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Mehr als nur Bronze gewonnen: Erste Bilanz der Billard-DM in Wildungen

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Was für ein Gefühl: Emma Mundhenke (PBC Bad Wildungen) schreitet durch ein Spalier zur Siegerehrung in der Wandelhalle. Die 14-Jährige gewann zwei Bronzemedaillen.
Was für ein Gefühl: Emma Mundhenke (PBC Bad Wildungen) schreitet durch ein Spalier zur Siegerehrung in der Wandelhalle. Die 14-Jährige gewann zwei Bronzemedaillen. © TOUCH / billard1.net

Die Kurstadt als Heimat der Billardszene; nichts Neues. Bad Wildungen als „Medaillenschmiede“ im Billard; das scheint sich gerade genauso zu etablieren.

Am Donnerstag ist der erste Teil der Deutschen Meisterschaften in der Wandelhalle mit den letzten Entscheidungen der U15 bis U23 zu Ende gegangen. Und die Bilanz der Lokalmatadoren ist nicht nur wegen zwei Bronzemedaillen sehr vorzeigbar.

Emma Mundhenke vom 1. PBC Bad Wildungen hat zum Abschluss ihre dritte Medaille verpasst. Im 9-Ball musste sich die 14-Jährige nach einer Auftaktniederlage (WLZ berichtete) in der Verliererrunde bewähren, tat das mit einem klaren 2:0-Sieg zunächst auch gut. Dann war aber im Viertelfinale Endstation – 1:2 nach guter Leistung gegen Emily Winzinger (SC Dingolfing).

Billard-DM: Emma Mundhenke verpasst dritte Medaille

Vielleicht hat Emma ein klein wenig von Gold geträumt, doch zwei Halbfinale-Einzüge, verbunden mit dem dritten Platz, sind aller Ehren wert. Die zweite Bronzemedaille hatte die Wildungerin im 8-Ball gewonnen, wo sie sich am Dienstag ins Halbfinale gespielt hatte. Fürs Endspiel reichte es nicht – 0:2 gegen Wladislava Sakovych aus Bremen, die insgesamt zweimal Gold holte in der Wandelhalle.

Bei den Jungen gehörte Felix Vogel zu den überragenden Spielern, der im vorigen Winter Teil der Bad Wildunger Regionalliga-Jugendmannschaft war. Der 14-Jährige Marburger, der jetzt für den PBC Gießen spielt, holte zwei Meistertitel in der U17. Anfang Oktober wurde das Toptalent Europameister, in Wildungen reiste er etwas früher ab, weil er ab Montag bei der Weltmeisterschaft am Start ist.

Trainer lobt die Gemeinschaft

Die ist für Tim Skura und die beiden kurzfristig ins Teilnehmerfeld gerutschten Emil Sassor und Simon Schreiter kein Thema. Die Erfahrung der DM nehmen alle drei gerne mit – zum Beispiel, wenn sie im kommenden Winter wieder für den PBC Bad Wildungen in der Regionalliga spielen. Trotz einer gewissen Nervosität machten sie ihre Sache bei der DM.

„Ob Senioren, Damen oder Herren – nervös sind alle, wenn die Deutsche Meisterschaft losgeht. Nur ganz wenige schaffen es, das Umfeld komplett auszublenden“; sagte Andreas Klauser, Vorsitzender des PBC Bad Wildungen und Trainer der Nachwuchsspieler. Er bescheinigte allen einen guten Auftritt, vor allem Tim Skura habe „deutlich besser als gedacht“ gespielt.

Teil 2 der DM gestartet

Der Wildunger schaffte es zum Abschluss bei der U17 im 9-Ball noch einmal ins Achtelfinale. „Schön war es, die tolle Gemeinschaft unter den Jugendspielern zu sehen. Man merkt, dass sie sich , auch durch andere Wettkämpfe, jetzt besser kennen“, sagte Klauser über die gestiegene Erfahrung.

Die noch erfahreneren Spieler sind gestern Nachmittag in die DM eingestiegen. Die meisten Starts hat dabei Conny Teichert (Ladies), die in allen Pool-Disziplinen am Tisch ist. Auf sportdeutschland.tv werden täglich zahlreiche Partien liver aus Wildungen übertragen. (Dirk Schäfer)

Überzeugte auch den Trainer: Tim Skura (Bad Wildungen), einer der vier heimischen Nachwuchsspieler.
Überzeugte auch den Trainer: Tim Skura (Bad Wildungen), einer der vier heimischen Nachwuchsspieler. © TOUCH / billard1.net

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