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Angriff mit Luft nach oben: Twistetaler Handballer besiegen Aufsteiger

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Im Anflug: Twistetals Johannes Happe kommt gegen Gensungens Torwart Moritz Minhöfer zum Wurf.
Im Anflug: Twistetals Johannes Happe kommt gegen Gensungens Torwart Moritz Minhöfer zum Wurf. © Werner Spitzkopf

Nach Punkten war der Start ins neue Jahr für die HSG Twistetal gelungen. Haare in der Suppe fand man nach aber am Samstagabend noch genug - die Heim-Sieben machte es spannender als nötig.

Auch wenn die Handballer der HSG Twistetal in der Landesliga Nord einen 32:27 (18:13)-Sieg gegen die Reserve der ESG Gensungen/Felsberg feierten war Trainer Steffen Fingerhut mit der Leistung seines Teams nicht vollauf zufrieden. „Wir müssten aus so einem Spiel mit mindestens 40 Toren herausgehen“, haderte Trainer Steffen Fingerhut mit der Angriffsleistung.

Zu viele technische Fehler im Spielaufbau und das Abweichen vom Spielkonzept verhinderten einen möglichen höheren Sieg. Beim Landesligisten ließ vor allem der Druck nach fehlerhaften Aktionen, die nicht zum Tor führten, bei denen der Ball aber in den eigenen Reihen verblieb, immer wieder zu schnell nach. „Das ist nicht mein Verständnis von unserem Spiel“, sagte Fingerhut, der mit ansehen musste, dass der Aufsteiger aus Gensungen mehr aus den Twistetaler Fehler machte als umgekehrt.

Twistetal ohne Meier, Bitter und Nils Pohlmann

Ein zusätzliches Manko war das Fehlen von Kapitän Nils Pohlmann, Luca Meier und Jannik Bitter, die die Mannschaft auch in Sachen Einstellung anführen. Ein Sonderlob galt allerdings Joachim Stracke und Lars Fingerhut, die das dezimierte Team verstärkten und von Beginn versuchten, ihre Mitspieler mit zu reißen.

Die Abwehr war insgesamt in Ordnung, auch wenn es Abspracheprobleme zwischen den Halbpositionen und dem Mittelblock gab, was die Gensunger mit Spiel über den Kreis ein ums andere Mal eiskalt ausnutzten. Verlassen konnten sich die Gastgeber auf ihre Torhüter, vor allem Patrick Fingerhut war mit 40 Prozent gehaltener Bällen in der zweiten Halbzeit ein starker Rückhalt. Im Angriff überzeugte Joshua Sturm mit Toren aus dem Rückraum, auch Michael Köhne löste seine Aufgabe am Kreis sehr gut.

Twistetal lag über die gesamte Spielzeit in Führung, konnte sich aber erst gegen Ende der ersten Halbzeit einen etwas höheren Vorsprung erspielen (18:13). In Durchgang zwei baute die HSG ihren Vorsprung auf 25:16 aus (47.), ehe die Gäste in den letzten Minuten ein wenig verkürzten.

Sicher ist sich Fingerhut, dass so eine Leistung im folgenden Spiel beim Eschweger TSV nicht reichen wird. Der elfte Tabellenrang des kommenden Gegners spiegele in keiner Weise die Klasse dieser Mannschaft wider. (Heike Saure)

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