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Leyhe mit Licht und Schatten: Erst Weltcup-Punkte, dann verpasst Willinger Skispringer das Finale

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Eine etwas längere Luftfahrt hatte sich der Willinger Skispringer bei einige seiner Sprünge beim Weltcup im finnischen Kuusamo gewünscht.
Eine etwas längere Luftfahrt hatte sich der Willinger Skispringer bei einige seiner Sprünge beim Weltcup im finnischen Kuusamo gewünscht. © : Tadeusz Mieczynski

Der Weltcup-Saisoneinstand von Stephan Leyhe im finnischen Ruka-Kuusamo stand unter keinem guten Stern. Die Ausgangslage war schwierig.

Kuusamo/Willingen – Nachdem das Gepäck der DSV-Adler samt den Skiern nicht mit in den Flieger nach Finnland gekommen waren, mussten Geiger & Co. auf die ersten geplanten Schneesprünge im Training verzichten.

Immerhin stimmten der Weltverband Fis und die internationale Konkurrenz zu, dass die erste Qualifikation von Freitag auf Samstagmorgen verschoben wurde und die Schützlinge von Bundestrainer Stefan Horngacher wenigstens noch am ersten Wettkampf auf der Ruka-Schanze teilnehmen konnten.

Für Leyhe sprangen am Samstag sogar die ersten zehn Weltcup-Punkte heraus. Nach einem 140-Meter Satz und Platz acht im ersten Durchgang landete der 30-jährige vom SC Willingen im Finale nur auf 125 Meter und fiel auf Platz 21 zurück.

Leyhe verpasst am Sonntag Finale

Am Sonntag reichte es mit sehr guten 136 Metern erneut zu Platz acht in der Qualifikation, dann fiel Leyhe erneut in ein Leistungstief und seine 123,5 Meter im ersten Durchgang waren zu wenig für das Finale, sie reichten nur für Platz 32. Es war für den gebürtigen Schwalefelder auch kein Trost, dass der beste deutsche Skispringer in der Vorsaison, Karl Geiger, das gleiche Schicksal hinnehmen musste. Seine 122,5 Meter bedeuteten nur Rang 33.

Das war erstaunlich, denn Geiger war sogar Zweiter in der Qualifikation gewesen und er hatte am Samstag für den ersten Top-Ten-Platz (6.) für die Schützlinge von Bundestrainer Stefan Horngacher gesorgt. Leyhe bewertet sein Abschneiden in Finnland insgesamt als positiv: „Es war ein schwieriges Wochenende, aber meine Form ist eigentlich besser als das, was letztlich an Ergebnissen rausgekommen ist“, sagte der Schwalefelder und fügte hinzu: „Ruka ist halt immer etwas speziell.“

Beim zweiten Springen landeten Andreas Wellinger (133,5+143,0) als bester Deutscher auf Rang sieben, dahinter lag Teamkollege Pius Paschke (132,5+139,5) und Markus Eisenbichler (137,5+136,0) wurde Zehnter. Constantin Schmid (133,5+124,0) kam auf den 21 Platz. Leyhe muss sich im Hinblick auf den kommenden Heim-Weltcup in Titisee-Neustadt mächtig strecken. Denn auch Philipp Raimund lauert weiter auf einen Platz im Team.

Siebter Weltcup-Startplatz für DSV wird angestrebt

Ein siebter Startplatz im Weltcup könnte im Continental Cup ersprungen werden, der am kommenden Wochenende in Vikersund (Norwegen) beginnt und bei dem auch der frühere Upland-Schüler Simon Spiewok aus Meinerzhagen starten wird.

Vieles läuft noch nicht rund im deutschen Springerteam, doch Bundestrainer Horngacher bleibt noch recht gelassen. „Es war schon besser als zuletzt in Wisla. Wir haben einige sehr gute Sprünge von Wellinger, aber auch von den beiden ausgeschiedenen Geiger und Leyhe gesehen. Das lässt hoffen.“

Aber es wartet auf ihn und seine Springer noch viel Arbeit, denn der Weg zur Spitze scheint derzeit weiter entfernt zu sein als in den vergangenen Jahren, auch weil sie weniger Sprünge auf Schnee absolvieren konnten.

Den Ton geben momentan unter anderem der Slowene Anze Lanisek an, der am Samstag das Springen (149,0+141,5 m) gewann vor Stefan Kraft (Österreich/141,5+144,0) und dem Polen Piotr Zyla ((143,0+142,0).

Beim Wettkampf gestern gab es einen Doppelsieg von Stefan Kraft (140,0+147,0 m) und den Norweger Halvor Egner Granerud (139,0+145,0 m) vor dem Japaner Naoki Nakamura (144,0+139,5).

Im Gesamtweltcup führt weiterhin der Pole Dawid Kubacki mit 290 Punkten vor Stefan Kraft (285) und Anze Lanisek (236). Bester Deutscher ist Pius Paschke (83) auf Rang elf. (be/rsm)

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