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Hoffen auf Platz im Kader: Langläuferin Ilva Kesper vertritt die Willinger Farben beim Rollskirennen

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Von: Friederike Weiler

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Derzeit auf Skirollern unterwegs: : Ilva Kesper vom SC Willingen (hier beim Deutschlandpokal Reit im Winkl im Februar) freut sich auf die Heimrennen.
Derzeit auf Skirollern unterwegs: : Ilva Kesper vom SC Willingen (hier beim Deutschlandpokal Reit im Winkl im Februar) freut sich auf die Heimrennen. © pr

Olympiasiegerinnen und weitere bekannte Gesichter sind beim Rollskisrennen in Willingen am nächsten Wochenende dabei. Und eine Upländerin, die aus Bayern anreist.

Seit zwei Jahren besucht Ilva Kesper das Oberstdorfer Sportinternat, 2023 wird die Langläuferin vom SC Willingen das Abitur machen. Der Wechsel aus der Heimat nach Bayern erfolgte, weil es damals in Willingen, besser gesagt in ganz Hessen, keine passende Trainingsgruppe für die 18-Jährige gab.

„Hier ist das anders, es sind viele Mädels in meiner Gruppe dabei, mit denen ich mich vergleichen beziehungsweise an denen ich mich orientieren kann. Und wir trainieren auch öfter mit der U 23 zusammen. Die Bedingungen sind super, und vielleicht kann ich mir irgendwann meinen Traum von der deutschen Nationalmannschaft erfüllen.“

Ilva Kesper: „Wenn ich mich gut präsentiere...“

Die letzte Wintersaison schloss Ilva Kesper schon mal mit dem siebten Rang im Deutschlandpokal ab, einen Kaderplatz hat sie nur ganz knapp verpasst – daran wird derzeit aber gearbeitet, denn schon bald steht in der Heimat die Sommerleistungskontrolle auf dem Plan. Vom 22. bis 24. Juli treffen sich die besten Langläufer Deutschlands in Willingen – und mit dabei ist Ilva Kesper.

Die 18-Jährige tritt beim 3000-Meter-Lauf und dem Rollskirennen „Rund um den Sauerlandstern“ am Samstag sowie beim Rollerrennen am Sonntag an. Beim Wettkampf am Samstagnachmittag ist sie die einzige heimische Starterin. „Wenn ich mich in Willingen gut präsentiere, habe ich die Chance, per Trainerentscheid noch für die Kaderlehrgänge nachnominiert zu werden. Und das ist mein Ziel.“

Speziell auf die Sommerleistungskontrolle hintrainiert wurde aber nicht: „Es gibt einen bestimmten Trainingsrhythmus und der wird nicht für einen Wettkampf unterbrochen, weil der Schwerpunkt ja auf dem Winter liegt“, sagt Ilva Kesper und fügt an: „Aber kurz vor der Kontrolle werden beispielweise noch einmal Bahnläufe ins Training eingebaut.“

Der erste Trainingsblock endet nach der Leistungskontrolle in Oberhof, die noch im September ansteht. „Danach folgt dann eine Pause, bevor der zweite Block mit der direkten Vorbereitung auf den Winter startet.“

Siegerehrung fast vor der Haustür

Besonders freut sich Ilva Kesper in Willingen auf den Wettkampf am Samstag, bei dem auch die Olympiasiegerinnen Katharina Hennig und Viktoria Carl sowie Katherine Sauerbrey und Sofie Krehl aus der Silberstaffel von Peking am Start sein werden. „Wir starten zwar nicht alle zusammen, trotzdem ist es toll, die Mädels in Willingen laufen zu sehen. Ich habe zwar kein konkretes Ziel für die Wettkämpfe zuhause, aber eine vordere Platzierung wünsche ich mir schon“, sagt die 18-Jährige und fügt an: „Wenn man sich für die Kaderlehrgänge anbieten will, muss man allerdings unter die Top Drei kommen. Und weil es noch dazu ein Rennen zuhause ist, möchte ich mich besonders gut präsentieren, aber Druck mache ich mir deswegen nicht.“

Allerdings: „Ich bin noch nie einen so wichtigen Wettkampf zuhause gelaufen, daher bin ich schon aufgeregter als sonst, vor allem dann, wenn ich meine Familie und Freunde sehe. Trotzdem werde ich mich aber kurz vor den Wettkämpfen jeweils auf mich konzentrieren.“ Einen Vorteil in Bezug auf die Strecke sieht sie jedenfalls nicht. Sie kenne die Strecke von früher. Aber nur, weil sie auf dem Schulweg dort immer entlang gelaufen sei.

Vor dem Rollskiwettkampf steht auch noch der 3000-Meter-Lauf an – zwei Wettkämpfe an einem Tag, wird das eine besondere Herausforderung? „Dazwischen ist genügend Zeit, um sich zu erholen“, sagt Ilva Kesper und ergänzt: „Lediglich die Vorbereitungszeit wie das Abholen der Startnummern, das Warmmachen, das mit Aufregung an den Start gehen sowie die Nachbereitung mit der Erleichterung und das Auslaufen – also das ganze Drumherum wird eher anstrengend sein, weil es viel Zeit und Energie raubt. Aber das wird schon klappen.“

Nach den Rennen steht dann am Samstagabend im Willinger Kurgarten die Siegerehrung mit Pasta-Party und ein buntes Rahmenprogramm an. „Das ist fast vor meiner Haustür, darauf freue ich mich schon sehr, zumal auch viele bekannte Gesichter kommen werden.“

Allerdings geht’s Sonntagmorgen direkt mit dem nächsten Wettkampf weiter. „Deswegen wird es Samstagabend auch nicht allzu spät werden, schließlich muss ich mich noch etwas für den nächsten Tag ausruhen. Mein Vorteil: Wenn ich schon mal in der Heimat bin, schlafe ich auch bei meinen Eltern – und die wohnen ja direkt am Kurgarten, da ist der Weg nicht weit“, sagt Ilva Kesper. (frg)

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