Handball Bezirksoberliga: Erster Saisonsieg für TVK – Bad Wildungen souverän

Krimi mit Happy End: Erster Saisonsieg für TV Külte - Bad Wildungen gewinnt souverän

Handball  beim Wurf
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Durchgespielt: Der Külter Bernhard Schwiddessen hat die Lücke erkannt. Pascal Orth (rechts) und Aaron Brückner (55) können nur noch zuschauen.

Diesmal durchweg Gewinner. Ein erfolgreicher Spieltag liegt hinter den heimischen Handballmannschaften, die in der Bezirksoberliga um Punkte kämpfen.

Den ersten Saisonsieg fuhr der TV Külte bei einem „Krimi“ ein und bezwang die HSG Zwehren/Kassel mit 32:30. Die HSG Bad Wildungen leistete dem TVK Schützenhilfe, indem sie die HSG Ahnatal/Calden souverän 42:28 schlug. Die Partie des TSV Korbach bei der HSG Baunatal II war kurzfristig verlegt worden.

Külte – Zwehren/Kassel 32:30 (15:13). Ein Spiel auf Messers Schneide. Nur zweimal zeigte die Anzeigetafel in der Külter Halle einen größeren Abstand als zwei Tore an: Einmal kurz nach der Halbzeit für die Gastgeber (16:13) und den 40 Sekunden vor dem Spielende, als Adrian Kann mit seinem Tor zum 32:29 die Külter Fans aufatmen ließ.

„Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven“, sagte der Külter Trainer Sigurd Wachenfeld. Sein Team lag fünf Minuten vor der Schlusssirene noch mit einem Tor zurück. Und diese 300 Sekunden sollten die Glanzzeit der Külter Mannschaft in diesem Spiel werden. Sie erzielte in dieser Zeit fünf Treffer und musste nur zwei Gegentore hinnehmen.

„Auf die kritische Phase am Schluss waren wir eingestellt“, resümierte Wachenfeld. „Hier muss ich die Jungs loben: Wir haben weder überhastet, noch kopflos gespielt.“ Aus einer guten Külter Mannschaftsleistung ragte dennoch ein Spieler heraus: Sven Ammenhäuser war mit zehn Treffern bester Werfer seines Teams, davon verwandelte er fünf Siebenmeter.

Mit Köpfchen gespielt

Aus Wachenfelds Sicht lag das spielentscheidende Moment für seine Mannschaft im schnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff. Viele Tempogegenstöße und schnelle Mitten ermöglichten viele einfache Tore.

„Lediglich Mitte der zweiten gab es eine Phase, in der uns diese Schnelligkeit etwas abhanden gekommen ist“ erklärte Wachenfeld. Genau in jenen Minuten lagen die Gastgeber auch zurück. „Wir haben uns heute nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Partie mit Köpfchen zu Ende gespielt“, fasst der Külter Coach zusammen. Er habe bei seinem Team keine Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Aktion gesehen.

Bad Wildungen – Ahnatal/Calden 42:28 (18:12). In der Abwehr werden Spiele gewonnen. Diesen Satz nahmen sich auch die Wildunger Handballer zu Herzen und fuhren den vierten Saisonsieg ein. Der Matchplan von Trainer Harald Meißner ist aufgegangen. Dass sein Team offensiv einiges zu bieten hat, zeigten die Spieler vor allem in der ersten Halbzeit. Fast im Minutentakt musste der Gästekeeper hinter sich greifen, um den Ball aus dem Netz zu fischen.

Der Kantersieg ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Wildunger massive Personalproblemen hatten, sechs Spieler, darunter auch Kapitän Martin Lamprecht, standen aus privaten oder gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung.

Hinter einer guten Abwehrkette haben nach Ansicht von Meißner vor allem die beiden Wildunger Torhüter Lukas Goethe und Benjamin Efendic „einen klasse Job gemacht“. Nicht nur ihre Paraden seien ein wichtiger Rückhalt gewesen, betonte der Coach, sondern sie hätten mit guten und genauen Anspielen auch das Spiel schnell gemacht. Dadurch seien viele einfache Tore über die erste und zweite Welle gefallen.

Gegner zu Notlösungen gezwungen

Im Training sei bewusst an der Defensive gefeilt worden, verrät der Coach, aber 20 Gegentore seien genug, personalbedingt könne aber ein Auge zugedrückt werden. „Wir haben bewusst an einer beweglichen und kompakten Abwehr gearbeitet und wollten Ahnatal/Calden zu Notlösungen zwingen. Das ist uns einige Male gelungen“

Meißners Matchplan beinhaltete auch, körperliche Präsenz zu zeigen: „Alle Jungs hatten diese Aggressivität, die auch im Training thematisiert wurde.“ Außerdem wollte das Wildunger Team aufs Tempo drücken. „Das haben wir 60 Minuten lang hochgehalten.“

Der beste Wildunger Schütze war Florian Heß. Obwohl er zeitweise in Manndeckung genommen wurde, erzielte er 13 Tore. Meißner wies außerdem darauf hin, dass Heß stets zwei Gegenspieler auf sich gezogen und dadurch Räume für seine Mitspieler geöffnet habe.

Der Wildunger Coach gratulierte auch Cedric Stiel zu seinem ersten Tor bei den Männern. „Jungs wie er sind der Grund, warum ich nach Wildungen gegangen bin“, betont Meißner. Er könne hier jungen Spielern Zeit geben, sich zu entwickeln. (lg)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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