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Martin Born zum neuen Tischtennis-Kreiswart gewählt - Ehrentitel für Vorgänger Meyerhöfer

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Der neue Tischtennis-Kreisvorstand Waldeck-Frankenberg: (von links) Schiedsrichterwart Klaus Vieth, Kassenwart Lutz Friedrich, Jugendwartin Sandra Siebert, stellvertretender Schiedsrichterwart Tobias Marek, der ausgeschiedene Kreiswart Karl-Friedrich Meyerhöfer, Sportwart Harald Ludwig, der neue Kreiswart Martin Born sowie die geehrten Horst-Dieter Paulus und Peter Reich. Es fehlt Schülerwart Leon Wiskemann.
Der neue Tischtennis-Kreisvorstand Waldeck-Frankenberg: (von links) Schiedsrichterwart Klaus Vieth, Kassenwart Lutz Friedrich, Jugendwartin Sandra Siebert, stellvertretender Schiedsrichterwart Tobias Marek, der ausgeschiedene Kreiswart Karl-Friedrich Meyerhöfer, Sportwart Harald Ludwig, der neue Kreiswart Martin Born sowie die geehrten Horst-Dieter Paulus und Peter Reich. Es fehlt Schülerwart Leon Wiskemann. © Paulus

Martin Born ist der neue Tischtennis-Kreiswart in Kreis Waldeck-Frankenberg. Er wurde beim Kreistag in Halgehausen einstimmig gewählt.

Waldeck-Frankenberg – Er ist der Nachfolger von Karl-Friedrich Meyerhöfer, der den Tischtennis-Kreis in den vergangenen zwölf Jahren und damit insgesamt 16 Jahre lang geleitet hat. Meyerhöfer wurde von den Vereinsvertretern zum Ehren-Kreiswart ernannt.

Ehrung für Meyerhöfer

Den Ehrentitel für Meyerhöfer hatte Peter Metzger als Vizepräsident des Hessischen Tischtennis-Verbands (HTTV) beantragt. Die Teilnehmer des Kreistags stimmten zu und zeigten Meyerhöfer mit stehendem Applaus ihre Anerkennung. Der Korbacher war mit Unterbrechungen insgesamt 16 Jahre lang Kreiswart gewesen und 45 Jahre lang Pressewart auf Kreis- und Bezirksebene. Auch bei der Pressearbeit will er kürzertreten.

„Ich habe alles, was ich gemacht habe, gerne gemacht. Ich will kein Lob dafür“, sagte der 74-Jährige nach der Ehrung. Er dankte den Vorstandskollegen „für die tolle Zusammenarbeit“, besonders Sportwart Harald Ludwig. Und er lobte die Vereine, dass es in den 45 Jahren, in denen er Zeitungsberichte vom Tischtennis geschrieben hat, nie Komplikationen gegeben habe. „Als ich 1977 damit angefangen habe, mussten mir die Vereine ihre Spielberichte noch in den Briefkasten werfen, ich habe sie auf Schreibmaschine getippt und persönlich zur Zeitung gebracht“, erzählte Meyerhöfer.

Neuwahlen

Martin Born vom TSV Dodenau, sein Nachfolger als Kreiswart, war bisher Kreisjugendwart. Der 37-Jährige hat sich in den vergangenen Wochen bereits sehr engagiert um das Projekt „Aufbruch Waldeck-Frankenberg“ gekümmert (siehe Artikel unten). Born wurde ebenso einstimmig gewählt wie alle anderen Ämter: Kassenwart Lutz Friedrich, Sportwart Harald Ludwig, Jugendwartin Sandra Siebert, Schülerwart Leon Wiskemann, Schiedsrichterwart Klaus Vieth, Stellvertreter Tobias Marek und Pressewart Jörg Paulus. Neuer Kassenprüfer ist Axel Bumke.

Ehrungen

Für besondere Verdienste um das Tischtennis wurden geehrt: Martin Born (Ehrennadel in Bronze), Peter Reich, Erika Dahmer (Gold mit Kranz) und Jörg Paulus (Gold mit großem Kranz). Peter Reich und Horst-Dieter Paulus erhielten zudem als Anerkennung Sammelmünzen des HTTV. Die Vereine, die in der vergangenen Runde ihrer Klasse Kreispokalsieger wurden, erhielten nachträglich die Pokale, weil es wegen Corona keine zentrale Pokalendrunde gegeben hatte.

Spielbetrieb

Nach dem Abbruch der vergangenen Saison wegen der Corona-Pandemie hoffen die Tischtennisspieler auf eine komplette Saison 2022/23. Sie wird Mitte September beginnen – nach der Kreismeisterschaft am 10./11. September. Neu ist, dass Mannschaften in jedem Monat eine bestimmte Zahl an Spielen machen müssen, also nicht mehr wochenlang Pause haben dürfen, damit die Tabelle nicht verzerrt wird. Neu ist auch, dass Spiele um bis zu zwei Wochen nach hinten verlegt werden dürfen.

Die neue Klasseneinteilung steht im Internet auf click-tt. Bei den Damen sind Rennertehausen (Hessenliga) und Vöhl (Verbandsliga) die klassenhöchsten Teams aus dem Kreis, bei den Herren Korbach (Bezirksoberliga) und Bromskirchen, Frankenberg und Adorf (Bezirksliga). Nach der Aufnahme der Spieler des TTC Ederbergland (wir berichteten) stellt Bromskirchen bei den Herren zwei Teams in der Bezirksliga und insgesamt acht. Ederbergland hatte zuletzt in der Bezirksoberliga gespielt.

4er-Mannschaften

Ab der Saison 2023/24 soll auch in den Kreisligen in Waldeck-Frankenberg wie in den Kreisklassen mit 4er- statt 6er-Mannschaften gespielt werden. Diesem Antrag von Sportwart Ludwig stimmten alle bis auf einen der anwesenden Vereine zu. Der HTTV hatte bereits beschlossen, dass spätestens 2027 auf Kreisebene auf 4er-Teams umgestellt werden muss. Beim Bezirksrat sollen die Delegierten aus dem Kreis beantragen, dass auf Bezirksebene ab 2024/25 ebenfalls auf 4er umgestellt wird.

„Wir müssen umdenken“

Um mehr Kinder und Jugendliche, aber auch neue Erwachsene zum Tischtennis zu holen, hat der Tischtennis-Kreis Waldeck-Frankenberg mit dem HTTV das Pilotprojekt „Aufbruch Waldeck-Frankenberg“ gestartet (wir berichteten). Beim Kreistag nutzte der neue Kreiswart Martin Born die Gelegenheit, das Projekt vorzustellen.

Born zeigte an einigen Zahlen die Entwicklung im Kreis: In der Saison 2012/13 gab es noch 164 gemeldete Mannschaften, in der neuen Saison werden es nur noch 121 sein. „Das ist absolut erschreckend“, sagte Born. Mit nur 11 Jugend- und Schülerteams – bei 32 Vereinen – stand Waldeck-Frankenberg in der vergangenen Saison in Hessen auf dem letzten Platz aller Kreise. „Da müssen wir gegenwirken – das ist der Anspruch, den wir mit dem Projekt verfolgen“, appellierte er an die Vereinsvertreter. Vereine, die aktuell nur eine oder zwei Erwachsenenmannschaften hätten und keinen Nachwuchs, seien vom Aussterben bedroht.

Tischtennis-Tage an Schulen

Erste Aktionen haben bereits stattgefunden: Tischtennis-Tage an Schulen, ein Familientag in Korbach und Beratungen in einzelnen Vereinen. Jeder Verein müsse für sich klare Ziele formulieren, nicht nur für die nächste Saison. „Wir müssen umdenken, auch mal über die Ortsgrenzen hinaus“, sagte Born.

Ziele des Projekts seien zum Beispiel, zusätzliche Erwachsene zu gewinnen, eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit zu etablieren und eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit. Aktionen könnten ein Jedermannturnier im Ort und ein gemeinsames Training mit Nachbarvereinen sein. Der HTTV bietet ein Tischtennis-Mobil für Aktionen an Schulen an.

Wer Interesse an Projekten hat, kann sich dafür bei Martin Born melden, E-Mail: ma_born@t-online.de.

Es gebe schon „erste spürbare Erfolge“, berichtete Born: Zur neuen Saison wurden 19 statt bisher 11 Jugend- und Schülerteams gemeldet. Darunter sind aber auch sechs 2er-Teams, die neuerdings im Nachwuchsbereich auch erlaubt sind. zpd

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