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Langlauf: Ilva Kesper überrascht sich bei erstem Alpencup mit Top-Ten-Platz selbst

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Von: Friederike Weiler

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Überzeugte bei ihrem ersten Alpencup: Langläuferin Ilva Kesper. archi
Überzeugte bei ihrem ersten Alpencup: Langläuferin Ilva Kesper. © Ski-Club willingen/nh

Für Ilva Kesper vom Ski-Club Willingen stand vergangenes Wochenende der erste Alpencup ihrer Karriere an – und der lief richtig gut für die 18-jährige Langläuferin.

In ihrer Wahlheimat Oberstdorf sicherte sie sich im Sprint am Samstag den siebten Platz, am Sonntag im Massenstart über 20 Kilometer wurde sie 20. „Das war mein erster richtiger Alpencup, der wegen Schneemangels am Arber auf meine Heimstrecke nach Oberstdorf verlegt wurde. Und der ist gleich richtig gut gelaufen, mit meinen Ergebnissen bin ich sehr zufrieden“, sagte Ilva Kesper.

Sie habe einfach nur gute Rennen machen und gucken wollen, was dabei heraus komme. „Ich hatte mir vorher kein Ziel gesetzt, weil ich eben bisher noch keinen Alpencup gelaufen bin und die Konkurrenz nicht kannte“, ergänzte die Upländerin, die seit September 2020 das Oberstdorfer Sportinternat besucht, aber weiterhin für den SC Willingen startet.

Ilva Kesper: Erwartungen etwas zu hoch geschraubt

Im Qualifikationslauf über 1,2 Kilometer, in dem sich die 30 Zeitschnellsten für die Viertelfinals qualifizieren, wurde sie nach 2:54.50 Minuten Siebte. „Der Sprint lief richtig gut. Ich hatte mit der siebten Zeit auch schon einen super Prolog. Da war ich schon überrascht, dass ich so weit vorn gelandet bin. Für die Heats habe ich meine Erwartungen dann auch etwas hochgeschraubt und das Halbfinale angepeilt, über das ich dann über die Lucky Loser reingekommen bin.“ Und am Ende hatte sie den siebten Platz sicher und war damit beste Deutsche. Den Sieg schnappte sich die Italienerin Nadine Laurent.

Am Sonntag ging es dann mit dem Massenstart über 20 Kilometer in klassischer Technik weiter. „Da wusste ich schon vorher, dass es hart wird, zumal ich noch nie zuvor 20 Kilometer gelaufen bin und die Strecke in Oberstdorf sehr anspruchsvoll ist. Da sind zwei Berge dabei, die es ganz schön in sich haben. Und in meiner Altersklasse sind sehr starke Läuferinnen dabei, die auch gleich vom Start weg ordentlich losgezogen sind.“

Nach 1:01:07,5 Stunden hatte die 18-Jährige den 20. Platz sicher, es siegte die Schweizerin Marina Kälin (57:21,3 Stunden). „Bergauf lief es richtig gut, in den flachen Stücken und Übergängen habe ich leider etwas Zeit verloren. Der 20. Platz ist aber trotzdem voll in Ordnung.“

Bereits kommendes Wochenende geht es für Ilva Kesper beim Deutschlandpokal in Oberhof weiter. „Eventuell starten wir dort in der Skihalle, weil einfach zu wenig Schnee liegt, das wäre zwar schade, aber es bleibt einem ja nichts anderes übrig.“ (frg)

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