TC Frankenau: „Uwe Eimer und sein Team haben sich rührend um alles gekümmert“, so Salviati.

Im 19 Starter umfassenden Herrenfeld setzten sich in der ersten Runde die gesetzten Spieler durch. Vorjahresgewinner Zirpins musste im Viertelfinale zumindest im ersten Satz gegen Patrick Rothhaas (TC Röddenau) kämpfen, gewann aber 7:6, 6:1. Für die erste größere Überraschung sorgte der an Nummer 7 gesetzte Tent im Viertelfinale, als er den starken Leon Holler vom TC Röddenau mit 6:3, 6:4 besiegte.

Knut Wienbeck spielt die längsten Matches

Mit knapp zwei Stunden war das Duell der Vereinskameraden zwischen Knut Wienbeck und Thomas Schmidt eines der längsten: Von den beiden Kontrahenten, sonst im Hessenligateam der Herren 50 vereint, musste sich Schmidt im Viertelfinale nach einem 2:6, 6:7 verabschieden. Knut Wienbeck machte dann mit einem 6:1, 6:3-Sieg im Halbfinale gegen Gero Göbel vom TC Twistetal den Endspieleinzug perfekt.

Von Taktik geprägt war das abschließende rund zweieinhalb Stunden dauernde Finale. Besonders eng der erste Satz, als beim Stande von 5:6 nach vielen Breaks zuvor Wienbeck endlich einen Aufschlag durchbrachte. Dann unterlief Tent beim Stand von 30:30 ein Doppelfehler. Den Satzball Wienbecks konterte er mit einem Ass. Schließlich ging der erste Satz mit 7:6 an Tent.

Auch im zweiten Satz zeigten beide Finalisten viel Einsatz. „Es war ein sehr gutes Match“, fand Knut Wienbeck, der erstmals bei den Titelkämpfen startete. Grund für sein Debüt: Sohn Keno spielte mit. Vater und Sohn stellten damit den ältesten und den jüngsten Spieler. Schließlich entschied Tent, der kaum Fehler machte und konditionell durchhielt, den zweiten Satz mit 6:3 für sich.

Mirka Fuchs folgt auf Karolin Müller

Zum Spiel um Rang drei kam es nicht, denn der angeschlagene Titelverteidiger Marcel Zirpins verzichtete aufgrund seiner Verletzung und trat nicht an.

Dass es bei den Damen eine neue Titelträgerin geben würde, stand schon vor der Hallenmeisterschaft fest: Titelverteidigerin Karolin Müller vom TSC Korbach hatte verletzt absagen müssen. Der Titel bleibt aber in der Kreisstadt, denn mit Mirka Fuchs gewann eine Klubkollegin Müllers das Turnier mit nur vier Starterinnen.

Tennisspielerin in der Halle vor dem Schlag mit Ball
Neue Titelträgerin: Mirka Fuchs vom TSC Korbach. © bb

Im Finale besiegte Fuchs Natascha Behr vom TSV Viermünden 6:1, 6:4. Während die Korbacherin den ersten Satz relativ klar dominierte und ihre starke Vorhand sowie ihre guten Aufschläge nutzte, konnte die Finalgegnerin den zweiten Satz lange offen gestalten. Am Ende hieß es 4:6 aus Sicht der Viermündenerin.

Das kleine Finale war ein Viermündener Vereinsduell: Lisa Gärtner gewann 6:4, 6:0 gegen Lara-Chiara Behr. had

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