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Mit dem Zweiten im Konflikt: Stephan Leyhe landet beim Tourneeauftakt auf Rang 20

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Alles Kopfsache: Stephan Leyhe hat sich zum Tourneeauftakt auf der von ihn ungeliebten Schanze in Oberstdorf mit Platz 20 noch gut geschlagen.
Alles Kopfsache: Stephan Leyhe hat sich zum Tourneeauftakt auf der von ihn ungeliebten Schanze in Oberstdorf mit Platz 20 noch gut geschlagen. © dpa

Soll ein Stephan-Leyhe-Fan sich schon freuen, wenn der Skispringer vom SC Willingen den Final-Durchgang erreicht? Die Gedanken schwirren dem Zuschauer, der der deutschen Mannschaft zum Auftakt der Vierschanzentournee die Daumen drückt schon durch den Kopf.

Oberstdorf – Bei der Tournee geht es im ersten Durchgang Mann gegen Mann und nur die fünf besten Verlierer dieser Duelle schaffen den Sprung unter die letzten 30 Teilnehmer ins Finale.

Erst fliegt Pius Paschke raus, kurze Zeit später das Aus für Markus Eisenbichler, dann wartet Stephan Leyhe auf dem Balken seiner ungeliebten Schanze in Oberstdorf auf seinen Tourneestart. Er muss besser sein als der Italiener Giovanni Bresadola.

Die Wind ist während des Wettkampfs nahezu unberechenbar, mal ruhig, mal vehement, mal kommt er von hinten, denn wieder extrem von vorn. Leyhe behält aber die Nerven und bringt einen guten Sprung ins Tal. 122 Meter, der Italiener schafft nur 118 – Finale geschafft.

Innauer lobt Leyhes ersten Sprung

Der TV-Experte Toni Innauer lobt den Flug des Willingers. „Wenn ich jetzt Stephans Trainer wäre, würde ich ihm sagen, dass er einen guten Sprung gezeigt hat.“

Leyhe ist hinter den Teamkollegen Karl Geiger, Andreas Wellinger und Raimund, Philipp viertbester deutscher Springer.

Doch der 30-Jährige hat in dieser Saison eine schlechte Angewohnheit: der zweite Sprung ist meist schlechter als der erste.

Leyhe macht damit auch in Oberstdorf keine Ausnahme: Sein zweiter Satz von der Schattenbergschanze lässt ihn viel früher Bodenkontakt aufnehmen, nach 116,5 Meter muss er bereits die Telemark-Landung in den Schnee setzen.

Das reicht am Ende nur zum 20. Platz Doch der gebürtige Schwalefelder schien trotzdem nicht unzufrieden mit seiner Leistung gewesen zu sein: „Es lief heute durchwachsen. Der erste Sprung war so weit ganz okay. Ich tue mich auf dieser Schanze schwer, besonders bei Rückenwind und wenig Anlauf.“

Aber er habe jetzt die schwierigste Schanze für mich persönlich hinter sich und könne jetzt positiv nach vorne schauen. Die Schanze in Garmisch liegt Leyhe schon viel besser.  

Karl Geiger ließ sich nach einer packenden Wintersport-Show von 25 000 Fans feiern: Der Lokalmatador musste sich als Vierter nur dem überragenden norwegischen Sieger Halvor Egner Granerud sowie den beiden Polen Piotr Zyla und Dawid Kubacki geschlagen geben. Andreas Wellinger landete auf Rang sechs. (.rsm/be)

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