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Nun auch Stephan Leyhe im Krisenmodus: Wieder Finale verpasst

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Im Auslauf. Die Formkrise im deutschen Springerteam hat nun auch Stephan Leyhe erwischt. Der Mann vom SC Willingen schied mit einem schwachen Auftritt bereits nach dem ersten Durchgang beim Tournee-Finale in Bischofshofen aus.
Im Auslauf. Die Formkrise im deutschen Springerteam hat nun auch Stephan Leyhe erwischt. Der Mann vom SC Willingen schied mit einem schwachen Auftritt bereits nach dem ersten Durchgang beim Tournee-Finale in Bischofshofen aus. © dpa

Stephan Leyhe hatte sich nach der Qualifikation an seinem 31. Geburtstag auf das finale Springen der 71. Vierschanzentournee in Bischofshofen gefreut, aber er hat erneut das Finale verpasst.

Bischofshofen – Dabei hatte der Mann vom SC Willingen mit dem jungen Österreicher Maximilian Ortner auch einen vermeintlich leichten Gegner für das letzte K.o.-Duell erwischt. In der Probe lag Leyhe mit 129,5 Metern auch noch vor dem ÖSV-Talent (124 m), im Wettkampf ging das Duell aber mit 127,5 zu 123 Metern genau umgekehrt aus. Leyhe (117,5 Punkte) scheiterte wie schon am Bergisel in Innsbruck, verpasste das Finale und blieb somit ohne auch Punkte. „Das war nicht meine Tournee“, lautete das Fazit des enttäuschten gebürtigen Schwalefelders.

Zu Beginn des vorzeitig gestarteten Winters hatte der Upland-Adler in Wisla die interne Ausscheidung gegen Pius Paschke verloren und er sah den Weltcup-Auftakt nur als Zuschauer.

Doch Leyhe kehrte zurück ins Team und peilte dabei stets die Top 15 an. Aber fast alle deutschen Skispringer blieben und bleiben auf Formsuche, vor der Tournee gab es nur einen Podestplatz durch Karl Geiger auf Platz drei in Engelberg.

Enttäuschung im deutschen Team ist groß

Die Enttäuschungen wurden immer größer, der eigentliche deutsche Vorzeigeflieger Karl Geiger qualifiziert sich nicht für das Springen in Innsbruck und beim Tourneefinale verpassten neben Leyhe auch Paschke und Markus Eisenbichler den zweiten Durchgang. Das Trainerteam um Stefan Horngacher kündigte an, nach Bischofshofen an einigen Schrauben drehen zu müssen. Nicht unbedingt nur am Material. „Der ein oder andere hat vielleicht auch mal eine Pause verdient“, sagte Horngacher.

Während der junge Philipp Raimund die Tournee rockt und seine Chance nutzte, wartet mit Justin Lisso ein weiteres Talent auf eine Bewährungsprobe im Weltcup-Team. Zakopane, Sapporo, das Skifliegen in Bad Mitterndorf und Willingen sind die nächsten Stationen. Ob das komplette Team nach Japan geht, erscheint fraglich.

Stephan Leyhe kommentierte sein erneutes Aus beim letzten Springen so: „Ich bin deutlich zu spät abgesprungen und tue mich dann sehr schwer die Geschwindigkeit mitzunehmen. Die Bewegung vom Körper würde passen, aber wenn dann kein Druck mehr da ist, wird es schwierig.“ Nun heißt es ausruhen und weiter arbeiten.

Norweger Granerud macht Tourneesieg perfekt

Der Gesamtsieger der Tournee heißt wie erwartet Halvor Eigner Granerud, der in Bischhofshofen seinem dritten Tagessieg (313,4) schaffte. Er ist erste norwegische Gesamtsieger seit 16 Jahren. Dahinter folgt der Pole Dawid Kubacki (303,7), der gestern hinter Anze Lanisek ( (305,5) Dritter wurde. Er war allerdings durch die gestrige Geburt seiner zweiten Tochter etwas abgelenkt.

Stephan Leyhe blieb nur Rang 26 bei seiner achten Tournee, wo er auch schon als Dritter auf dem Treppchen stand, und zwei weitere Topten-Gesamtplätze erreicht hatte.(be)

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