Testspiele gegen Bundesligisten in Bergheim

Niederlagen, die positiv stimmen: Bad Wildunger Vipers unterliegen Bensheim und Neckarsulm

 (v.l.) Anna-Maria Spielvogel, Jana Scheib und Munia Smits gehen mit Dionne Visser (Bensheim) nicht gerade zimperlich um. Vipers Torfrau Manuela Brütsch ist bereit für eine Reaktion.
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Packende Aktion. Die Abwehrarbeit der Vipers war gegen Bensheim und Neckarsulm nicht so berauschend, obwohl es in dieser Szene nicht danach aussieht. (v.l.) Anna-Maria Spielvogel, Jana Scheib und Munia Smits gehen mit Dionne Visser (Bensheim) nicht gerade zimperlich um. Vipers Torfrau Manuela Brütsch ist bereit für eine Reaktion.

Bergheim – Da baut sich etwas zusammen. Trotz der zwei Niederlagen gegen die Erstliga-Konkurrenten aus Bensheim und Neckarsulm zeigt die Leistungskurve der Handballerinnen der SG Bad Wildungen Vipers weiter nach oben.

Sie unterlagen am Samstag in der Halle in Bergheim der HSG Bensheim/Auerbach mit 28:32 und gestern verloren sie an gleicher Stelle gegen Neckarsulmer Sport-Union mit Pech 30:31 (18:17).

Mit dem Spiel in der Offensive war die Wildunger Trainerin Tessa Bremmer gegen beide Gegner weitgehend zufrieden. „Über weite Strecken hatten wir Dynamik, Kreativität und viel Tempo drin und wir haben in vielen Szenen geduldig unsere Chancen ausgespielt, das hatten wir uns für diese Spiele auch vorgenommen.“

Vor allem der Vipers-Rückraum wirkte dynamisch und ballsicher. Das ist vor allem ein Verdienst der agilen Munia Smits, die in beiden Spielen auch die beste Torschützin der Wildunger Vipers war. Nachdem sie gegen Bensheim neunmal traf (fünf Siebenmeter) brachte sie gegen Neckarsulm den Ball zehnmal (fünf Siebenmeter) im Tor unter.

Es gibt nichts zu verschenken, auch nicht bei einem Freundschaftsspiel: Munia Smits (Vipers) wird hart von Myrthe Schoenaker (Bensheim) attackiert.

Aber auch Marieke Blase zeigte sich in beiden Begegnungen treffsicher (5 und 6/2). Neben Smits und Blase kann aber auch Neuzugang Leonie Patrona handballerisch aus dem Rückraum aufs Tempo drücken. Das trifft auch auf Maxime Struijs zu, die wegen Krankheit in beiden Spielen gefehlt hat.

Auch die Laufwege vorn sahen phasenweise schon ansehnlich aus, genau wie die Anspiele auf die Außen und an den Kreis. Allerdings war zum Ende der Begegnung auch zu beobachten, dass einigen Vipers-Spielerinnen dah doch der Geduldsfaden immer mal wieder riss. „Da haben wir die Bälle manchmal einfach weggeworfen“, kritisierte Bremmer.

Am Kreis steht künftig nicht mehr nur die Nationalspielerin Annika Ingenpaß gut auf ihrem Posten, sondern auch Neuzugang Jolina Huhnstock. Sie kann auf dieser Position nicht nur eine starke körperliche Präsenz für sich nutzen, denn laut ihrer Trainerin ist sie auch „extrem fangstark geworden und sie kann auch in der Abwehr gut zupacken“. Verloren wurden diese zwei Testspiele allerdings in der Defensive.

Abwehrformation noch kein guter Block

Mit der Arbeit in der Abwehrformation war Bremmer in beiden Spielen nicht zufrieden. Sie hadert vor allem mit der hohen Anzahl von Gegentoren - „30 und mehr sind immer zu viel“ und ihr Team mache dem Gegner das Torewerfen immer noch viel zu einfach. Die erste Halbzeit gegen Neckarsulm sah Bremmer einen „sehr schwachen“ Vipers-Abwehrblock, der zu viele einfache Tore aus dem Rückraum zugelassen hat.

Außerdem sollte die Abwehrformation mehr das Stoppfoul provozieren und damit dem Gegner das Tempo nehmen. „Das hat auch gegen Neckarsulm anfangs nicht geklappt, wurde aber besser als wir von 6-0-Deckung auf 4-2 umgestellt haben.“ Daher war Bremmer mit dem offensiven Verteidigen ihres Team durchaus zufrieden.

Auch die Spielerinnen wissen, dass und wo noch Sand im Getriebe ist. Munia Smits sieht aber viel Positives, trotz der zwei Niederlagen: „Wir konnten aus diesen zwei Spielen viel lernen und darauf können wir aufbauen. Es wird immer besser.“ Da baut sich was zusammen. (rsm)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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