Verbandsliga Herren:

Mut zum Risiko nicht belohnt: Sachsenhäuser Tennisspieler verlieren in Eschersheim mit 2:4

Jeremias Tent (sachsenhausen)
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Entschlossen: Jeremias Tent machte es in seinem Einzel spannender als nötig, fand aber sein Happyend.

Voll auf Risiko gegangen – und verloren: Tennis-Verbandsligist TC Sachsenhausen ist auch in seiner zweiten Begegnung der Medenrunde leer ausgegangen. 2:4 hieß es im Gastspiel beim TC Eschersheim.

Eschersheim – Gegen diesen Gegner hatte sich das Team um Mannschaftsführer Jeremias Tent nach den Erfahrungen im vergangenen Sommer mehr erhofft. Auch ohne seine Nummer eins Andre Dämmer, der vor der Sommerpause wegen einer Verletzung nicht mehr zum Schläger greifen wird. Die Waldecker schlugen beim 2:2-Zwischenstand nach den Einzeln im Doppel mit Ziel Sieg auf. Das klappte nicht.

„Vielleicht hätten wir auf Unentschieden spielen sollen, aber hinterher ist man immer schlauer“, meinte Tent. Das hätte bedeutet, dass er und Steven Seidler nicht das erste, sondern das zweite Doppel besetzt hätten. Doch sie suchten vorn den Erfolg, scheiterten jedoch mit 3:6 und 5:7 an Dan Nicolas Balon/Jan Hajtmanek.

In dem ausgeglichenen Duell verpasste das Gästeduo in etlichen Spielen über Einstand im ersten Satz zu oft die entscheidenden Punkte. Im zweiten holte es einen 2:5-Rückstand auf, hatte jedoch Pech im allerletzten Spiel, als der Gegner mit einem Netzroller und zwei Bällen auf die Linie zum Zuge kam.

Im zweiten Doppel kämpften Steffen Henckel und an seiner Seite Lukas Müller aus der „Zweiten“ ebenfalls nicht chancenlos gegen Jan Feldsieper/Woojin Shin. Nachdem es mit 7;5 den ersten Satz für sich entschieden hatte, baute das neu zusammengesetzte Duo aber ab und verlor mit 3:10 den Match-Tiebreak.

Tent und Göttlicher punkten

Im Einzel hatten Tent und der erneut aus der zweiten Mannschaft aufgebotene Dämmer-Ersatz Marcel Göttlicher gepunktet. Letzter überfuhr im ersten Satz Frederic Dittrich mit seinem sicheren, fast fehlerfreien Spiel „zu Null“. Im zweiten Satz fand sein ein Jahr jüngerer Gegner besser ins Match, doch der Matchpunkt ging mit 6:4 an Sachsenhausen.

Wenig bestellen konnte dagegen an Position zwei Steven Seidler gegen Hajtmanek. Er war gesundheitlich angeschlagen, versuchte, was möglich war, doch sein Gegner, ein Tennistrainer, spielte seine Erfahrung aus und gab nur drei Spiele ab.

Einen schweren Stand hatte auch der erneut an die Spitze gerückte Steffen Henckel. Gegen den erst 17 Jahre alten Balon konnte er zwar den ersten Satz völlig offen gestalten, den er erst im Tiebreak abgab, danach wirkte sich aber die deutlich bessere Kondition seines Gegners entscheidend aus.

Einen „Nervenkrimi“ lieferten sich an Position drei Jeremias Tent und Wojinn Shin. Der Sachsenhäuser holte sich Satz eins mit 6:3. „Da habe ich relativ gut gespielt und wenig Fehler gemacht“, sagte er. Im zweiten Satz ging er mit 5:2 in Führung, vergab einige Matchbälle – und fand sich nach einem 5:7 im Champions-Tiebreak wieder. Er habe ein wenig die Spannung verloren.

In der Verlängerung schien sich ein ähnliches Drama anzubahnen: Tent lag erst 6:3 vorn, dann 8:9 zurück. Den fälligen Matchball wehrte er jedoch ab und gewann mit 11:9. „Das war ein bisschen unnötig“, meinte Tent und hofft nun am kommenden Sonntag auf Zählbares im Heimspiel gegen Blau-Weiß Zeppelinheim. (mn)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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