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31:32 - Luft raus bei Twistetals Handballern

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Twistetals Trainer Steffen Fingerhut
Enttäuscht vom Abschluss, nicht von der Saison: Twistetals Trainer Steffen Fingerhut (Archivfoto). © Werner Spitzkopf

Unbefriedigender Abschluss einer guten Saison: Die Handballer der HSG Twistetal haben ihr letztes Spiel der Landesliga-Aufstiegsrunde in Eschwege verloren - bei Sauna-Bedingungen.

Eschwege - Die HSG konnte beim 31:32 (15:16) nicht an ihre zuletzt guten Leistungen anknüpfen. Rang vier, die beste Platzierung in der HSG-Geschichte, hatte sie schon vorher sicher.

Das Team von Steffen Fingerhut mag sich bei seinem Gastspiel vorgekommen sein wie Teilnehmer einer Südamerika-Expedition von Alexander von Humboldt. „Es waren gefühlt über 70 Prozent Luftfeuchtigkeit und etwa 30 Grad in der kleinen Halle, in der die Eschweger das Spiel austragen ließen“, berichtete der Trainer. Er war „not amused“.

Twistetal erzielt nur einmal eine Führung

Obwohl die Gastgeber nur mit sieben Feldspielern angetreten waren, schienen sie mit den Bedingungen besser klarzukommen. Die HSG, ohne Lars Fingerhut, Jakob Gleumes (privat verhindert) und Glenn Fait (Schulterverletzung), bot zwar zehn Feldspieler auf. Sie erzielte achtmal im Spielverlauf den Ausgleichstreffer, lag aber nur einmal beim 7:6 durch Jannik Bitter (16.) in Führung. Zu wenig für einen Sieg.

Vor allem das Abwehrverhalten seiner Mannschaft monierte Fingerhut. „Wir haben den Rückraum der Eschweger viel zu oft zu nah Abschlüsse ermöglicht. Wenn wir, wie zuletzt, offensiver und aggressiver agiert hätten, kriegen wir hier zehn Gegentore weniger“, fand der über das Ergebnis enttäuschter Trainer.

In der Offensive hob Fingerhut als einzigen Joshua Sturm etwas heraus. Er übernimmt immer mehr Verantwortung und avancierte mit seinen sechs Treffern zum besten Feldtorschützen der Twistetaler.

Fingerhut: Nur ein Tempogegenstoß ist zu wenig

Am Ende erzielten die Gäste nach 28:31-Rückstand durch Nils Pohlmann zwar noch den Gleichstand (59.), konnten den Treffer des zehn Mal erfolgreichen Philip Haaß zum 32:31 aber nicht mehr egalisieren.

„Wir haben mehrere Defensivformationen ausprobiert, von denen allerdings keine den gewünschten Erfolg gebracht hat. Heute war klar zu erkennen, dass die Luft raus war. Nur ein Tempogegenstoß im ganzen Spiel war einfach zu wenig“, sagte Fingerhut und räumte ein: „Wir hatten heute den Sieg auch nicht verdient.“ Mit der Saison insgesamt und Platz vier „können wir jedoch absolut zufrieden sein“.

Tore für die HSG: Happe 8/6, Sturm 6, Bitter 6/1, Bender 4, Krouhs 2, Lennard Schmidt 1, Schmittat 1, Pohlmann 1, Köhne 1, Meier. (Frank Schmidt)

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