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Zu Hause weiter unbesiegt: Landesligist HSG Twistetal lässt auch Wesertal abblitzen

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Bestens eingefügt hatte sich bei Twistetal als Nachrücker Christian Schüttler, hier im Anflug auf Wesertals Tor vor Gästespieler Linus Freybott. Auch André Krouhs, Lats Fingerhut und Keeper Philipp Pohlmann überzeugten bei der HSG.
Bestens eingefügt hatte sich bei Twistetal als Nachrücker Christian Schüttler, hier im Anflug auf Wesertals Tor vor Gästespieler Linus Freybott. © Werner Spitzkopf

Zu Hause nicht verlieren – die Vorgabe ihres Trainers haben die Handballer der HSG Twistetal zumindest in der Hinrunde der Landesliga Nord schon einmal umgesetzt.

Mit 31:28 (14:15) setzten sich die Mannen von Steffen Fingerhut am Samstag in der Mehrzweckhalle Mühlhausen gegen die HSG Wesertal durch – verdient nach einem Spiel ohne große technische Raffinesse und taktischen Glanz, aber mit unbändigem Kampf und einem wieder bärenstarken André Krouhs, der elf Tore erzielte. Aber auch Torwart Philipp Pohlmann und die beiden Nachrücker Lars Fingerhut und Christian Schüttler waren maßgeblich am Erfolg beteiligt – ihre Mentalität und Einstellung zum Mannschaftssport machte einen entscheidenden Unterschied aus.

Twistetal begann unkonzentriert, hatte Abspracheprobleme in der Abwehr und traf wilde, fahrige Entscheidungen im Angriff. Selbst in guter Wurfposition ließ die HSG oft den hundertprozentigen Willen vermissen, das Tor zu werfen. Ärgerlich waren auf der Gegenseite immer wieder unnötige Gegentore durch einfache Pässe von halb auf außen. „Das darf auf gar keinen Fall passieren, das haben wir schon seit Wochen im Training angesprochen“, hob Trainer Fingerhut den Zeigefinger.

HSG Twistetal: Trainer Fingerhut fordert 100 Prozent

Wesertal bot eine kämpferisch sehr ansprechende Leistung und verlangte den Twistetalern über die gesamte Spielzeit alles ab. Schon in der neunten Minute legte Fingerhut beim Stand von 4:6 seine erste grüne Karte. Doch es lief nur teilweise besser, in der 15. Minute konnte Wesertal gar auf 10:6 erhöhen und auch in der 25. Minute führten die Gäste noch mit vier Toren. Doch Twistetal konnte mit drei Toren in Folge die Lücke noch schließen.

In der Pause gab Fingerhut seinem Team mit auf den Weg, dass jeder hundert Prozent geben müsse, damit sie das Spiel noch drehen können. Die taktische Umstellung in der Abwehr, den Wesertaler Spielmacher offensiver im Spielaufbau zu stören oder gar in Manndeckung zu nehmen, zeigte gute Wirkung, doch weiterhin lief Twistetal bis zum Ausgleich in der 44. Minute einem Rückstand hinterher.

Elffacher Torschütze Krouhs bringt HSG auf Siegerstraße

Angetrieben von Johannes Happe und Abwehrstratege Lars Fingerhut kam die HSG immer mehr in ihr Tempospiel. Krouhs ließ sich auch durch teilweise sehr harte Fouls nicht beirren und erspielte sich die Hochachtung seines Trainers. „Er hat definitiv das Spiel mit entschieden mit seinem unbändigen Einsatzwillen“, lobte Fingerhut. Allein von der 56. bis 58. Minute traf Krouhs gleich drei Mal und half den Gastgebern nach 27:27 auf die Siegerstraße. Wichtig war dabei auch, dass Philipp Pohlmann ins Spiel fand und ganz wichtige, freie Bälle hielt, die die HSG im Gegenzug in Tore ummünzen konnte.

Der Sieg, nach dem es lange nicht aussah, zeigt laut HSG-Coach Fingerhut die Entwicklung und die Fortschritte der Mannschaft. Das Team sei gereift, stecke nie auf und glaube an sich.
Tore für Twistetal: Fait 2, Schüttler 2, L. Fingerhut 1, Happe 5, Krouhs 11, Heß 6, Sturm 1, Bender 3. (Heike Saure)

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