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Michelle Göbel und Linus Kesper auf Rang fünf: Beide Willinger für Mixed-Staffel nominiert

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 Biathlet
Auf Platz neun folgte Rang fünf: Biathlet Linus Kesper (SC Willingen) hat beim Europäischen Jugend-Olympia-Festival eine tolle Leistung abgeliefert. © pr

Als ob sich die beiden Willinger abgesprochen hätten. Skispringerin Michelle Göbel und Biathlet Linus Kesper kamen gestern bei Europäischen Jugend-Olympia-Festival (EYOF) in Finnland auf Platz fünf ein.

Lahti/Willingen – Der Lohn: Beide wurden für die Mixed-Staffeln in ihren Disziplinen nominiert, die heute den Schlusspunkt bei diesem Festival in Lahti/Vuokatti bilden.

Die slowenische Junioren-Weltmeisterin Nika Prevc (255,5) dominierte mit 95 und 97 Meter die Skisprung-Entscheidung der Mädchen auf der großen Schanze und holte vor der Norwegerin Nora Midtsundstadt (228,5/92+89,5) und der Österreicherin Julia Mühlbacher (221,5/90+87,5) die Goldmedaille.

Die Willingerin Michelle Göbel, die im Training und der Probe immer unter den besten Drei rangierte und sogar Medaillenhoffnungen im deutschen Team geweckt hatte, kam mit 88,5 und 86,5 sowie 214,5 Punkten hinter der Schweizerin Sina Arnet (221,0/ 87,5+90) auf Platz fünf. Mit 88,5 m nach dem ersten Durchgang war sie noch Vierte, aber die 86,5 m im Finale reichten nicht mehr für eine Medaille.

Michelle Göbel war ganz nah am Podest

„Na ja, es war trotzdem ganz gut. Schade, dass es nicht ganz zum Podest gereicht hat“, kommentierte die 18-Jährige ihren Wettkampf. Sie war die beste deutsche Teilnehmerin.

 Skispringerin
Knapp Medaille verpasst: Skispringerin Michelle Göbel. © imago/Jan Hübner

Anders als bei den Jungen gibt es keinen Team-Wettbewerb für die Mädchen. Klara Lebelt (17.), Lia Böhme (20.) oder Henriette Holz (26.) lagen deutlich zurück. Dennoch könnte Göbel die erhoffte Medaille noch in der Mixed-Staffel holen.

Am Vortag hatte der Skispringer Ben Bayer mit Bronze die erste deutsche Medaille überhaupt bei diesem Festival gewonnen. Beim Sieg von Jonas Schuster, dem Sohn des früheren Bundestrainers Werner Schuster, verwies der Österreicher den Tschechen Jan Habdas auf Platz zwei.

Kesper überascht im Einzel auch sich selbst

Der Willinger Biathlet Linus Kesper hat sich im Einzel über 12,5 Kilometer mit Rang fünf vermutlich selbst überrascht. Er hat sich im 62-köpfigen Starterfeld nicht so viel ausgerechnet, weil er Zweifel an seiner Schießleistung hatte. Doch die vier Fahrkarten am Schießstand glich der 19-Jährige mit großem läuferischem Können wieder aus.

Er hat für die vier Schießfehler eine Strafzeit von drei Minuten kassiert. Seine Zeit: 37:43,5 Minuten. Im Ziel fehlten ihm lediglich 1:09 Minuten auf Sieger Lou Thievent aus Frankreich, der allerdings nur zwei Scheiben verfehlte. Somit war Linus Kesper erneut bester deutscher Teilnehmer, wie bereits am Dienstag im Sprint mit Rang neun.

„Es war eine Achterbahn der Gefühle, bisher sind die Einzel diese Saison nicht gerade vom Feinsten gewesen. Und als ich beim ersten Liegendanschlag direkt mit drei Fehlern losgelegt habe, war meine Laune schon im Keller“, sagt Kesper und ergänzt: „Ich wollte das Rennen dann nur noch irgendwie über die Bühne bringen.“

Doch es folgte ein fehlerfreier Stehendanschlag. „Ich habe super gestanden und mich dann gefreut, dass es so gut geklappt hat.“ Lediglich beim zweiten Liegendanschlag folgte noch ein Fehler, beim zweiten Stehendanschlag blieb er erneut fehlerfrei. „Und danach hieß es dann nur noch laufen. Die letzte Runde war schon hart, aber insgesamt haben die Beine gut mitgemacht.“

Dass es am Ende dann bei Rang fünf blieb, „hätte ich mit vier Fehlern niemals erwartet“, so der Willinger. „Denn so gut habe ich mich beim Laufen doch nicht gefühlt.“

Wegen seiner guten Ergebnisse in Sprint und Einzel sicherte sich Linus Kesper auch einen Startplatz für die heutige Biathlon-Mixed-Staffel. „Ich werde einfach versuchen, die Leistung der letzten Tage noch einmal abzurufen - und dann wird’s schon gut laufen.“  be/frg

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