Handballerinnen überzeugen in der ganzen Breite

Was für ein Landesliga-Start: Twistetaler Frauen kanzeln Vellmar mit 33:25 ab

Nicht oft ließen sie sich stoppen: Die Twistetaler Frauen kamen beim 33:25-Sieg gegen Vellmar sehr gut zum Zuge. In dieser Szene wird Hanna Brida von Elisa Steiner (links) und Svenja Ochmann am Kreis „empfangen“.
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Nicht oft ließen sie sich stoppen: Die Twistetaler Frauen kamen beim 33:25-Sieg gegen Vellmar sehr gut zum Zuge. In dieser Szene wird Hanna Brida von Elisa Steiner (links) und Svenja Ochmann am Kreis „empfangen“.

Eine Woche nach den Männer und der Jugend sind auch die Frauen I der HSG Twistetal in die Saison der Gruppe 1 der Landesliga Nord gestartet – und wie!

Mühlhausen – „Manche haben mich gestern Abend gefragt, ob sie mich mal kneifen sollen“, gestand Ufuk Kahyar am Tag nach dem ersten Landesliga-Spiel der Frauen der HSG Twistetal. Sie hatten den favorisierten TSV Vellmar nicht nur besiegt, sondern mit einer bemerkenswerten Packung von 33:25 (18:11) auf die Heimreise geschickt, sodass der Trainer nur sagen konnte: „Als neuer Coach kannst du dir zum Einstand nichts Schöneres vorstellen.“

Dabei war es gar kein so gierhafter Rausch, in den sich sein Team hineinspielte, verriet Kahyar. „Alle Spielerinnen haben eben die Vorgaben sehr gut umgesetzt.“ Dazu gehörte unter anderem, mit einer offensiven Abwehr den gefährlichen Rückraumschützinnen der Gäste auf den Leib zu rücken. Und nicht nur dies gelang.

HSG Twistetal: Anlauf bis zum ersten Tor – aber dann...

Unterstützt von mehr als 100 Zuschauerin in der heimischen Mehrzweckhalle kauften die Twistetalerinnen ihrem nordhessischen Gegner den Schneid ab – nachdem sie die Nervosität abgelegt hatten. „Die Stimmung schlug dann doch etwas aufs Nervenkostüm“ so Kahyar. Fünfeinhalb Minuten brauchte seine Mannschaft bis zum ersten Treffer. Dann aber rollte der HSG-Zug, der aufbauend auf schnellem Umschaltspiel zu jederzeit des Spiels im Angriff Lösungen fand gegen die offensive 6:0-Deckung des TSV Vellmar.

Der war nach acht Minuten beim 3:3 zum letzten Mal gleichauf mit der HSG. 13 Minuten später führte diese bereits 14:5, zur Pause 18:11. Und auch danach mussten die Fans sich keine Sorgen machen um das konzentriert auftretende Team. „Bis zum Schluss war Power da, wir haben nicht nachgelassen“, lobte Trainer Kahyar seine Mannschaft, die bis zu zehn Toren Vorsprung hatte (29:19/48.).

Die Kräfte reichte auch deshalb so lange, weil Kahyar wie geplant alle 14 Spielerinnen über längere Zeit zum Einsatz kommen ließ; beispielsweise tauschte er nach einer Viertelstunde Spielzeit den kompletten Rückraum aus. Die Tore verteilten sich auch deshalb auf elf Feldspielerinnen. „Es war nur erste Step, aber die Euphorie war natürlich riesig“, berichtete der Trainer von der Stimmungslage nach dem ersten Spiel. Schade aus ihrer Sicht, dass das zweite erst am übernächsten Samstag ist. (schä)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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