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Zu viele Fehlwürfe: HSG Twistetal verliert Verfolgerduell in Körle 29:35

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Niederlage mit Folgen: Ob Jannik Bitter (Twistetal) auch in der kommenden Woche wieder angreifen kann, ist ungewiss. Er verletzte sich in Körle an der Hand.
Niederlage mit Folgen: Ob Jannik Bitter (Twistetal) auch in der kommenden Woche wieder angreifen kann, ist ungewiss. Er verletzte sich in Körle an der Hand. © Werner Spitzkopf

Es war ein hochklassiges, gutes Handballspiel, das aber für die Männer der HSG Twistetal nicht gut endete. Sie verloren das Landesliga-Spiel bei der MSG Körle/Guxhagen mit 29:35 (14:17).

Die Mannschaft von Trainer Steffen Fingerhut hätte aber durchaus das Zeug dazu gehabt als Sieger von der Platte gehen, wenn sie sich weniger Fehlwürfe geleistet hätte. 25 waren zu viel, auch wenn Pech dabei, war, weil der Ball von Latte oder Pfosten abprallte. „Prinzipiell haben wir über 60 Minuten die richtigen Sachen gespielt“, sagte Fingerhut nicht unzufrieden.

Im ersten Spielabschnitt stellten die Twistetaler um Kapitän Nils Pohlmann eine weitgehend stabile Defensive, sie ließen sich aber nach und nach immer wieder vom Gegner herauslocken, sodass die Abwehr löchriger wurde.

Angeführt von Eugen Gisbrecht, mit acht Toren bester Werfer der MSG, bestraften die spielstarken Körler meist jeden Fehler ihrer Gäste mit einem Torerfolg.

Oftmals schaffte es die HSG-Sieben, den Gegner ins Zeitspiel zu zwingen, doch auch davon ließen sich die Gastgeber nicht zum hektischen Handeln verleiten, sondern fanden meist doch noch den Weg zum Tor. Das versetzte der HSG-Defensive auch einen kleinen Knacks. Bei den Twistetalern stimmte einmal mehr die Einstellung, aber sie liefen in der zweiten Halbzeit fast durchgehend mindestens einem Drei-Tore-Rückstand hinterher. Auch das einfach nicht näher Herankommen kann demotivierend sein.

„Der Sieg ging verdient an die Körler, weil sie einfach cleverer waren und einen ruhigeren und überlegteren Handball gespielt haben als wir“, sagte Fingerhut. Eine Ursache für die Twistetaler Niederlage war, dass die HSG das Spiel quasi ohne die Außenspieler bestritten hat, die an diesem Tag einfach nicht ins Spiel fanden. „Wenn du 60 Minuten ohne Außenspieler spielst, dann muss der Rückraum umso mehr ackern“, sagte Fingerhut.

Andre Krouhs, mit zwölf Toren beste Twistetaler Werfer, Florian Heß und zum Ende hin auch Michael Köhne hätten aber stets alles versucht, um dagegenzuhalten. Neben der Niederlage kam zu allem Überfluss noch eine Handverletzung von Jannik Bitter hinzu. Eine Diagnose stehe noch aus, sagte der Trainer. Auch mit der Schiedsrichterleistung war der Twistetaler Coach in einigen Fällen nicht zufrieden. Erfreulich fand er hingegen das Debüt von Neuzugang Tobias Engelhard.
Tore für Twistetal: Krouhs (12), Heß (5), Happe (4), Bitter (3), Pohlmann (3), Köhne (2). (Heike Saure)

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