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Rund um den Sauerlandstern: Langlauf-Olympiasiegerinnen auch in Willingen ganz vorn

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Von: Friederike Weiler

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Langläuferinnen bei einem Rollskisrennen in Willingen
Strack ruff: Schwerer als erwartet stuften Männer und Frauen die Strecke in Willingen ein. Hier das Feld der Frauen mit Victoria Karl (vorn), Katharina Hennig und Laura Gimmler. © Friederike Weiler

Deutsche Langlaufgrößen und -talente bei heißen Temperaturen auf den Straßen Willingens: Das Rollskirennen „Rund um den Sauerlandstern“ erlebte am Samstag seine Neuauflage.

Willingen – Sie wurden ihrer Favoritenrolle gerecht: Die Olympiasiegerinnen Katharina Hennig (Oberwiesenthal) und Victoria Carl (Zella-Mehlis) setzten sich auch. Auf Rang drei landete Laura Gimmler vom SC Oberstdorf, die zwar als Führende auf die letzte der zwölf Runden ging, im Zielsprint aber nicht ganz mithalten konnte.

Das Wettkampfformat feierte übrigens Premiere: Beim Eliminator-Race wurden ab der vierten Runde immer die langsamsten Läuferinnen und Läufer aus dem Rennen heraus genommen, sodass es dann in die zwölfte Runde nur noch zu viert ging.

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Während der 10,8 Kilometer wechselten sich die Damen permanent mit der Führungsarbeit ab, aber keine Läuferin konnte sich unter den lauten Anfeuerungsrufen der vielen Zuschauer absetzen. „Dabei war das mein Plan“, sagte Victoria Carl. „Ich habe immer wieder angegriffen, weil ich das Feld etwas auseinanderziehen wollte, aber das hat nicht geklappt, die Strecke war wohl zu einfach.“

Das sah Laura Gimmler ganz anders: „Ich hatte mich eher auf eine flache Runde gefreut und dann war’s eine ganz schöne Herausforderung, immer wieder den Berg hochzulaufen. Trotzdem lief’s gut, es hat alles gepasst“, so die 28-Jährige. Friedrich Moch, der sich bei den Herren den dritten Platz sicherte, war ebenfalls auf eine flache Strecke eingestellt. „Es war viel anspruchsvoller als erwartet, aber die Stimmung war genial“, sagte der 22-Jährige vom WSV Isny.

Spannend ging es auf der Strecke zu: Der spätere Sieger Thomas Bing (57) führt hier das Feld an.
Spannend ging es auf der Strecke zu: Der spätere Sieger Thomas Bing (57) führt hier das Feld an. © Friederike Weiler

Was den Damen nicht gelang, gelang aber Thomas Bing vom Rhöner WSV. Der 32-Jährige lief einen ordentlichen Vorsprung auf seine Konkurrenz heraus und hatte am letzten Anstieg nichts mehr zu befürchten, Zweiter wurde Albert Kuchler (Lam).

Bei den Juniorinnen setzte sich Alexandra Otto (Bad Lobenstein) vor Emily Herrnkind (Oberhof) und Charlotte Böhme (Stützengrün) über die 10,8 Kilometer durch. Lokalmatadorin Ilva Kesper, die seit zwei Jahren in Oberstdorf lebt und trainiert, hatte lange gut mithalten können, aber am Ende nicht in die Entscheidungen eingreifen können. „Das war mein härtestes Rennen überhaupt“, sagte die 18-Jährige und fügte an: „Die Runde war hart, man konnte sich kaum erholen, trotzdem bin ich aber zufrieden. Ich hatte einen Platz unter den besten Acht angepeilt und das hat auch geklappt.“

Lieferte eine tolle Leistung ab: Ilva Kesper.
Lieferte eine tolle Leistung ab: Ilva Kesper. © Friederike Weiler

Hinter dem Junioren-Sieger Elias Keck (Buchenberg) ging es ganz knapp zu, im Fotofinish hatte Tom Emilio Wagner (Goldlautern) die Fußspitze einen Millimeter weiter vorn, Nico Dsaak (Dresden) landete somit auf Rang drei.

Nicht nur bei den Zuschauern und Athleten hinterließ die Veranstaltung einen bleibenden Eindruck, auch der Bundestrainer war begeistert: „Wir haben spannende Wettkämpfe, eine harte Strecke und wirklich gute Fights gesehen. Mein Lob gilt dem Veranstalter, es war alles toll organisiert und es herrschte eine super Stimmung auf der Strecke“, sagte Peter Schlickenrieder und fügte an: „Das schreit absolut nach einer Wiederholung.“ (frg)

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