Platz sieben im Siebenkampf bei Olympia

Carolin Schäfer bleibt ersehnte Medaille verwehrt

Carolin Schäfer streckt die Arme in die Höhe, im Hintergrund weitere Athletinnen.
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„Fast wie eine Medaille“: Carolin Schäfer reckt die Arme für Platz sieben.

Der Traum von einer Medaille hat sich für Carolin Schäfer in Tokio nicht erfüllt. Trotz eines starken 800-Meter-Laufs am Ende des Siebenkampfs konnte sie sich nicht mehr verbessern und wurde Siebte.

Tokio - Olympiasiegerin wurde Nafissatou Thiam (6791 Punkte) aus Belgien, Silber sicherte sich Anouk Vetter aus den Niederlanden (6689) vor ihrer Landsfrau Emma Oosterwegel (6590). Carolin Schäfer erreichte nach der drittbesten Zeit in ihrem 800-Meter-Lauf 6419 Punkte, ein Zähler trennte sie vom sechsten Rang.

Obwohl es nicht für die erhoffte Olympia-Medaille gereicht hat, zog die Bad Wildungerin ein positives Fazit ihres Auftritts in Tokio, dem eine ungünstigen Vorbereitung vorausging, weil die 29-Jährige nach ihrer Corona-Impfung wochenlang nicht wieder auf die Beine gekommen war. „Ich bin super glücklich und happy mit dieser Platzierung“, sagte Schäfer. „Der siebte Platz fühlt sich fast an wie eine Medaille. Das macht mich sehr stolz und glücklich.“

Schäfer hatte nach dem ersten Wettkampftag auf eine Medaille hoffen dürfen, gleich zu Beginn des zweiten Tages erlebte sie aber einen empfindlichen Rückschlag im Weitsprung. Zwar steigerte sich die 29 Jahre alte Bad Wildungerin nach ihren 5,69 Meter zum Start in den folgenden beiden Versuchen jeweils ein wenig, kam aber nicht über für sie schwache 5,78 Meter hinaus. Kopfschüttelnd quittierte sie die Weite; ihre Bestleistung steht bei 6,57 Metern.

Das Speerwerfen entschädigte die Starterin von Eintracht Frankfurt ein wenig. Mit einer persönlichen Bestleistung in der vorletzten Disziplin von 54,10 Meter (bisher 53,73) kletterte sie im Ranking vom zwölften auf den siebten Platz.

Die Medaillenchancen der Vizeweltmeisterin von London 2017 waren bei 118 Zählern Rückstand auf die drittplatzierte Amerikanerin Kendell Williams und 119 auf die viertplatzierte Niederländerin Emma Oosterwegel ohnehin nur gering. Sie hätte über 800 Meter rund achteinhalb Sekunden aufholen müssen.

Die Trainingskollegin von Weltmeister Niklas Kaul hatte in diesem Jahr zuvor wegen gesundheitlicher Probleme keinen Siebenkampf bestreiten können, eine Impfreaktion hatte sie über Wochen ausgebremst. In Rio war Schäfer Fünfte geworden. (red/dpa)

Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.
Dieser Artikel stammt aus der Waldeckischen Landeszeitung.

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