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Es geht wieder um den Gürtel: Mario Jassmann verteidigt Boxtitel am 29. Oktober

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Von: Dirk Schäfer

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So möchten ihn die Fans auch am 29. Oktober wieder sehen: Mario Jassmann mit dem 2019 errungenen Gürtel als WBF-Interkontinental-Meister.
So möchten ihn die Fans auch am 29. Oktober wieder sehen: Mario Jassmann mit dem 2019 errungenen Gürtel als WBF-Interkontinental-Meister. © Artur Worobiow

Nicht, dass Mario Jassmann seit 2019 nicht geboxt hätte. Aber es ist schon fast drei Jahre her, dass er in Meineringhausen Interkontinental-Meister der WBF (World Boxing Federation) geworden ist.

Mit einem technischen K.o. gegen den in Ungarn lebenden Kubaner Ericles Torres Marin, der wegen Verletzung nicht weiterboxen konnte, holte sich Jassmann damals den Gürtel. Ende März 2020 war die erste Titelverteidigung geplant. Aber Corona war zwei Wochen schneller.

Dann kamen viele Zwangspausen, unter anderem wegen eines Handbruchs im vorigen Jahr. Und jetzt geht es endlich wieder um den Gürtel für den Korbacher Boxprofi: Jassmann boxt am Samstag, 29. Oktober, gegen Gabriel Tkac. Der Slowake ist mit 21 noch nicht einmal halb so alt wie Jassmanns letzter Herausforderer Torres Marin.

Mario Jassmann: „Einer der stärksten Gegner bisher“

Aber nicht deshalb schätzt der Titelverteidiger Tkac sehr hoch ein. „Der Junge, der will. Er hat eine sehr gute Technik, kann auch hart schlagen. Es ist einer der stärksten Gegner, die ich je hatte“, sagt Jassmann über den Slowaken, der rund 90 Amateurkämpfe bestritt und nun seinen achten Profikampf angeht. Sechs hat Tkac bisher gewonnen, fünf durch K.o. Ein wenig Kampftaktik hat sich Mario Jassmann schon zurecht gelegt. Aber erst einmal steht viel Trainingsarbeit im Vordergrund für die nächsten zehn Tage.

Zehn Wochen Vorbereitung liegen bereits hinter dem 34-jährigen Supermittelgewichtler, der zwischendurch auch einmal „ein bisschen dicker“ geworden ist. „Kein Wunder, wenn du verletzt bist und keine Kämpfe hast und die Motivation nicht so groß ist.“ Mittlerweile sei er aber sehr gut gerüstet, so Jassmann, der zuletzt Anfang Juli bei der „Gladiators Fight Night“ in Bad Wildungen sechs Runden auf den Brettern stand und den Ungarn Gabor Detre nach Punkten besiegte.

Boxabend mit bis zu 10 Kämpfen – Tribünenkarten im Vorverlauf zu haben

Acht bis zehn internationale Profikämpfe versprechen Mario Jassmann und sein Promoter Enrice Schütze für den Kampfabend am 29. Oktober in Korbach. Neben dem Lokalmatadoren sind unter anderem folgende durchaus bekannte Größen mit dabei: Edris Esmaili, Abdul Ghafour und Juri Nold (alle aus Kassel), Daniel Weinbender, Kambis Rahmani (beide aus Cloppenburg), Patrick Rokohl (Braunschweig), Ilyas Can (Bielefeld) und Serdar Kurun (Göttingen). Das Interesse ist durchaus groß, mit gut 500 Zuschauern wird gerechnet. Alle Karten für die Plätze direkt am Ring (Innenraum) sind bereits weg. Im Vorverkauf (30 Euro) gibt es noch Karten für die Tribüne – erhältlich bei Pizzeria Toni und der Werbeagentur Lange in Korbach sowie online über psp-boxing.com/tickets.

Die gebrochene Hand macht meistens keine Probleme mehr, berichtet Jassmann, gibt aber zu, dass die Verletzung aus seinem Kopf nich nicht raus ist. „Das führt dazu, dass ich etwas zurückhaltender boxe, aber ich brauche ja ohnehin immer ein paar Runden, um entscheidend zum Zuge zu kommen“, gibt der Korbacher zu, der im Training auch zwangswiese den Fokus mehr auf seine Rechte gelegt hat.

Mit viel Vorfreude blickt Jassmann nun der Titelverteidigung entgegen, zumal endlich wieder in der Heimatstadt geboxt wird. Die Kreissporthalle ist am 29. Oktober Schauplatz des Boxabends, „und ich freue mich über jeden Unterstützer die diese lokale Veranstaltung“. Selbstverständlich sei in diesen Zeiten nichts mehr, sagt Jassmann. Und meint damit auch: Die Organisation wird teurer, so wie alles. „Allein die Flüge für die Gegner aus Osteuropa kosten jetzt das doppelte.“ An den Eintrittspreisen werde sich aber nicht viel ändern. (schä)

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