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Blech-Pech: Linus Kesper und Michelle Göbel Vierte zum Abschluss des Olympischen Jugendfestivals

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Knapp an Bronze vorbei geflogen: Michelle Göbel wurde Vierte mit dem Skisprung-Mixed-Team.
Knapp an Bronze vorbei geflogen: Michelle Göbel wurde Vierte mit dem Skisprung-Mixed-Team. © imago images/Christian Heilwagen

Die beiden Upländer Wintersportler bewegen sich beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (EYOF) im finnischen Vuokatti weiter quasi im Gleichschritt und treten ohne erfüllten Medaillentraum die Heimreise an.

Nach jeweils Platz fünf am Tag zuvor sprang für Biathlet Linus Kesper und Skispringerin Michelle Göbel am Freitag der undankbarste Platz heraus: Sie wurden Vierter im Team.

Noch motiviert durchdie errungene Bronze-Medaille der Jungen im Mannschafts-Wettbewerb ging das DSV-Quartett der Springerinnen gestern zum Abschluss des EYOF-Festivals im Mixed an den Start. Am Ende mussten sie sich mit m Olympia-Satz des Rennrodlers Felix Loch trösten: „Einer muss ja Vierter werden.“ Hinter Favorit Slowenien (913,0) und Österreich (897,0) schnappten überraschend die Schweizer (857,0) mit 8,5 Punkten Vorsprung den DSV-Adlern (844,5) die Bronzemedaille weg. Norwegen (843,5) lag knapp dahinter.

„Ich bin ziemlich enttäuscht. Zwei Mal knapp an einer Medaille vorbei, das tut echt weh, aber nützt ja nichts“, musste die Michelle Göbel nach dem Wettkampf und ihrem fünften Rang im Einzel erst wieder aufgebaut werden. Dabei hatte die Willingerin mit 84 und 88 Metern sowie 206,5 Punkten und Noten um die 17,0 keineswegs enttäuscht. Lia Böhme (82+83,5m), Adrian Tittel (90+94m) und Ben Bayer (88,5+86m) blieben ebenfalls im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Immerhin nahmen die deutschen Skispringer insgesamt zwei Bronzemedaillen aus Lahti mit nach Hause.

Blieb für Michelle Göbel der Trost aus der Heimat und der Rückblick auf „eine im Großen und Ganzen recht zufriedenstellende Saison“ mit der Bronzemedaille bei der Junioren-WM in Zakopane als Glanzlicht.

Linus Kesper übernimmt als Führender den „Staffelstab“

Auch für Linus Kesper hieß es gestern: Blech statt Medaillentraum erfüllt. Mit der Mixed-Staffel der Biathleten schrammte der Willinger ganz knapp an der Medaille vorbei. Im Ziel nach 4x6 Kilometern fehlten Deutschland fünf Sekunden auf Rang das drittplatzierte Polen (1:13:26, 9 Stunden). Der Sieg ging an Frankreich (1:12:27,8), auf Rang zwei landete die Mannschaft aus Tschechien.

Als Startläuferin trat Charlotte Gallbronner an, die nach 20:12,1 Minuten als Zehnte an Teamkollegin Lea Zimmermann übergab. Zimmermann legte einen super Wettkampf hin und übergab als Erste an Linus Kesper. Der 19-Jährige kam im Liegendanschlag nicht mit den Nachladern aus, musste drei Strafrunden laufen, wodurch das Team auf Rang neun zurückfiel. Auf der Schlussrunde kämpfte sich Kesperr aber heran und übergab als Fünfter an Schlussläufer Leonhard Pfund, der sein Team noch einen Platz nach vorn brachte. Im Ziel stand eine Gesamtzeit von 1:13:31,9 Stunden.

Porträtbild von Biathlet Linus Kesper in Winterlandschaft
Haderte in der Mixed-Staffel mit den Schießfehlern: Linus Kesper. © Privat

„Das erste Schießen hat leider gar nicht gut geklappt, da habe ich mich schon gefragt, was los ist. Alle Schüsse waren ganz leicht links daneben“, sagte Linus Kesper und ergänzte: „Stehend hat es dann gut gepasst. Auch vom Läuferischen her ging’s noch mal ganz gut, nur die zweite Runde war mit den drei Strafrunden in den Beinen schon recht hart.“

Natürlich war die Enttäuschung wegen einer verpassten Medaille groß: „Das wäre schon schön gewesen, der vierte Platz ist einfach ärgerlich, zumal nur fünf Sekunden fehlen“, so der 19-Jährige, der in den Einzelwettkämpfen Neunter und Fünfter geworden war. „Aber alles in allem war’s schon eine runde Sache in Finnland. Ich habe viele neue Erfahrungen gemacht und tolle Eindrücke sammeln können, die Zeit ging viel zu schnell vorüber.“  (be/frg)

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