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Landessportbund: Uwe Steuber ins Präsidium gewählt

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Das neue Präsidium des Landessportbunds Hessen – hinten von links: Andreas Klages (Hauptgeschäftsführer), die Vizepräsidenten Ralf-Rainer Klatt, Katja Köhler-Nachtnebel, Helmut Meister, Uwe Steuber; vorn von links: Malin Hoster, Frank Weller, die neue Präsidentin Katja Kuhlmann, Vizepräsidentin Annika Mehlhorn.
Das neue Präsidium des Landessportbunds Hessen – hinten von links: Andreas Klages (Hauptgeschäftsführer), die Vizepräsidenten Ralf-Rainer Klatt, Katja Köhler-Nachtnebel, Helmut Meister, Uwe Steuber; vorn von links: Malin Hoster, Frank Weller, die neue Präsidentin Katja Kuhlmann, Vizepräsidentin Annika Mehlhorn. © Landessportbund Hessen/pr

Juliane Kuhlmann ist die erste Präsidentin des Landesportbunds Hessen (LSBH). Zu ihren Vizepräsidenten zählt auch ein Waldeck-Frankenberger.

Wiesbaden - Die 44-Jährige aus Nauheim wurde am Samstag auf dem Sportbundtag in Wiesbaden mit 96,7 Prozent der abgegebenen Stimmen zur Nachfolgerin von Rolf Müller gewählt, der das Amt nach 25 Jahren abgab und einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Müller wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet.

Heinz Zielinski, der sich ebenfalls um das Amt des Präsidenten beworben hatte, zog seine Kandidatur während des Sportbundtags zurück. „Die Zeit mit Rolf Müller war eine gute Zeit für den Landessportbund. Wir verneigen uns vor dieser großen Lebensleistung“, würdigte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) den 74-Jährigen aus Gelnhausen.

Steubers Mitbewerber Koch zieht zurück

Mit der ersten Frau an der Spitze zog auch erstmals ein Vertreter des Sports aus Waldeck-Frankenberg ins Präsidium ein. Sportkreischef Uwe Steuber wurde kampflos ins freigewordene Amt des Vizepräsidenten für Kommunikation und Marketing gewählt. Sein Mitbewerber Ralf Koch hatte seine Kandidatur kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen.

„Die Wahl erfüllt mich mit Stolz, aber vor allem auch mit dem Anspruch, nun schneller die Informationen in die Sportpolitik in Waldeck-Frankenberg zu bringen“, kommentierte Steuber seine Wahl. Der 60-Jährige ist einer von drei Nordhessen im neuen Spitzengremium.

Aus Wabern kommt die neue Vizepräsidentin Schule, Bildung und Personalentwicklung, Katja Köhler-Nachtnebel, die sich mit 67,4 Prozent gegen Frank Illing (32,6) durchsetzte. Die ehemalige Topschwimmerin Annika Mehlhorn aus Baunatal gewann bei der Abstimmung über die Nachfolge des Vizepräsidenten Leistungssport, Lutz Arndt, knapp mit 52,6 Prozent gegen Martin Rumpf (47,4). Zum neuen Präsidium gehören weiter Helmut Meister (Finanzen), Ralf-Rainer Klatt (Sportentwicklung) und Frank Weller (Vereinsmanagement) sowie Malin Hoster (Kinder und Jugend).

Digitalisierung des Sports eine zentrale Aufgabe Steubers

Der Einzug Steubers ins Spitzenamt hätte an einem Antrag mehrerer Fachverbände scheitern können. die das Amt des Vizepräsidenten für seinen Bereich abschaffen wollten. Die Delegierten schmetterten ihn mit Mehrheit ab. Umgekehrt zog der Beirat der Sportkreise seinen Antrag zurück. ein eigenes Amt für Digitalisierung im Präsidium zu schaffen.

Die Digitalisierung im Sport voranzutreiben gehört nun als Schwerpunkt zu Steubers Aufgaben. Dazu soll eigens eine Kommission gebildet werden. Der 60-Jährige ist als Angestellter des Hessischen Städte- und Gemeindebunds mit Fragen der Digitalisierung in den Kommunen auch beruflich befasst. Seine Kenntnisse über die Strukturen wolle er nun beim LSBH einbringen, sagte er der WLZ. In einem ersten Schritt wolle er sich aber in die bestehenden Strukturen seines Bereichs einarbeiten.

Ein bundesweites Zeichen. habe der Landessportbund mit der Aufnahme der Athlet/innen-Vertretung und des Fachbeirats Trainer/innen in die Satzung gesetzt, hieß es in einer Pressemitteilung des LSBH zum Sportbundtag. Mit der deutlichen Verschärfung des Paragrafen 9 seiner Ausbildungsordnung stelle der LSBH zudem klar, „dass sexualisierte Belästigung und Gewalt in keinem Fall tolerabel sind und mindestens zu einem befristeten, maximal aber auch zum dauerhaften Entzug der Lizenz beispielsweise von Übungsleiter/innen führen kann“.  red/mn

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